Schönes und Kurioses
October 2 in Spain
☁️ 22 °C
Of the Track sozusagen gibt es ein paar zauberhafte Beobachtungen.
Da wären natürlich die schon beschriebenen Einbahnstraßen, aber es gibt noch anderes, Unerwartetes.
Kreisverkehre. Mega! In meiner Heimatstadt Solingen wird seit Jahren über einen (!!!) Kreisel diskutiert. Und hier, einer nach dem anderen. So ist der sicherlich am häufigsten gesagte Satz im Auto: „am Kreisverkehr geradeaus“. Mit dem Ergebnis, es läuft. Und es läuft gut! Ich schreibe diese Sätze an Tag 6 und habe noch keine einzige Ampel gesehen. (Also außerhalb Palmas)
Und noch ein kleiner Nachtrag zum Verkehr, der Hersteller von mallorcinischen Stopschildern muss ein Millionär sein! Denn zu jedem Einbahnstraßenschild gibt es passende Stoppschilder, die in heiterer Gelassenheit auf den Straßen verteilt sind.
Klos. Ich bin immer schon der Meinung, einer sollte mal ein Buch schreiben über die Klos dieser Welt. (Vielleicht hat es auch schon einer getan, wer weiß…) Bzw. über die Klokultur im öffentlichen Raum.
Ein Beispiel: Deutschland: Männer, Frauen, Diverse und -wenn man Glück hat- Behinderte. Mallorca (zumindest da, wo ich bisher auf dem Klo war): eine Tür, jeder ist willkommen und behindertengerecht ist es auch noch. Wie wunderbar pragmatisch!
Und apropos behindertengerecht… die Tage beobachtete ich folgende Szene am Strand: ein altes Ehepaar kam, sie alt, er uralt und im Rollstuhl. Beide warteten geduldig an einer Bude am Strand, bis diese öffnete und diverse Geräte zutage kamen. Rollatoren mit strandgerechten Rädern, Rollstühle und etwas, das aussah wie eine dichte Hängematten auf Rädern, tiefer gelegt und mit Armstützen. Darauf bugsierten zwei fesche Lifeguards besagten Senior und schoben ihn ins Meer. Ganz selbstverständlich und sehr liebevoll. Im Meer hörte man die beiden Männer (also den alten und den bei ihm gebliebenen Lifeguard) miteinander lachen und erzählen. Was eine rührende Szene.
Diese Einrichtungen gibt es wohl gemerkt an jedem Strand. Selbst in der Urlaubshölle von Santa Ponca.
Salz. Salz ist hier eine große Nummer. Flor de Sal natürlich. Das liegt bergeweise auf dem Weg nach Es Trenc rum und wird anschließend zu mittelalterlich hohen Preisen hübsch verpackt verkauft. Lustig nur, daß wir bisher in keinem noch so guten Restaurant welches gesehen haben. Aber das Touriherz schlägt natürlich höher und zu, wenn es so nett auf dem Markt angeboten wird.
Essen. gegessen wird im Restaurant streng getrennt nach Nationalität. Am frühen Abend die Engländer (später mangelt es den meisten an der Hand-Mund Koordination, ist also besser so). Punkt 18h die Deutschen, und frühestens um 21h kommen die Spanier. Die hatten natürlich einen wunderschönen Mittagsschlaf bis 16h und erst dann fing im Grunde der Tag so richtig an. Was für ein Leben!!! Und ehrlicherweise, das könnte mir gefallen.
Strand. Hatte ich die Nummer mit den Handtüchern schon erwähnt? Ich glaube ja. Super. Immer wieder.
Haustiere. Die mallorcinischen Gastronomen scheine keine Tierfreunde zu sein. Nicht einmal auf den Außenterrassen sind Hunde erlaubt. Am Strand übrigens auch nicht. Das führt dazu, daß man kaum größere Hunde sieht und kleine in Handtaschen gestopft unter Liegen und Tischen stehen.
Es gibt auch keine streunenden Katzen, wie sonst so oft in südlichen Ländern, was für mich (und mein Katzenherz) eine große Erleichterung ist.
Dafür verfügt unser Haus über eine sehr aktive Grille im Garten, die uns Nacht für Nacht in den Schlaf zirpt, einen sehr musikalischen Schwung Spatzen und einen kleinen Gecko, der allerdings recht schüchtern ist und nur ab und an aus seiner Behausung -der Lampe über der Terrassentür- herauslugt um kurz „Guten Abend“ zu sagen. (Und hoffentlich ein paar der unzähligen hungrigen
Mücken erledigt, die uns recht erfolgreich zerstochen haben.
Kaugummi. Man darf hier als Tourist so ziemlich alles (solange man keinen Hund mit ins Restaurant bringt s.o.) Halbnackt durch die Straßen rennen, sich am Strand aufführen wie eine Herde Brüllaffen, jahrzehntelang kommen ohne jemals ein Wort Spanisch zu lernen, Autofahren wie ein verrückter und was weiß ich noch alles. Nur eines nicht: Kaugummi auf die Straße spucken. 400€ kostet das Erwischtwerden, wie die ebenso informativen wie bedrohlichen Schilder ankündigen.
Höhlen. Unter der Oberfläche gleicht Mallorca einem Schweizer Käse. Über 5.000 Tropftsteinhöhlen gibt es, manche über 300m tief und von erstaunlicher Größe von teilweise weit über 10.000qm. Aber ich gestehe, keine einzige haben wir gesehen. Scheint, als müssten wir noch einmal kommen.
Wasser. Das Meer ist großartig, in karibischen Farben, klar und warm. Und ja irgendwie auch überall. Zumindest überall drumrum. Aber… Es gibt auf Mallorca keine Flüsse und keine Seen. Was manchmal wie ein Fluss aussieht, ist in Wirklichkeit ein Sturzbach nach extremen Niederschlägen (und auch die gibt es dann nur ein paar Tage) Und das Wasser aus dem Hahn in unserer Anlage ist so kalkhaltig, daß ich nach dem Auswickeln der Haare nach der Dusche aussehe wie ein lang verschollenes Mitglied der Leningrad Cowboys. Ganz ohne Gel!!! Mega!!
So. Wenn mir noch was auffällt, melde ich mich. Aber jetzt geht es erst mal auf, den letzten Tag zu genießen. Mit dem geliebten Nixtun natürlichRead more











