Der Abschluss
6. september 2024, Colombia ⋅ ☁️ 29 °C
Auf der einen Seite sind die drei Wochen geflogen, auf der anderen Seite haben wir so viel erlebt, dass es mir vorkommt als wären wir Monate lang unterwegs gewesen. Wir sitzen gerade am Flughafen in Bogota und denken über unsere Reise nach…
Wir sind beide keine großen Fans davon den ganzen Tag nur am Pool zu liegen und nichts zu tun also haben wir beschlossen einen Tagesausflug nach Palomino zu machen, das ist ein kleines Städtchen oben im Norden Kolumbiens nicht all zu weit weg von der Grenze Venezuelas. Erst einmal mussten wir den Weg von unserer Unterkunft nach unten in die Zivilisation laufen, dort haben wir uns einfach an den Straßenrand gestellt und dem nächsten Bus gewunken, das klappt hier ziemlich gut. Nach ca. 30 Minuten Fahrt sind wir angekommen. Palomino ist direkt am Meer und sehr beliebt bei Hippies. Es gibt unzählige Geschäftchen und Cafés die sehr entspannt wirken. Uns hat es dort gut gefallen, wirklich viel zu erzählen gibt es allerdings nicht dazu. Abends ging es dann wieder zurück in den Dschungel. Wir hatten mal wieder Glück denn direkt nach der Ankunft hat es wieder ordentlich gewittert.
Am letzten Tag im Dschungel bei Fiona und Helmut (das Pärchen mit den Bungalows im Wald) haben wir nochmal eine kleine Tour mit Helmut auf einen kleinen Berg durch den Wald gemacht, er hat ein riesige Grundstück und hat uns gezeigt wo er Avocados anbauen möchte. Im Tal, neben seinem Grundstück steht ein kleines Häuschen mit Strohdach, hier lebt eine Indigene Familie, leider fällt mir der Name des Volkes nicht mehr ein, sie leben noch komplett ursprünglich, sprechen eine ursprüngliche Sprache und haben weder Strom noch moderne Medien. Schön, dass es so etwas noch gibt und die Familie, vor allem vor Touristen in Ruhe gelassen wird. Helmut hat uns viele Interessante Dinge über die Pflanzen dort erklärt und wir hatten einen tollen Ausblick ins Tal und auf das Meer. Nach unserem Abendessen welches Helmut immer selbst gekocht hat gab es noch einen kleinen Nachtisch den Fiona extra für uns gebacken hat. Die beiden waren mal Flugbegleiter bei Emirates und haben in Dubai gelebt, wollten aber Kinder und lieber in der Natur leben, also haben sie sich dazu entschieden in Kolumbien, mitten im Dschungel ihr kleines Paradies aufzubauen. Sie sind wirklich herzliche Menschen und ich bin froh die Zeit bei Ihnen verbracht zu haben.
Unsere letzte Nacht in Kolumbien haben wir in Santa Marta verbracht, im gleichen Hotel wie vorher bei dem Mexikaner der uns zum grillen eingeladen hat. Bevor wir eingecheckt haben, sind wir nochmal für ein paar Stunden in die Innenstadt in Santa Marta gefahren, die ist wirklich nicht besonders schön, es gibt gefühlt zwei schöne Straßen, der Rest geht so. Zurück im Hotel war der Besitzer auch wieder da. Wir haben uns mit ihm unterhalten, gegessen und getrunken, zum Schluss hat er uns noch eine Packung Kaffee aus der Region geschenkt und uns alles gute gewünscht. Unser Plan war es, die letzte Nacht vor unserer Rückreise nochmal gut zu schlafen und ausgeruht zurück zu fliegen, das haben unsere Zimmernachbarn allerdings anders gesehen und um 11 Uhr abends erst mal die Musik aufgedreht :-D. Kolumbianer lieben laute Musik, am besten rund um die Uhr, auf unserer gesamten Reise haben wir das immer wieder mitbekommen, für uns natürlich ein totaler Kulturschock, denn Ruhe gibts es selten :-D. Ein paar deutsche die wir unterwegs getroffen haben, waren der gleichen Meinung. Jedes Land ist eben anders :-).
Da wir keine weitere Nacht in Bogota verbringen wollten, sind wir von Santa Marta nach Bogota geflogen. Um uns nicht zu stressen oder aufgrund von Verspätungen den Flug nach Deutschland zu verpassen haben wir uns ein paar Stunden Puffer eingeplant ungefähr 8 Stunden 😅 die verbringen wir am Flughafen in Bogota. Momentan gibt es in Kolumbien überall Proteste auf den Straßen weil das Benzin hier sehr teuer geworden ist, daher kommt es aufgrund von Straßenblockaden zu großen Staus und Ausfällen, für uns ist es leider unmöglich nochmal in die Stadt zu fahren weil wir nicht wissen ob wir zurück zum Flughafen kommen würden also entspannen wir hier am Flughafen ein bisschen bis der Flug nach Frankfurt startet.
Wir hatten in Kolumbien drei wirklich aufregende Wochen, wir haben sehr viel gesehen und erlebt. Die Erinnerungen bleiben und die Freude auf Zuhause steigt.
Ich sage immer, man kommt nie als die gleiche Person nachhause als vor der Reise, man nimmt immer etwas mit das bleibt :-)Læs mere




















