Die Ankunft in Bogota
Aug 16–19, 2024 in Colombia ⋅ ☀️ 20 °C
Wir hatten einen Direktflug von Frankfurt nach Bogota, der war sehr angenehm, unsere Ankunft im Hotel entspannt. Das Hotel (La Candelaria Boutique House) ist ein ziemlich kleines Hotel in einem sehr alten historischen Gebäude, es sieht ein bisschen aus wie ein Museum. Der Frühstücksraum besteht aus einem großen Tisch in der Mitte an dem alle zusammen sitzen können zum frühstücken, wir haben mit Paaren aus Frankreich, Italien und Spanien zusammen gegessen und uns nett unterhalten.
Da das Wetter super war wollten wir auf den Montserate, ein Aussichtspunkt auf einem Berg mit einem wunderschönen Blick auf die Stadt. Hier waren viel zu viele Touristen und die Wartezeit für die Gondel hätte über eine Stunde gedauert, da ich eh nicht so gerne Seilbahn fahre haben wir uns dazu entschieden hoch zu laufen. Die Treppe zum Berg hat ca. 1084 Stufen und 500 Höhenmeter… wir hatten erst Bedenken, dass der Weg zu gefährlich sein könnte (z.B. dass wir ausgeraubt werden könnten usw.). Auf dem Weg nach oben waren überall Polizisten, kleine Stände die Getränke und Snacks verkauft haben und sogar kleine Restaurants, wir haben uns keine Sekunde unsicher gefühlt. Aufgrund der dünnen Luft und der Tatsache, dass wir quasi aus Frankfurt auf 2600 Meter Höhe in Bogota gelandet sind, waren wir ziemlich kurzatmig und der Weg nach oben war noch anstrengender als ohnehin schon. Es war aber definitiv den Weg und den Schweiß wert, wir hatten unterwegs einen wunderschönen Blick und viel Spaß. Der Blick und die Kirche auf dem Gipfel sind definitiv einen Besuch wert. Also ein Must-Do für Bogota :-).Read more
Graffiti und Markt in Bogota
August 17, 2024 in Colombia ⋅ ⛅ 19 °C
Unseren zweiten Tag in Bogota haben wir nach einem weiteren leckeren Frühstück in netter Gesellschaft mit einer Graffiti-Walking Tour begonnen. Jay ist Kolumbianer aber in den USA aufgewachsen und hat uns ca. 2 Stunden durch Bogota geführt, uns die schönsten Graffitis gezeigt und uns deren Geschichten erzählt. Mir ist in Mittel- und Südamerika schon oft aufgefallen wie bunt es überall ist, an sehr vielen Wänden oder Unterführungen sind teilweise riesige Kunstwerke. Diese haben meisten auch ihre Bedeutung. Viele Bilder die Jay uns gezeigt hat hatten einen sehr ernsten Hintergrund, das hängt mit der schweren Geschichte Kolumbiens zusammen (für die hier der Platz und die Zeit nicht reichen würde :-D). Anders als bei uns in Deutschland, dessen Geschichte auch sehr, ich sag mal „schwierig“ war, ist sie in Kolumbien gerade mal knapp 7 Jahre her, erst seit dem läuft der Friedensprozess im Land… man kann sich also nur vorstellen wie viel davon noch in den Köpfchen steckt.
Z.B. das Bild mit der Beschriftung „Sanaremos“ zeigt zwei Frauen die eine weinende Frau umarmen und ihre Tränen auffangen, damit möchte man auf die Gewalt gegen Frauen und deren Unterdrückung aufmerksam machen.
Ich habe mich immer gefragt was die Graffitis bedeuten sollen die man entweder extrem schwer oder gar nicht lesen kann, für mich sehen sie oft eher auf wie gekritzel… :-D. Diese sind quasi da um auf sich aufmerksam zu machen, um so öfter ich also meinen Namen oder meinen Künstlernamen irgendwo hinsprühe um so mehr mache ich auf mich aufmerksam und erlange Respekt in der Szene. Am besten nan unmöglichen Stellen. Zwei Künstler in Bogota haben es geschafft ihre Namen auf das höchste Gebäude gaaaanz oben zu bringen, die letzten Etagen wurden nie zu Ende gebaut, daher hatten sie ein leichteres Spiel. Diese beiden Künstler gehören wegen diese Aktion zu den bekanntesten und erfolgreichsten in der gesamten Graffiti-Szene weltweit…
Er hat uns erzählt, dass immer mehr Touristen nach Kolumbien kommen, was erst mal sehr gut für das Land ist, es wird z.B. sicherer, die Infrastruktur wird besser und es kommt „Geld rein“. Der Tourismus hat aber auch seine Schattenseiten wie man zur Zeit in Spanien sieht, er sorgt für steigende Preise und im schlimmsten Fall dazu, dass sich einheimische ihr Leben vor Ort nicht mehr leisten können. Mal schauen, wie sich das entwickelt.
In Bogota sind uns nicht sehr viele Touristen aufgefallen, in Salento allerdings sehr :-D.
Am Nachmittag sind wir nach Usaquen gefahren, hier im Stadtteil findet man jeden Sonntag ein Handwerksmarkt aus schönen Ständen mit selbstgemachtem Schmuck, Klamotten usw. Wir haben auch endlich ein paar schöne Cafés und Restaurants gefunden, davon gab es in La Candelaria gefühlt nicht so viele.
Unsere Zeit in Bogota war ein guter Start, etwas ungewohnt ist die Temperatur dort, im Schatten und abends ohne Sonne kann es ziemlich kalt werden, in der Sonne verbrennt man dann sofort :-D.
Einmal sind wir versehentlich in eine naheliegende Straße eingebogen in die wir besser nicht hätten gehen dürfen… es war super dreckig und auch nicht mehr sicher… wir wurden auch mehrfach gewarnt nicht in den benachbarten Teil zu gehen, dort wurde sogar unser Uber-Fahrer mit dem Auto nervös. Alles schöne hat nun auch einen Schatten…
Mein Fazit der Graffiti-Tour war übrigens, dass sich Deutschland gerne eine Scheibe davon abschneiden könnte und bunter werden darf!Read more
Eine Busfahrt die ist lustig
August 19, 2024 in Colombia ⋅ ☁️ 24 °C
Nach zwei ganzen Tagen Bogota wollen wir endlich was von der schönen Landschaft Kolumbiens sehen, da wir nicht alle Strecken fliegen wollten haben wir einen Bus von Bogota nach Salento gebucht. Um zum Busbahnhof am anderen Ende der Stadt zu kommen, haben wir uns einen Uber gerufen. Auf halber Strecke ging das Auto an der Ampel nicht mehr an, wir standen mitten auf der Straße. Die Fahrerin ist selbstverständlich aufgestanden und hat sich den Motor angeschaut. Ich weiß nicht warum aber irgendwie sind wir total ruhig geblieben und mussten beide lachen obwohl wir wussten, dass es zu einem Problem werden kann. Die Fahrerin wusste scheinbar was sie tut und hat das Auto schnell wieder zum laufen gebracht… ein Glück 😄.
Salento ist eine kleine Stadt in der Nähe des Valle de Cocora (hier wachsen die höchsten Palmen der Welt) dazu kommt noch ein Bericht… außerdem kann man von hier Touren zu verschiedenen Kaffeeplantagen machen. Da ich sowohl Palmen als auch Kaffee liebe ist das also ein MUSS.
Insgesamt hat die Fahrt 8 Stunden gedauert, wäre bestimmt auch kürzer gegangen aber hier läuft die Uhr etwas anders, wir haben an ziemlich jeder Ecke angehalten und jemanden mitgenommen. Auch die Straßen hier sind teilweise nicht so gut ausgebaut. Gott sei Dank habe ich in weiser Voraussicht vorher eine Reisetablette gegen Übelkeit genommen, wir sind ca. 6 Stunden lang Berg auf und Berg ab durch Serpentinen gefahren… da wäre sonst die „K****tüte“ mein bester Freund gewesen. Die Busfahrt war ein echtes Erlebnis, wir waren auch mit zwei Französinnen die einzigen Touristen im Bus. Es hat sich aber gelohnt, die Landschaft hier ist einfach wunderschön! Leider konnte ich nicht viele schöne Bilder machen da der Bus komplett getönte Scheiben hatte.
Mein Highlight war mal wieder eine gute Reiseerkenntnis. Im Bus war es super laut, jeder, ja wirklich jeder hat entweder laut Musik gehört oder mit dem Handy etwas geguckt, laut.. Für uns ist das ziemlich ungewohnt weil wir von klein auf lernen leise zu sein um andere nicht zu stören… in Südamerika ist das anders, hier gilt es nicht als unhöflich laut Musik zu hören oder ohne Kopfhörer einen Film zu gucken, es fühlt sich ja auch niemand davon gestört weil es ganz normal für die Leute ist.
Also nur weil wir etwas lernen und so aufwachsen, heißt das nicht, dass es in anderen Kulturen genauso empfunden wird :-).
Lustig war allerdings, dass am Ende ein Kopfhörerverkäufer in den Bus eingestiegen ist um Werbung zu machen und er hat tatsächlich welche verkauft, sogar dem Busfahrer… :-D vielleicht wandelt sich das ja noch mit der Lautstärke und der Kultur :-D. Hier ist es normal, dass immer mal jemand in den Bus einsteigt und z.B. Chips, Snacks oder Getränke verkaufen will und dann wieder aussteigt…
Wir sind zwar im dunkeln in Salento angekommen aber bisher gefällt es uns hier sehr gut. Es ist auch deutlich touristischer als Bogota und somit auch viel sicherer.Read more
It’s no coffee, it’s a pickle
August 21, 2024 in Colombia ⋅ ☁️ 23 °C
In Salento angekommen wollen wir uns das schöne Valle de Cocora (Tal mit den höchsten Palmen der Welt) anschauen. Die Wachspalmen können bis zu 60 Meter hoch werden. Vor Ort gibt es zwei Wanderwege, wir wollten den längeren (6 Stunden) gehen um noch mehr von der schönen Gegend mitzunehmen. Statt durch das Palmental führte die Wanderung auf einen umliegenden Kipfel. Also sind wir erst mal 1,5 Stunden bergauf gewandert… die Aussicht auf dem Weg war wunderschön und wir hatten nette Begleitung von einem Esel den wir Pablo genannt haben. Er wurde dann von einem Mann auf dem Weg nach oben eingesammelt… Schade. Auf halber Strecke haben wir leider nichts mehr von den Palmen gesehen und entschieden zurück zu laufen und noch die Wanderung durchs Palmental zu machen.
Diese dauerte auch nochmal 4 Stunden, an einem Wasserfall vorbei auf einen Berg mit toller Aussicht und zum Schluss dann zu den Palmen. Anders herum wäre der Weg weniger anstrengend gewesen aber wir wollten es ja so 😅. Insgesamt waren es dann 19 Km und 1400 Höhenmeter, immerhin setzen so die kolumbianischen Leckereien nicht an :).
Einen Tag später waren wir auf einer Kaffeefarm in der Nähe von Salento. Es war sehr interessant, vor allem weil wir beide gerne Kaffee trinken. Kolumbien ist zur Zeit der dritt größte Kaffeeproduzent der Welt. Hier wird ausschließlich Arabica angebaut, dieser schmeckt etwas süßer und milder als Robusta.
Wir haben gesehen, wie Kaffee angebaut, getrocknet und geröstet wird und z.B. gelernt, dass Espresso sogar weniger Koffein enthält als Filterkaffee.
Wir durften erst selbst nach reifen Kaffeefrüchten suchen. Am Ende haben wir die Bohnen in den Mund genommen und den süßen Geschmack getestet. Denis und ich haben zwei schwarze Früchte gesammelt die als zweite Wahl Kaffee gelten, das sind Pflanzen die z.B. von Tieren angefressen wurden aber trotzdem noch nutzbar sind. Als wir sie gezeigt haben, hat uns der Tourguide gesagt, dass es sich um kleine „Gurken“ handelt und nicht um Kaffe… das war wohl nix 😅
Am Ende haben wir dann noch zusammen den Kaffee getestet und die Zeit genossen.Read more
Eine Busfahrt ist noch lustiger
August 23, 2024 in Colombia ⋅ 🌩️ 28 °C
In Salento ist uns aufgefallen, dass abends immer um die gleiche Uhrzeit eine Sirene im Ort zu hören war. Uns wurde gesagt, dass sie an die Nachtruhe erinnert, um die Einheimischen zu schützen. Im ersten Moment sind wir etwas erschrocken als wir sie gehört haben.
Salento hat es uns wirklich gut gefallen, ein toller Ort.
Weiter ging es nach Medellin. Wir haben uns schon gefreut, dass die Busfahrt dorthin etwas kürzer ist also von Bogot nach Salento und wir nicht so spät in Medellin ankommen werden, hier haben wir nämlich nur eine Nacht gebucht, wir dachten 1,5 Tage dort reichen um uns die Stadt anzuschauen. Das war nur leider nichts…. Aus eigentlich 5 Stunden Fahrt wurden 14…
Auf einem Zwischenstopp in Pereira wurde uns gesagt, dass es auf der Strecke nach Medellin ein Problem gäbe und wir komplett außen herum fahren müssen, durch die Berge. Wir hatten natürlich nichts zu essen dabei und waren überhaupt nicht auf so eine lange Fahrt vorbereitet. Einige im Bus sind in Pereira ausgestiegen und haben sich um eine andere Möglichkeit gekümmert, leider gab es keine sinnvolle Alternative für uns nach Medellin zu kommen. Die Fahrt ging 13 Stunden lang durch enge Serpentinen mit nur einer Pause zwischendurch, immerhin hatten wir eine Toilette im Bus und eine schöne Aussicht auf dem Fenster.
Kurz vor Medellin wurden wir dann noch von der Polizei rausgezogen die all unsere Rucksäcke durchsucht hat, ein komisches Gefühl.
Der halbe Tag in der Stadt war somit hin aber wir konnten Medellin noch am nächsten Tag erkunden.
Dort sind wir erst mal mit einem super lieben Uber-Fahrer in die Comuna 13 gebracht worden. Vor einigen Jahres war das noch der gefährlichste Stadtteil in der gefährlichsten Stadt der Welt… heute eine reine Touristenattraktion… es war sehr voll und an jeder Ecke ist eine Souvenirshop, interessant ist es dennoch durch die Straßen zu laufen und sich die vielen bunten Graffitis und Bilder anzuschauen.
Unser Hotel war im Stadtteil El Poblado, hier gibt es unzählige schöne Cafés und Restaurants :-). Am Abend ging es dann für uns nach Guatapé in ein Hotel direkt am See, hier tanken wir ein bisschen Ruhe und entspannen uns bevor es in die Karibik geht. Vorher haben wir uns aber noch den El Penol de Guatapé angeschaut, ein Felsen mitten in der Seelandschaft gelegen, von hier oben hat man einen wunderschönen Ausblick. Durch unsere Wanderungen vorher kamen uns die ca. 600 Stufen nach oben auch gar nicht mehr viel vor :-D.Read more
Von Guatape nach Cartagena
August 25, 2024 in Colombia ⋅ ⛅ 30 °C
Wir hatten in Guatapé noch eine wunderschöne Zeit in unserer eigenen kleinen Hütte direkt am See. Nach einem tollen Abendessen auf unserer Terrasse gab es auch noch eine Überraschung…. Ich habe „JA“ gesagt :-). Es war einfach ein magischer Moment und ein perfekter Abschluss für die Zeit am See.
Danach sind wir von Medellin nach Cartagena geflogen. In Cartagena haben wir im historischen Stadtzentrum übernachtet. Unser Hotel war an sich sehr schön, unser Zimmer leider nicht so ganz. Es war winzig, hatte keine Fenster und war total verschimmelt, was in Cartagena nicht unüblich ist wegen der extremem Luftfeuchtigkeit und den alten Gebäuden. Wir konnten aber am nächsten Tag problemlos das Zimmer gegen ein neues Zimmer mit Balkon wechseln. Die Altstadt ist wunderschön, alles ist super bunt, durch die Straßen ziehen Pferdekutschen und an jeder Ecke findet man gutes Essen. Wir haben noch einen Abstecher ins beliebte Viertel „Getsemani“ gemacht, hier ist gefühlte alles noch bunter, das macht es so besonders.
Der Strand und die Neustadt in Cartagena sind leider nicht ganz so schön. Besonders am Strand wird man als Tourist schnell abgezogen, die Erfahrung mussten wir leider auch machen. Nach einer Tour mit dem Hop on Hop off Bus dachten wir es sein eine gute Idee am Strand ein Bier zu trinken, dort waren wir die einzigen Touristen und das ist nicht nur uns aufgefallen… schnell kam eine Person nach der anderen die uns etwas verkaufen wollte…. Bis eine Gruppe von vier Männern kamen die uns einen Song vorgerappt haben, sie haben uns und unsere Namen in Ihren Song mit einbezogen und auf eine komische Art und Weise war es auch lustig auch wenn sie sehr aufdringlich waren… danach haben sie uns natürlich dafür ordentlich Geld aus der Tasche gezogen, bzw. nicht locker gelassen als wir ihnen was gegeben haben. Danach wollten wir das Bier zahlen und schnell zurück zum Bus gehen, ich hatte nur einen größeren Schein und dachte die Bar kann mir Wechselgeld geben… auf das mussten wir sehr lange warten… wenn wir nicht ein Pärchen dort nach Hilfe gefragt hätten und hartnäckig geblieben wären hätten wir es wohl nie zurückbekommen…. Solche Erfahrungen gehören dazu, so eine private Gesangseinlage bekommt man schließlich auch nicht alle Tage… :-D
Einen Tag hatten wir Vormittags Regen in Cartagena, das war eigentlich gut da zu der Zeit nicht so viele Touristen unterwegs waren und wir die Stadt ein bisschen ruhiger erkunden konnten.
Nach drei Tagen haben wir wieder das Bedürfnis nach Natur und Ruhe verspürt, also haben wir unsere restliche Zeit verplant und entschieden nach Santa Marta zu fahren. Eigentlich wollten wir noch ein paar Tage auf einer der schönen Inseln vor Cartagena verbringen aber leider waren wir etwas zu spontan und hatten nur noch Partyhotels zur Auswahl.
Die Busfahrt nach Santa Marta war wie immer ein Erlebnis :-D es war laut, von den Gerüchen möchte ich gar nicht erst berichten und wir haben wieder einzige Stopps gemacht. Diesmal sind sind wir aber wirklich nur 5 Stunden gefahren :-D. Gegen Ende gab es wieder eine kleine Verkaufsveranstaltung im Bus, diesmal konnte man zwischen Glätteisen, Smartwatches und Parfüm wählen…
In Santa Marta angekommen haben wir festgestellt, dass der Ort selbst nicht der schönste ist aber wir haben ein traumhaftes Hotel direkt am Meer! Der Besitzer hat direkt einen Tequila mit uns getrunken und uns herzlich empfangen. Hier fühlen wir uns wohl und bleiben erst einmal zwei Nächte. Danach geht es weiter nach Minca nicht weit von Santa Marta im Regenwald.Read more
Regen und wohlfühlen
August 31, 2024 in Colombia ⋅ ⛅ 28 °C
Am letzten Abend ins Santa Marta wurden wir vom Besitzer des Hotels zum grillen eingeladen. Mit Freunden der Besitzer aus Uruguay und Brasilien durften wir erleben wie in Kolumbien gegrillt wird. Es wurden immer ein paar Steaks gebraten und dann in kleine Stücke geschnitten und rumgereicht bis der Teller leer war, dann gab es noch für jeden einen Tortilla mit Chicharron das gebratener Schweinebauch der hier sehr oft gegessen wird. Wir hatten einen wirklich tollen Abend, die meisten am Tisch konnten auch ein bisschen englisch, sodass wir uns ein bisschen unterhalten konnten. Toll eine solche Erfahrung machen zu dürfen.
Auf unserem Zimmer befand sich eine Staffelei mit Farben, damit haben wir zum Abschied noch ein kleines Bild gemalt. Uns hat es dort so gut gefallen, dass wir eine zusätzliche Nacht dort gebucht haben bevor es wieder zurück nach Deutschland geht.
Uns wurde Minca, ein kleiner Ort, ca. 1 Stunde von Santa Marta entfernt im Dschungel als kleiner Geheimtipp angepriesen, also sind wir dort hingefahren. Dort angekommen wurden wir jeweils von einem Motorrad zum Hotel gefahren da die Straßen dort mit dem Auto so gut wie nicht befahrbar sind. Wir hatten einen kleinen Bungalow mit Blick in den Wald. Minca ist ein kleines Dorf mit vielen Cafés und Restaurants. Von hier aus kann man ein paar Wanderungen machen, wir haben eine Wanderung zu zwei Wasserfällen gemacht und hatten Glück trocken geblieben zu sein, hier im Dschungel gewittert es abends sehr oft und das ist kein normaler Regenschauer… einmal haben wir ca. 1,5 Stunden in einem Café gewartet bis der Regen weniger wird und sind dann leider doch im strömenden Regen in die Unterkunft zurück gelaufen, die Straßen waren unter Wasser, aber irgendwie war es wieder ein Erlebnis :-D.
Für die letzten Tage in Kolumbien haben wir uns einen Bungalow etwa 2 Stunden von Minca entfernt gebucht. Den hat uns ein Freund von mir aus Schulzeiten empfohlen. Der Weg dorthin war ganz typisch nicht ganz unkompliziert… :-D
In Minca und Santa Marta gibt es leider kein Uber sondern eine andere App namens inDrive, man gibt sein Ziel ein und einen Preis den man für die Fahrt zahlen möchte und ein Fahrer akzeptiert dann hoffentlich die Fahrt. Wir haben für die zweistündige Fahrt sehr schnell einen Fahrer gefunden… der hat uns allerdings, als wir schon im Auto saßen dann gesagt, dass er dachte das Ziel wäre näher daher möchte er jetzt mehr Geld für die Fahrt haben, wir haben dank Übersetzerapp versucht ihm zu vermitteln, dass das Ziel von Anfang an klar in der App angegeben war aber damit kamen wir nicht weit… als wir uns auf einen Preis geeinigt haben (der natürlich dann höher war als von uns vorher angegeben)… standen wir in Santa Marta erst mal im Stau da dort eine große Protestaktion auf der Straße stattfand. Wir haben aber auch ein Glück mit den Straßen hier… :-D neben uns stand ein amerikanisches Pärchen, die Taxifahrer haben sich unterhalten und dann vorgeschalgen, dass wir uns mit dem Pärchen die Fahrt teilen, in einem kleinen Bus. Dieser Bus ist fast auseinander gefallen, mit hat es gewundert, dass er überhaupt noch gerollt ist. Unser Rucksack wurde auf dem Dach platziert und erst gesichert als wir aus dem groben Verkehr raus waren… wir hatten schon ein bisschen Angst den Rest unserer Reise ohne Klamotten leben zu müssen :-D, am Ende ging zum Glück alles gut und wir sind angekommen. Auf solchen Reisen ist alles deutlich chaotischer und wilder aber am Ende funktioniert es, man muss sich einfach darauf einlassen und Ruhe bewahren. Uns war nicht bewusst, dass die schöne Unterkunft mit unserem Bungalow mitten im Nirgendwo im Dschungel ist, es ist tagsüber wunderschön aber Nachts verwandelt sich der Wald ein wenig in eine, ich nenne es mal Horrorumgebung :-D da hier keine Menschen sind, haben die Tiere und Insekten freie Bahn und es kommt alles zum Vorschein, riesen Spinnen, so groß wie meine Hand, riesen Kakerlaken… alles ist gefühlt 10 mal größer als bei uns… in unserem Bungalow sind ziemlich viele Spinnen und die Geräuche die man Nachts hört… da wir mitten im Wald sind haben wir auch keinen Empfang…
Unsere Gastgeber sind ein Paar mit kleiner Tochter, sie kommt aus Deutschland und er aus Peru, sie haben sich hier ein richtiges Paradies aufgebaut mit Katzen, Hund und Hühnern, sehr schön :-), für mich wären es auf Dauer zu viele gruselige Insekten :-D. Mehr dazu im nächsten Bericht…Read more
Der Abschluss
September 6, 2024 in Colombia ⋅ ☁️ 29 °C
Auf der einen Seite sind die drei Wochen geflogen, auf der anderen Seite haben wir so viel erlebt, dass es mir vorkommt als wären wir Monate lang unterwegs gewesen. Wir sitzen gerade am Flughafen in Bogota und denken über unsere Reise nach…
Wir sind beide keine großen Fans davon den ganzen Tag nur am Pool zu liegen und nichts zu tun also haben wir beschlossen einen Tagesausflug nach Palomino zu machen, das ist ein kleines Städtchen oben im Norden Kolumbiens nicht all zu weit weg von der Grenze Venezuelas. Erst einmal mussten wir den Weg von unserer Unterkunft nach unten in die Zivilisation laufen, dort haben wir uns einfach an den Straßenrand gestellt und dem nächsten Bus gewunken, das klappt hier ziemlich gut. Nach ca. 30 Minuten Fahrt sind wir angekommen. Palomino ist direkt am Meer und sehr beliebt bei Hippies. Es gibt unzählige Geschäftchen und Cafés die sehr entspannt wirken. Uns hat es dort gut gefallen, wirklich viel zu erzählen gibt es allerdings nicht dazu. Abends ging es dann wieder zurück in den Dschungel. Wir hatten mal wieder Glück denn direkt nach der Ankunft hat es wieder ordentlich gewittert.
Am letzten Tag im Dschungel bei Fiona und Helmut (das Pärchen mit den Bungalows im Wald) haben wir nochmal eine kleine Tour mit Helmut auf einen kleinen Berg durch den Wald gemacht, er hat ein riesige Grundstück und hat uns gezeigt wo er Avocados anbauen möchte. Im Tal, neben seinem Grundstück steht ein kleines Häuschen mit Strohdach, hier lebt eine Indigene Familie, leider fällt mir der Name des Volkes nicht mehr ein, sie leben noch komplett ursprünglich, sprechen eine ursprüngliche Sprache und haben weder Strom noch moderne Medien. Schön, dass es so etwas noch gibt und die Familie, vor allem vor Touristen in Ruhe gelassen wird. Helmut hat uns viele Interessante Dinge über die Pflanzen dort erklärt und wir hatten einen tollen Ausblick ins Tal und auf das Meer. Nach unserem Abendessen welches Helmut immer selbst gekocht hat gab es noch einen kleinen Nachtisch den Fiona extra für uns gebacken hat. Die beiden waren mal Flugbegleiter bei Emirates und haben in Dubai gelebt, wollten aber Kinder und lieber in der Natur leben, also haben sie sich dazu entschieden in Kolumbien, mitten im Dschungel ihr kleines Paradies aufzubauen. Sie sind wirklich herzliche Menschen und ich bin froh die Zeit bei Ihnen verbracht zu haben.
Unsere letzte Nacht in Kolumbien haben wir in Santa Marta verbracht, im gleichen Hotel wie vorher bei dem Mexikaner der uns zum grillen eingeladen hat. Bevor wir eingecheckt haben, sind wir nochmal für ein paar Stunden in die Innenstadt in Santa Marta gefahren, die ist wirklich nicht besonders schön, es gibt gefühlt zwei schöne Straßen, der Rest geht so. Zurück im Hotel war der Besitzer auch wieder da. Wir haben uns mit ihm unterhalten, gegessen und getrunken, zum Schluss hat er uns noch eine Packung Kaffee aus der Region geschenkt und uns alles gute gewünscht. Unser Plan war es, die letzte Nacht vor unserer Rückreise nochmal gut zu schlafen und ausgeruht zurück zu fliegen, das haben unsere Zimmernachbarn allerdings anders gesehen und um 11 Uhr abends erst mal die Musik aufgedreht :-D. Kolumbianer lieben laute Musik, am besten rund um die Uhr, auf unserer gesamten Reise haben wir das immer wieder mitbekommen, für uns natürlich ein totaler Kulturschock, denn Ruhe gibts es selten :-D. Ein paar deutsche die wir unterwegs getroffen haben, waren der gleichen Meinung. Jedes Land ist eben anders :-).
Da wir keine weitere Nacht in Bogota verbringen wollten, sind wir von Santa Marta nach Bogota geflogen. Um uns nicht zu stressen oder aufgrund von Verspätungen den Flug nach Deutschland zu verpassen haben wir uns ein paar Stunden Puffer eingeplant ungefähr 8 Stunden 😅 die verbringen wir am Flughafen in Bogota. Momentan gibt es in Kolumbien überall Proteste auf den Straßen weil das Benzin hier sehr teuer geworden ist, daher kommt es aufgrund von Straßenblockaden zu großen Staus und Ausfällen, für uns ist es leider unmöglich nochmal in die Stadt zu fahren weil wir nicht wissen ob wir zurück zum Flughafen kommen würden also entspannen wir hier am Flughafen ein bisschen bis der Flug nach Frankfurt startet.
Wir hatten in Kolumbien drei wirklich aufregende Wochen, wir haben sehr viel gesehen und erlebt. Die Erinnerungen bleiben und die Freude auf Zuhause steigt.
Ich sage immer, man kommt nie als die gleiche Person nachhause als vor der Reise, man nimmt immer etwas mit das bleibt :-)Read more




































































































































Sehr schöne Bilder, habt einen schönen Urlaub. Gruß Hermann [Hermann]
Beeindruckend, wir sind begeistert. [Thomas und Ellen]