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  • Day52

    Cat Ba Island, Vietnam

    March 30, 2017 in Vietnam ⋅ ☀️ 30 °C

    Nachdem wir in Sa Pa nicht so viel Glück mit dem Wetter hatten und uns auch in Halong der ein oder andere Regenschauer einholte, starteten wir am 30.03. voller Vorfreude in Richtung "Cat Ba Island". Der Besitzer unseres Guesthouses in Halong wurde kurzer Hand zum Taxi-Fahrer und brachte uns zur Anlegestelle der Fähre, die uns zur Insel bringen sollte. Wir hatten bereits am Vortag alles nötige in Erfahrung gebracht und organisiert, so dass wir wie geplant die Fähre besteigen konnten und pünktlich am Hafen ablegten. Die Fahrt mit der Fähre offenbarte uns nun auch den Anblick, weswegen wir eigentlich nach Halong gekommen waren. Um uns herum ragten die grün bewachsenen Felsen in den unterschiedlichsten Größen und Formen aus dem Wasser heraus. Dieses Labyrinth von Steinen zog einen sofort in seinen Bann. Man fühlte sich wie in einem der Filme von 'Fluch der Karibik', in dem jeden Moment aus den Nebelschwaden ein riesiges Geisterschiff auftauchen oder sich eine gigantische Krake mit ihren Tentakeln um den Bug unserer Fähre schlingen würde. Gefesselt von dieser mystischen Stimmung, verging die Fahrt wie im Flug. Auf der Insel angekommen stand auch bereits ein kleiner Bus bereit, der die Schiffspassagiere, die ohne Scooter oder Auto mit der Fähre gekommen waren, in das Zentrum der Insel, nach "Cat Ba City" zu bringen. Die einzige große Straße, die auf der Insel existierte, führte durch die wunderschöne Landschaft mit saftigem Grün, Hügeln und Bergen die Serpentinen entlang in die kleine und überschaubare Stadt Cat Ba. Hier gefiel es uns auf Anhieb und auch unser Hotel hatten wir schnell gefunden. Wie sich herausstellte, war gerade ein großes Fest zum Auftakt des Tourismus und der Sommerzeit im Gange, so daß das Zentrum und die Hauptstraße am Ufer, an der sich unser Hotel befand, gesperrt waren und sich die Menschen an der Uferpromenade tummelten. Von unserem Balkon mit Meerblick aus, konnten wir das bunte Treiben also bestens beobachten.
    Nachdem wir uns etwas aklimatisiert und einen Plan für die nächsten Tage aufgestellt hatten stand fest, dass wir zwei Nächte auf Cat Ba verbringen, dann eine zweitägige Bootstour inklusive Übernachtung auf dem Boot durch die Halong Bucht machen würden, um dann noch zwei weitere Nächte in unserem Hotel auf Cat Ba zu bleiben. Dem zweitägigen Bootstrip wollen wir einen extra Beitrag widmen, um all die Eindrücke zusammenfassen zu können.
    Die ersten beiden Tage auf Cat Ba verbrachten wir also ganz entspannt mit längeren Spaziergängen an der Uferpromenade an den Felsen entlang zu ruhig gelegenen Stränden, genossen den wunderbaren Ausblick und die Ruhe. Zum Baden war es allerdings auch hier noch etwas zu kalt und ein/zwei Regenschauer mussten wir auch hier abwarten. Dafür lud der Küstenweg mit herrlicher Kulisse zum Joggen inklusive Treppentraining ein. 😎
    Natürlich ließen wir uns auch das Geschehen an der Uferpromenade nicht entgehen, schauten uns unter anderem das Drachenbootrennen oder den Auftritt der vietnamesischen Cheerleader (!!!) an.
    Als wir von unserer Bootstour zurückkehrten, liehen wir uns für einen Tag einen Roller aus, fuhren zum Nationalpark von Cat Ba und der "Hospital Cave". Für den Nationalpark hatten wir uns diesmal nicht so gut vorbereitet, denn anders als bei unseren bisherigen Besuchen in den Nationalparks, konnte man hier nicht mit dem Roller durch fahren, sondern 'musste' laufen. Grundsätzlich ja kein Problem für uns und glücklicherweise hatten wir auch geeignetes Schuhwerk an, nur führte der Weg zum Gipfel des Berges und damit des Aussichtspunktes des Nationalparks durch dicht bewachsenen, dschungelähnlichen Wald und in diesem tummeln sich natürlich unzählige Moskitos! Tja, und was macht man, wenn man kurze Sachen an und keinen Mückenspray dabei hat!? Genau, man läuft und klettert so schnell wie möglich den Gipfel hinauf, in der Hoffnung, dass man dabei nicht völlig aufgefressen wird! Ist ja fast wie mit Fahrtwind während des Rollerfahrens. 😂 Der Ausblick über die Insel, die grünen Hügel und Berge, die Geräusche des Waldes und die Luft entschädigte dafür allerdings jeden einzelnen Mückenstich, den wir davon tragen mussten!
    Im Anschluss ging es zur Besichtigung in die "Hospital Cave", eine Höhle, in die während des Vietnamkrieges ein Krankenhaus sowie weitere Räumlichkeiten hinein gebaut wurden. Bis zu 200 Menschen fanden darin Schutz vor der Bebombung. Die Höhle befindet sich in einem großen Felsen und ist von Außen kaum sichtbar, da alles mit Pflanzen zugewuchert ist. Gegenüber des Waldstückes, in dem sich die Höhle befindet, ist ein kleines Restaurant, in dem wir noch einen Kaffee tranken. Der Besitzer des Restaurants erzählte uns von seinem Onkel, der damals selbst in der Höhle untergebracht war.
    Am 04.04. ging es nach knapp sechs Tagen zurück aufs Festland. Schweren Herzens verließen wir diese wunderschöne Insel mit ihrer entspannten Atmosphäre und fuhren, diesmal mit einem anderen Schnellboot, eine andere Route nach Haipong, um von da aus mit dem Bus nach Hanoi zu fahren.
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