• Es ist unvermeidbar...

    September 18 in Sweden ⋅ ☁️ 16 °C

    ... aber wir müssen wieder nach Hause fahren. Der Urlaub geht zu Ende und das wird von Tag zu Tag deutlicher.

    Letzte Nacht verbrachten wir an einer Lichtung auf dem Plateau Hunneberg. Ein Elch-Domizil. Aber wir haben die ganze Nacht nichts von Elchen mitbekommen. Kurz nach 6 Uhr wachten wir auf, haben uns umgezogen und sind direkt losgefahren. Nochmal über den Ringsvägen rund um den Berg. Vielleicht sehen wir ja doch noch einen Elch in der Morgendämmerung?

    Nach etwa einer halben Stunde sah Tim im Rückspiegel einen Hund. Hä? Ein Hund? Ganz allein? Und tatsächlich, es dauerte nicht lang und er rannte neben und vor unserem Auto her. Ein Hund in bunter Warnweste mit Stacheln dran. Und Antennen hatte der Hund auch noch. Er freute sich und begrüßte uns und begleitete uns ein paar Minuten. Blieben wir stehen, blieb er stehen, wedelte mit dem Schwanz und kam zu uns ans Fenster. Sind wir weiter gefahren, rannte er wieder mit. Irgendwann schien er eine Spur gewittert zu haben und verschwand wieder im Wald.

    Wir haben noch nie so eine Hundewarnweste mit Stacheln gesehen und haben das dann gleich mal recherchiert. Diese Hunde sind nordische Jagdhunde, auch Jämthunde genannt. Ganz lautlos suchen sie im Wald nach Elchen und verfolgen die Spuren. Wenn sie den Elch gefunden haben, umkreisen sie ihn. Und erst wenn der Elch stehen bleibt, fängt der Hund rhythmisch an zu bellen, so dass der Jäger Bescheid weiss und dazu kommen kann. Dafür ist auch das GPS am Hund sinnvoll.

    Naja, bis auf den Wuffel haben wir keine Tiere weiter gesehen. Also fuhren wir zurück zum Schlafplatz und dort packten wir nun erstmal unser Schlaf-Setup zusammen. Danach gab es Frühstück! Ich, Cindy, versuchte noch ein paar Vögel zu fotografieren, die meine App am Zwitschern erkannt hat, aber nichts. Es sollte einfach nicht sein.

    Heute stand erst einmal wieder eine lange Strecke Autobahn an. Unser erstes Zwischenziel war ein kleines Fischerdorf mit Meerblick. Hier haben wir ganz viele Komorane gesehen.

    Später fuhren wir auf die Halbinsel Falsterbo. Dort spazierten wir etwas, als wir von einem großen Regenguss überrascht wurden. Da wir am letzten Abend in Schweden sowieso in ein Restaurant gehen wollten, flüchteten wir uns gleich in eins. Dort gab es Abendessen und danach haben wir noch einen Schlenker über den Strand und die Dünen gemacht.

    Als wir zurück zum Auto kamen, sind wir erstmal erschrocken. Auf dem Schotterparkplatz stand unser Auto in einer riesengroße Pfütze. Ringsherum viel Wasser. Tim kletterte über die Beifahrer-Schiebetür relativ trocken ins Auto und kletterte dann vor auf den Fahrersitz. Ich wartete darauf, dass er mich an einer trockneren Stelle wieder einsammelt.

    Dann sind wir direkt zum Schlafplatz gefahren. Ein schöner Platz am See und es stand auch keiner dort. Aber es dauerte nicht lange, da kamen noch 2 Jungs aus Berlin mit ihrem PKW dazu. Mit denen haben wir noch kurz gequatscht.

    Morgen Vormittag nehmen wir die Fähre zurück nach Deutschland. Die Heimat ruft.
    Read more