• Von Nordendorf nach NY

    June 18, 2025 in the United States ⋅ ☀️ 26 °C

    Nach 6 Monaten Vorfreude ist es nun soweit. Familie Behringer inkl. Heyduck fliegt nach New York City. Leider mussten wir uns bereits von einem Reisegefährten verabschieden. Mama kann aufgrund des Sturzes in Frankreich vor 3 Wochen nicht mitfliegen - Fraktur Kreuzbein. Da wäre ein Power-Sightseeingtrip in der größten Stadt der USA tatsächlich nicht das cleverste. 

    Somit waren es nur noch vier: Papa, Andi, Tobi und ich.

    Wir starten um 6:45 Uhr beim Bäcker Liepert und kaufen fleißig ein. Ohne Wiener im Brezenteig kann dieser Urlaub auf keinen Fall starten. 
    Wir genießen das letzte Mal humane deutsche Preise. Während wir zum Flughafen fahren, frage ich mich, was wohl heute wieder alles schief gehen kann. Tobi und ich haben in Sachen Fluganullierung leider nicht die beste Quote. 

    Die erste Herausforderung wird unser Anschlussflug von London nach New York. Wir haben genau 75 Minuten Zeit, was die vorgegebene Mindest-Umstiegszeit am Heathrow Airport ist. Aber sonst wäre es ja auch langweilig. Wir machen uns bereits Gedanken, wer die besten Sprint Fähigkeiten hat und voraus geschickt wird. Erste Aufwärmübungen werden durchgeführt. 
    London erwartet uns überraschend mit strahlendem Sonnenschein. Da wir früher landen als geplant, meistern wir den Umstieg gekonnt. Im Nachhinein hätten wir die Rolltreppen garnicht so hoch rennen brauchen.

    Nun liegen knapp 8 Stunden Flug vor uns und es geht über den großen Teich. Andi zieht sich gleich mal 2 Teile von Herr der Ringe rein und ist somit 5 Stunden beschäftigt. Tobi entscheidet sich für 2 Gläschen Wein.
    8 Stunden später schenkt uns der Pilot tatsächlich einen Flug direkt über New York. Wir sind begeistert über unseren ersten Blick auf diese riesige Stadt. Allein der Central Park ist ein riesiger dunkler Fleck zwischen all den Hochhäusern. Wahnsinn!

    Motiviert steigen wir aus dem Flieger, doch dann stehen wir ungläubig vor der Passkontrolle. Weit mehr als 500 Menschen stehen vor uns in der Schlange. Es sitzen lediglich 2 Beamte am Schalter. Nachdem sogar die Halle für die ganzen Menschen nicht mehr ausreicht, werden endlich noch weitere Schalter geöffnet. Ein kleines Gefühl der gewollten Schikane erschleicht uns. Ca 1 1/2 Stunden stehen wir in der Schlange, bevor wir endlich einreisen dürfen. Mit der U-Bahn geht es nach Manhattan zu unserem Hotel. Gott sei Dank hat Papa doch noch US Dollar als Bargeld mitgenommen, nachdem der Ticketautomat etwas gegen unsere Kreditkarten hatte.

    Kurze Verschnaufpause, dann wollen wir noch den Timessquare unsicher machen und noch etwas gescheites essen. Im Hard Rock Cafe New York begrüßen uns die New Yorker Wucherpreise, die Burger waren trotzdem lecker. Mein Mojito war überraschend stark, sodass ich hoffe, dass mich meine 3 Begleiter schon irgendwie mitziehen werden. Obwohl es bereits dunkel ist, hat man auf dem Timessquare das Gefühl es wäre Tag. Alles leuchtet, scheint, blitzt und viele viele Leute wuseln vor sich hin. Wir sind überwältigt. Garnicht so einfach, dass wir uns gegenseitig nicht verlieren. Wir lassen den Flair und die Reizüberflutung auf uns wirken. Um 4:30 Uhr deutscher Zeit sitzen wir wieder in der U-Bahn und mir fallen schon fast die Augen zu.
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