• Bilbao, erstes Anschnuppern!

    8. Mai in Spanien ⋅ ⛅ 16 °C

    ...klarte es wieder auf, plötzlich war wieder blauer Himmel da, die Luft nach dem Regen total frisch, alles wirkte komplett verändert. Also zack zack, nochmal schnell los.

    Eigentlich wollten wir unbedingt noch die berühmten Bilbao-Buchstaben mitnehmen, dort den Sonnenuntergang genießen und unser finales Abschlussbier trinken. Das wäre eigentlich der perfekte Tagesabschluss gewesen. Das Fahrradfahren selbst hat auch wirklich richtig Spaß gemacht. Bilbao mit dem Rad und die Stadt hat uns da total überrascht, super Fahrradwege, entspannte Atmosphäre, diese klare Luft nach dem Gewitter, wirklich herrlich.

    Dann kam allerdings das komplette Horrorerlebnis. 😡😡😡

    Google hat uns völlig falsch geschickt. Plötzlich ging es brutal steil einen Berg hoch und irgendwann hörte der Weg einfach auf. Stattdessen standen wir vor einem schmalen Wanderpfad mit einem völlig matschigen, durch den Regen aufgeweichten Steilabsatz. Erst dachten wir noch, komm, irgendwie schaffen wir das. Nach vielleicht hundert Metern war aber klar, keine Chance. Wir mussten die Räder durch den Schlamm schieben. Alles war voller Matsch, die Schuhe, die Fahrräder, wir waren einfach nur komplett genervt. Da fragt man sich schon, warum Google einen da überhaupt hochschickt.

    Währenddessen zogen von der anderen Seite schon wieder die nächsten dunklen Wolken heran. Auf dem Berg war inzwischen auch nichts mehr mit Sonnenuntergang oder goldenen Lichtstrahlen. Also okay, Bilbao-Schriftzug abhaken, das wird heute nichts mehr. 🙄

    Wenigstens noch einmal kurz zum Guggenheim Museum, allein dafür hat sich das Ganze dann aber doch gelohnt. 🤩🤩🤩

    Dieses Gebäude hat mich komplett umgehauen. Wirklich. Ich glaube, ich habe noch nie Architektur gesehen, die bei jedem Wetter so anders wirkt. Nach dem Regen glänzten die Titanplatten fast wie flüssiges Metall, dann spiegelte sich wieder der Himmel darin, kurz darauf kamen dunkle Wolken und plötzlich sah alles fast surreal aus. Man versteht sofort, warum dieses Gebäude weltweit als Meisterwerk gilt. Der Architekt Frank Gehry hat da etwas geschaffen, das gleichzeitig chaotisch, futuristisch und trotzdem irgendwie organisch wirkt. Selbst wenn man nur kurz davorsteht, schaut man die ganze Zeit wieder in einen anderen Winkel.

    Direkt davor steht auch die berühmte riesige Spinne „Maman“ von Louise Bourgeois. Die Skulptur ist über neun Meter hoch und wirkt gleichzeitig faszinierend und leicht unheimlich. Louise Bourgeois hat die Spinne übrigens als Symbol für ihre Mutter geschaffen, nicht als Monster 🤣, sondern eher als Beschützerin und Weberin. Gerade nach diesem Gewitterabend, mit den dunklen Wolken über Bilbao, hatte das dort schon eine spannende Atmosphäre.

    Wir haben wirklich nur einen ganz kleinen Eindruck bekommen, weil wir komplett kaputt waren und es schon ziemlich spät wurde. Voll war es dort trotzdem auch ohne Ende. Wahrscheinlich kamen nach dem Regenschauer nochmal alle raus, Freitagabend, Wochenende, plötzlich war überall wieder Leben. Aber selbst dieser kurze Moment hat gereicht, um zu merken, das hier ist einfach ein absolutes Highlight.

    Ja, ihr müsst da jetzt durch, die nächsten zwei Bilbao-Tage kommen noch einige Bilder und Eindrücke vom Guggenheim.😅😅😅 Dieses Gebäude sieht wirklich bei jeder Wetterlage komplett anders aus.
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