• Auf & abseits des Icefield Parkways

    24.–26. aug. 2024, Canada ⋅ ☁️ 13 °C

    Gesagt, getan. Den Campspot für die nächsten 2 Nächte hatten wir schon lange als Pin bei Google Maps markiert, er war uns auch von unterschiedlichen Reisenden (unter anderem 2 Kanadier,die hier einen Monat als freiwillige Feuerwehrleute bei den Waldbränden geholfen hatten) empfohlen worden. Er befindet sich nämlich nur 10km östlich vom Ausgang des Nationalparks am Saskatchewan River Crossing, der einzigen Tankstelle auf dem 263km langen Icefields Parkway und ist trotzdem sehr abgeschieden.

    So fuhren wir mit ein paar obligatorischen und auch sehenswerten Fotostops dort hin und widmeten uns neben dem Entspannen in der Hängematte und lesen wichtigen Dingen wie Holzhacken und Lagerfeuer machen.
    Auch die Drohne durfte ein paar mal ausfliegen (strengstens verboten in den Nationalparks). Zum Waschen (Geschirr & Körper) ging es zum/ in den eiskalten Fluss.

    Nach 2 Nächten ging es weiter entlang des Parkways und weiter zwischen den Berggipfeln zu den Gletschern. Eins der beliebtesten Touristenziele ist das Columbia Icefield, auf das man sogar mit Bussen 🚌 drauffahren kann...ehrlicherweise hat sich uns die Faszination der Tatsache in einem Bus aufs Eis zu fahren nicht ganz erschlossen, die Gletscher angeschaut haben wir uns aber gerne, bevor es weiter in Richtung Jasper ging.
    Hier änderte sich die Landschaft nach einiger Zeit in dramatischer Weise, da hier innerhalb des letzten Monats ein Großteil der Wälder des Nationalparks durch Waldbrände zerstört wurde. Man durfte auf der Strecke nicht anhalten, aber wir waren schon froh, durchfahren zu dürfen, die Straße war nämlich bis zwei Tage zuvor gesperrt gewesen und wir hatten uns schon auf einen ca. 4 stündigen Umweg gefasst gemacht...

    Nebst den vielen abgebrannten Bäumen sahen wir in der Nähe des Ortes Jasper auch einige abgebrannte Lodges, wo nur noch der steinerne Schornstein in der Asche stand und auch vor den Pförtnerhäuschen des Nationalparks hatten die Feuer nicht Halt gemacht. Insgesamt war es sowohl beeindruckend als auch beklemmend, die direkten Auswirkungen solcher verheerenden Brände zu sehen.
    Da kamen leichte Erinnerungen an die Buschbrände in Australien 2019 auf, wobei wir hier ja "nur" die Effekte sahen, es hatte nämlich auch in der letzten Woche viel geregnet und so waren die Feuer glücklicherweise unter Kontrolle bekommen worden.
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