Welcome to BC: der Yellowhead Highway
26. august 2024, Canada ⋅ ☀️ 20 °C
Nach Jasper gab es wieder nur eine Richtung: gen Westen. Der Yellowhead Highway ist nach einem berühmten, blonden Pelzhändler benannt, der, wie viele andere, auf dem Weg nach Handelspartnern und Möglichkeiten, Geld zu machen, Richtung Westen gereist ist. Auf dessen Spuren fahren wir durchs zentrale British Columbia, eine Strecke, die bei sonstigen Urlaubstouren allenfalls gestreift wird. Die größte Stadt ist Prince Rupert und nach den Rocky Mountains fahren wir hier eher wieder durch hügelige, etwas langweiligere Gebiete, die dann aber erst von Seen (Fraser Lake) und später von schönen Flüssen, teilweise mit Canyons abgelöst werden, je näher wir den Coastal Mountains kommen.
In Telkwa beobachten wir etliche Fliegenfischer, in der Provinzhauptstadt Smithers lernen wir beim Abendessen in einem Pub (die meisten Rsstaurants sehen von außen richtig verramscht aus, sind dann aber proppenvoll und recht gemütlich) eine vor 30 Jahren ausgewanderte Deutsche kennen, die uns weiteres zur Region erklärt.
Richtig schön wird es nochmal am Skeena River, der in Richtung Mündung etliche Zuflüsse und Wasserfälle aus den Gebirgen hat, die uns extrem an Island erinnern...bei der Erinnerung hilft auch das Regenswetter, welches uns, passend zu den wunderschönen gemäßigten Regenwäldern hier eingeholt hat und die Berge in einen "mystischen" Nebel tunkt.
Außer 2 Schwarzbären, die den Highway kreuzen, ist ansonsten nicht viel los.
Für die letzte Nacht vor unserem Ziel Prince Rupert biegen wir nochmal vom Highway ab auf einee 15km Schotterpiste, die zu einem Holzfällerbetrieb gehört. Unser Ziel: eine Bootsrampe, die das Ende eines riesigen Fjords markiert: unser erstes Beschnuppern der Pazifikluft....Haben wir tatsächlich das zweitgrößte Land der Erde von Ost nach West komplett durchquert?
Es ist wahr: am nächsten morgen, als der Regen sich verzogen hat und die Feuchtigkeit aus den Wäldern aufsteigt, schnuppern wir salzige Luft und nähern uns dem Wasser. Zu weit INS Wasser wollen wir nicht, da sehen wir riesige Quallen, die auch den Walen und Robben hier als Nahrung dienen. Letztere sehen wir auf unserer kleineren Paddelrunde, die Wale verirren sich wohl nicht ganz ans Ende des Fjords. AUF dem Wasser können wir jedoch die wunderschöne Natur ungestört genießen. Zu weit wollen wir uns nicht von Wolke entfernen, wir müssen die Gezeiten im Auge behalten, die uns schneller einholen, als uns lieb ist. Nach 2 Mal Umparken auf höheres Gelände genießen wir den Rest des sonnigen Nachmittags hier ganz alleine (mit Ausnahme eines Fischers, der hierher zurückkehrt und sein Boot aus dem Wasser holt).Læs mere


















