Yosemite, you blow our minds
16.–18. okt. 2024, Forenede Stater ⋅ ☀️ 13 °C
Damit hatten wir garnicht gerechnet, als wir von Südwesten aus den Nationalpark ansteuerten. Klar, den Namen kennt man und hat ihn bestimmt auch falsch ausgesprochen, bevor man eines Besseren belehrt wurde, aber auf einmal waren wir gedanklich bei den ersten Indigenen, die hier dieses Tal mit seiner Pracht entdeckten und sich hier niederließen, umgeben von Steilwänden aus Granit zu 3 Seiten.
Zum einen kann man sich mit dem Auto durch das Valley zu schönen Aussichtpunkten wie dem Tunnel View, den Bridalveil Falls und der El Capitan Meadow leiten lassen, für andere Sehenswürdigkeiten muss man die Beine anstrengen. So machten wir uns bei wechselhaftem Wetter auf zu weiteren Wasserfällen, wurden aber direkt von Regen überrascht und Henrike war nach spätestens 30 Minuten komplett durchnässt. Hendrik wenig später auch, trotz Regenjacke. Die Wanderung war noch lange nicht vorbei, die insgesamt fast 600 Höhenmeter mussten bis zur Basis des Wasserfalls überwunden werden, der kalte Wind nahm mit der Höhe zu. Naja, wenn einem kalt ist bleibt man zumindest nicht stehen.
Hoch ging es durch ein enges Tal mit tollen Felsformationen zu mystisch anwirkenden Wasserfällen. Fast im Laufschritt ging es weiter den Rundweg entlang und wieder ins Tal hinunter, wo es dann ganz passend aufhörte zu regnen und wir noch mit rosa Wolken im Abendlicht belohnt wurden....dann aber ab unter die Campingplatzdusche. Den hatten wir übrigens am Tag selber noch buchen können, da jemand gecancelt hat, weil diese sonst auf Monate vorher ausgebucht sind und man sonst offiziell abends aus dem Park wieder (mind. 1 Std) herausfahren muss.
Am nächsten Morgen ging es schon um 5 auf, um am bekannten Glacier Point auf dem Südplateau des Nationalparks den Sonnenaufgang zu sehen. In eisiger Kälte sahen wir zu, wie langsam der berühmte Half-Dome-Felsen vom Sonnenlicht angestrahlt wurde, bevor wir uns auf die Wanderung zum beeindruckenden Taftpoint mit seinen Steilklippen und dem Sentinel Dome, der über allem trohnt, aufmachten.
Danach ging es einmal durchs Tal und hoch aufs Nordplateau in Richtung 3000m hohem Tioga-Pass. Ein neuer Höhenrekord für Wolke. Die dünne Luft machte auch dem Motor zu schaffen. Wir spürten den Leistungsverlust deutlich. Auf dem Weg sahen wir noch 2 Jungbären, diesmal Braunbären, die auf einem Felsen Ausschau hielten. Wie toll!
Gleichzeitig traurig, da hier viele Warnschilder gesehen hatten, weil viele Menschen einen Bären angefahren hatten; allein dieses Jahr wurden 15 Bären dadurch getötet. Grund ist wohl meistens überhöhte Geschwindigkeit. Das kann uns mit Wolke nicht passieren :).
Nachdem wir die beiden eine Weile beobachtet hatten, fuhren wir weiter an schönen Schauplätzen der Natur, wie dem Tenaya Lake durch die schon verschneite Landschaft um den Pass im Abendlicht entgegen und verließen den Park bei Einbruch der Nacht beglückt von den vielen Eindrücken von Yosemite.Læs mere























Atemberaubender Bericht! [Roland& Gisela]