Workshop- Days
16–18 de dez. 2024, México ⋅ ☀️ 26 °C
Unser letzter Werkstattbesuch mit Wolke hatten wir vor etwa 10.000km in Vancouver, also haben sich seit dem ein paar notwendige Reparaturen und Wartungen angesammelt. Eigentlich war dafür ein Werkstattbesuch in La Paz vorgesehen, aber da es Hendrik schon lange in den Fingern juckt mal wieder selbst handwerklich aktiv zu werden, fiel uns der Campingplatz von Patricius (Deutscher) und Ann (Schweizerin) wieder ein. Hier waren wir schon vor 2 Wochen und sie hatten uns von der Möglichkeit berichtet hier selbst am eigenen Fahrzeug zu schrauben.
So machten wir uns morgens an unserem wunderschönen Strand auf zurück in Richtung Zivilisation, hielten erst im Touristenörtchen Los Barriles, in dem viele Gringos (US- Amerikaner) auf Quads herumfahren. Nach einem kleinen Frühstück ging es schnell weiter, denn diese Orte sind uns doch ein bisschen zu "amerikanisiert", es gab bei einem Geldautomaten zum Beispiel nur US- Dollar. Im Landesinneren fuhren wir auf einmal durch eine grünere Landschaft, ganz ungewohnt. Hier gab es eine Wasserquelle von einem Fluss, der auch noch zu dieser Jahreszeit nicht vertrocknet war. Woe besonders! Es ging es noch durch einen charmanten Missionsort (El Triunfo), in dem machten wir Stop in einem von Patricius empfohlenen Café mit dem wirklich besten Käsekuchen der Welt! Göttlich!
Angekommen auf dem Campingplatz suchten wir uns für Wolke einen Platz mit ebenen und festem Untergrund, da Hendrik sich erstmal unters Auto legen musste. Auf dem Aufgabenzettel stand zunächst der Ölwechsel. Patricius gab uns noch ein paar Utensilien an die Hand und schon lief das alte Öl aus dem Motor in die Auffangwanne. Währenddessen bekamen wir noch eine kleine Tour durch Patricius’ Weltreisemobil: ein alter Toyota Landcruiser der erst selbst zum Campingfahrzeug umgebaut hat. Nachdem das alte Öl aus Wolke raus, der Filter gereinigt und das neue Öl eingefüllt war machten wir erstmal Schluss und trafen uns auf ein gemeinsames Feierabendbier zum Sonnenuntergang auf der Dachterasse der Werkstatt.
Der nächste Tag beginnt fast wie ein normaler Arbeitstag: Kaffee, Frühstück, Dusche und ran geht’s an den Motor. Wir fahren nun schon seit San Francisco ohne Servolenkung, da dort ein Schlauch undicht geworden war. Das Ersatzteil hatten wir schon vor einiger Zeit besorgt, jedoch hatten wir bisher keine gute Gelegenheit dies einzubauen. Wie immer bei alten Autos gestaltet sich der Ausbau meist schwieriger als der Einbau: der alte Schlauch lies sich aufgrund von einer verrosteten Schraubverbindung nicht lösen. Nach etwas Rostlöser aus der Spraydose und etwas Einwirkzeig lies sich der alte Schlauch aber endlich drehen und und der neue Schlauch einbauen. Die letzte Aufgabe bestand dann noch darin, einen Kühlwasserverteiler zu tauschen, da es aus diesem sporadisch tropfte. Also altes Teil raus, Kühlwasser auffangen, neues Teil rein und Kühlwasser wieder auffüllen. Danach war alles bereit für den ersten Motorstart und Funktionstest. Und tatsächlich war alles dicht und die Servolenkung funktionierte auch endlich wieder. Wir waren schon so an die schwergängige Lenkung gewöhnt, dass es sich zunächst etwas unecht anfühlte. Wir verbrachten noch eine weitere Nacht auf dem Campingplatz und machten uns dann am nächsten Tag auf nach La Paz.Leia mais















Nicht so einfach mit der Reparatur....Prima, dass Hendrik das allein schaffen kann!!! 😄 [Roland&Gisela]