• Cromwell (Tag 2)

    November 24, 2025 in New Zealand ⋅ ☀️ 12 °C

    Nach dem gestrigen nächtlichen Aufbruch war heute Früh wieder Zeit für ein Frühstück. Ganz so einfach ist das ohne Küche gar nicht, aber mit Zubereitung am Fernsehtisch, Speisung im Bett und spülen in der Badewanne haben wir das ganz gut hinbekommen.
    Da das Wetter heute nochmal gut werden sollte, haben wir den Ruhetag aufgeschoben und wollten in einem Gletschertal zum Wandern. Auf keine großen Komplikationen vorbereitet brachen wir (bzw. Ich) auf, bis wir 30 km vor dem Ziel auf eine, nennen wir sie mal Straße, abbogen. Ab hier wurde es eine abenteuerliche Fahrt über Stock und Stein. Als wir bei Kilometer 25 gerade den siebten Fluss mit dem völlig verwirrten Ralf überqueren mussten, meinte Michaela vorsichtig „ach ja, das habe ich gestern schon in den Rezensionen gelesen, aber dachte das ist nicht so wild“. War in Summe dann so mittel bis sehr wild, aber wir sind Gott sei Dank angekommen, denn die Natur in diesem Tal war der Wahnsinn. Von unzähligen Wasserfällen über beeindruckende Gletscher war alles dabei. Auch mit Schaf Content können wir wieder dienen, da der Weg durch ein 5.000 Schafe Feld führte. Auf dem Heimweg sind wir dann noch in einen Marsch von Schafen geraten - ich war inmitten der Schafe auch etwas überfordert, aber der Hirte hat mir einen Daumen nach oben gegeben, obwohl ich am Schluss fast noch seinen Hütehund über den Haufen gefahren hätte.
    Haben uns noch über die Haltung der Schafe hier informiert und leider das gelesen, was man sich denken konnte - größtenteils für die Fleischproduktion genutzt. Bisschen schockierend aber doch, dass ein Großteil bereits im Alter von vier bis neun Monaten geschlachtet wird. Da ich die süßen Lämmer so ins Herz geschlossen habe, war es das definitiv mit Lammfleisch für mich.
    Nachdem ich das losgeworden bin aber wieder Fokus darauf, dass es ein richtig toller Tag war. Nach der Wanderung sind wir nochmal in unsere kleine Lieblingsstadt Wanaka. Leider hatte die Eisdiele schon zu, weshalb wir noch mit Blick auf den See zum Abendessen eingekehrt sind und den Tag ausklingen lassen haben.

    P.S. Beim Footprint schreiben hat mich gerade noch ein Hase besucht. Leider etwas scheu, aber habe ihn glaub ablichten können, bevor er weggeflitzt ist.
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