Torres del Paine (Tag 5)
7 gennaio, Cile ⋅ ⛅ 5 °C
Ein weiterer Tag auf unserer Wanderung durch Patagonien ist geschafft bzw. durften wir genießen. Heute Nacht war es wieder sehr kalt, aber ich würde sagen, dass wir dieses Mal nicht von der Kälte aufgewacht sind, sondern beim verfrühten Aufwachen nach 8 Std. Schlaf stark gefroren haben. So wurde in den ersten Minuten des Tages beidseitig viel geflucht und geschumpfen, beim Frühstücken war dann aber alles wieder super. Da heute „nur“ gute 10 km auf dem Programm standen, liefen wir sogar noch in die falsche Richtung, um einen letzten tollen und nahen Blick auf dem Gletscher Grey zu bekommen. Danach ging es ab in Richtung neues Camp Paine Grande. Das Wetter wurde auch immer besser und so wurde Lage für Lage in den Rucksack gepackt, bis wir wieder in T-Shirt und kurzer Hose unterwegs waren. War wirklich alles sehr schön, auch wenn wir uns vom wohl beeindruckendsten Gletscher verabschieden mussten, den wir bisher sehen durften. Das Problem bei „nur“ guten 10 km ist aber, dass es doch 10 km bergauf und bergab sind, die sich ganz schön ziehen können. Zusätzlich sind wir jetzt in dem Bereich des Tracks, in dem auch Tagesausflüge und kleinere Runden möglich sind, weshalb es nicht mehr ganz so ruhig und idyllisch ist. Hier handelt es sich aber ausnahmsweise um Jammern auf allerhöchstem Niveau (sonst immer gerechtfertigt).
Nach ein bisschen Selbstmitleid kamen wir aber an und hatten sogar noch Kraft, einen Aussichtspunkt um die Ecke zu besuchen, der einen traumhaften Ausblick ermöglichte. Auch der Campingplatz ist wieder sehr schön gelegen, könnte aber bisschen finanzielle Ressourcen in die Männerduschen investieren, denn bei dem brühend heißen Rinnsal grenzte es an eine Doktorarbeit meinen geschundenen Körper zu säubern. Aber auch das konnte ich erfolgreich bewerkstelligen.
Abendessen war heute auch wieder richtig nett, da sich langsam eine O-Tour Clique bildet. Mit Lisa aus Holland, die immer munter labert. Charles mit Sohn Timmi (der einfach schon mit 9 Jahren auf dem Kilimandscharo war) aus den USA, die super nett sind und mit einem Guide unterwegs sind, der auch immer dabei ist und hauptsächlich uns Tipps für die Wanderungen und nächsten Reiseziele in Chile gibt. Darunter auch der, dass wir morgen wohl ca. 25 km vor uns haben, was wir nicht auf dem Schirm hatten.
Michaela ist noch wichtig zu erwähnen, dass sie den Namen des Vogels nachreichen wird, sobald wir wieder Zugang zu regelmäßigem Internet haben. Ich denke ich spreche für die gesamte Leserschaft und sage, Gott sei Dank!
PS: Recherche erfolgreich! Es handelt sich bei dem Vogel um einen Schopfkarakara.Leggi altro


















