Willkommen in Warschau
September 4, 2025 in Poland ⋅ ☀️ 23 °C
Um 3.30 Uhr begann der Tag für Mutti & mich. Noch ziemlich müde setzten wir uns um 4.50 Uhr mit unseren gepackten Koffern in Potsdam in den Zug nach Frankfurt Oder. Die Reise mit der DB beginnt - und das sogar pünktlich. Um halb 7 waren wir in Frankfurt/O, von wo aus es nochmal etwas über 4h weiter nach Warschau ging. Die Zugfahrt war eigentlich ganz angenehm (nur ein bisschen kalt) und die Zeit verging mit Lesen, Schlafen und Lernen ganz gut. Um kurz nach 11 sind wir am Hbf im warmen Warschau angekommen. Mit der Metro ging es dann in Richtung Hotel mit einem kurzen Zwischenstop an der Touri-Info und am Ufer der Weichsel. Wir hatten Glück und konnten unser Zimmer um kurz vor 12 beziehen. Nach einem kleinen Snack, Verschnaufpause (von der anstrengenden Fahrt) und der Wahl der richtigen Klamotten für die Temperaturen ging es direkt zu Fuß wieder los. Wir sind entlang der Weichsel in die Altstadt gegangen. Begrüßt vom Schlossgarten mussten wir einen (und wohl den einzigen) Anstieg in Warschau zur Altstadt hoch. Hier haben wir uns den Rest des Tages aufgehalten. Wir haben uns Kirchen angeschaut, die Fassaden der neuen/alten Häuser bestaunt, sind auf der Stadtmauer gegangen und haben einen Abstecher in die neue Altstadt gemacht. Warschau ist eigentlich eine recht alte Stadt mit Bauwerken aus vielen Epochen... Aber auch nur eigentlich. Denn im 2. Weltkrieg wurde die Stadt zu 90% systematisch zerstört. Wir haben uns heute ganz bewusst mit der Stadtgeschichte um 1944 befasst. Erst der Warschauer Aufstand, der Verlust von fast der halben Bevölkerung (215.000 Menschen) und im Anschluss die Zerstörung. Es ist einfach nur erschreckend, was den Menschen seinerzeit angetan wurde. Zugleich ist es irgendwie schön, diese geschichtsträchtigen Orte heute besuchen zu können.
Gegen 17 Uhr haben wir uns dann auf dem Altstadtmarkt ein Restaurant gesucht und uns mit traditionellen Piroggi gestärkt. Der Abspaziergang führte uns auf dem königlichen Weg zurück zum Hotel. Diese Straße (fragt mich nicht nach der polnischen Aussprache/Rechtschreibung) ist links und rechts gesäumt von neuen/alten Gebäuden. Nach der Zerstörung wurde Warschau anhand von alten Gemälden komplett wieder aufgebaut, wodurch wir heute die Bauwerke wieder bewundern können. Auf der königlichen Straße geht das sehr gut. Hier reihen sich die imposanten und historischen Gebäude aneinander. Mit dem Sonnenuntergang im Rücken und der einsetzenden Dunkelheit vor uns, kam eine ganz andere, aber nicht weniger bewunderswerte Stimmung auf.
Mein persönliches Highlight war der Besuch der Bibliothek. Einerseits total hell, hohen weißen Wänden und Marmor-Treppen und ein Raum mit einem richtig alten Flair. Hier war der Geruch der alten Bücher, die dort in alten Holzregalen standen, förmlich spürbar.
Muttis Highlight war die Uferpromenade an der Weichsel mit vielen unterschiedlichen kleinen Figuren und Verweilplätzen. Natürlich war für uns beide die Stadtgeschichte, mit der wir uns doch intensiv auseinander gesetzt haben, prägend und hinterlässt Spuren.
Nach diesem überraschend vollgepackten Tag freuen wir uns jetzt auf das Bett und auf weitere spannende Erlebnisse morgen.Read more





















