• El Chaltén - Fitz Roy

    23 de janeiro de 2024, Argentina ⋅ 🌬 21 °C

    Es ist soweit. Wir sind im Outdoor-Wanderparadies, da wird der Wecker auch im Urlaub gestellt. Es ist zwar lange hell, aber die Strecke ist lang und wir wollten ja auch entspannt sein und Zeit haben zu glotzen. Man durfte also gespannt sein, ob der Plan aufgehen und das Wetter sich halten würde. Es war schon extrem windig, aber der Regen soll sich in Grenzen halten. Nützt ja auch nix, wir wollten da hoch.
    Das ist ja dann immer so ein magisches Ding da früh unterwegs zu sein in der Sonne. Wir haben uns also sanft mit 18.000 anderen da hoch geschlängelt. Da gab es schon dem zauberhaften Blick auf den Rio Fitz Roy und natürlich auch einen Zauberwald. Lieben wir!
    Es war alles easy ausgeschildert. An einem Punkt mussten wir uns entscheiden, ob wir rechts auf dem Hinweg die klassische Route gehen 'Mirador Fitz Roy' oder links 'Laguna'. Nun gut, es war mittlerweile eh bedeckt, viel würden wir gerade nicht sehen, später ist das vielleicht besser... und außerdem ist links ja immer die bessere Option. Damit sind wir immer gut gefahren. Also gesagt, entschieden, links. Und was soll ich sagen, wir hatten Regenschutz vom Zauberwald und als wir da rausgeschritten und auf die Lagune zugekommen sind, hat sich ein Regenbogen aufgetan. Ja zur Hölle, wie kitschig ist das denn. Eine abgefahrene Szene! Alles richtig gemacht :-)
    Diese Wanderung wurde danach durch den immer stärker werdenden Wind immer anstrengender, aber auch so abwechslungsreich und wunderschön, das war alles ein Riesentrost. Ohne Stirnband, Haarnadeln, Zwiebelschicht Mission Impossible.
    Nach 9,5 km kamen wir dann an das ominöse Schild, auf dem man gewarmt wurde, dass es jetzt richtig hart wird. Aber gut, kurz durchgeschnauft und dann ab dafür. Man muss sagen, nun weiß man, warum diese Wanderung als 'schwer' eingestuft wird. Vielleicht gucken deshalb auch alle Leute so grimmig, aber warum ist man so unglücklich drauf, wenn man schon oben war und runter geht. Muss sich ja dann nicht so lohnen. Einfach mal freundlich 'Hola' sagen und gucken was passiert. Irgendwie ist diese Tradition bei den Touristen hier nicht so gerne gesehen. Einfach seltsam, so noch nie erlebt. Aber da kennen wir ja nichts, dann erst recht. Wenn die Person zurück grüßt 1 Punkt, wird noch zurück gelächelt 2 Punkte (ich kann schonmal vorwegnehmen, dass dies kein besonders ertragreiches Spiel ist.. ).
    Irgendwann konnten wir die zackigen Spitzen des Fitz Roy erspähen und da erahnte man schon, wie nah man ihm gleich sein wird. Vorfreude!! Und dann nur noch über den Geröllheimer-Haufen und dann konnte man alles nicht fassen. Diese Schönheit! Diese Präsenz. Dieser See. Danke Argentinien oder wie wir auch auf dieser Wanderung zu unserer Erheiterung aufschnappen durften. GraciUs!!
    So irre dieser Wind auch war (Da fliegt man schon mal kurz hin oder gegen den Stein), die Jause musste im halbwegs geschützten Areal einverleibt werden. Jause ist eigentlich geprahlt, wir nennen es Matschbrot ;-)
    So ein krasses Erlebnis! Dann sind wir nochmal zum See runtergekraxelt, einmal das Wasser anfassen. Da gab es dann den Wind-Durchpuste-Rest.
    Dann sind wir langsam wieder zurück und haben das Grußspiel weitergespielt und zusätzlich alle, die uns entgegen gekommen sind motiviert durchzuhalten. Wenn Menschen lachen und sich austauschen, macht einfach alles viel mehr Spaß. Isso.
    Beste Wanderung. Dem ist nichts hinzuzufügen. Abschlussbier und ab in Muckeltraum.
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