Buenos Aires - Sind wir wirlich da?
January 5, 2024 in Argentina ⋅ ☀️ 31 °C
Nachdem der Abschiedsschmerz am Flughafen mit ein, zwei Bierchen bekämpft wurde ging es los. Der StopOver in Barcelona wurde dank der Flugverspätung und der neuen Gepäckaufgabe zum Stresselona, umso dankbarer waren wir unseren Flug doch noch ergattert zu haben.
Die Ankunft in Buenos Aires war warm, überfordernd und surreal.
Nach der günstigen Linienbusfahrt à la Panoramaline sind wir im wunderschönen Viertel San Telmo angekommen: ein Traum. Schick und schranzig, sympathisch und süß, frei nach dem Motto - ach hier könnt ich wohnen. Die Butze war ein Traum. Nach der abendlichen Weininfiltrierung war es unfassbar, dass wir am nächsten Tag über 20 km abgerissen haben, daher aber einen grandiosen Eindruck über die Weite der Stadt bekommen haben. Nun gut und die beste Käsepizza der Welt (Danke Lucía für diesen Tipp) war ein wichtiger Grundpfeiler des Tages. Niemand konnte dieses Käseinferno aufessen, aber so hatte man direkt das Abendbrot im Gepäck.
So sind wir gelatscht und gelatscht bis die Füße bei mancher Person blutig waren. Eine Bücherei im Theater? Ich flippe aus!!
Nach einem kurzen surrealen Moment in Palermo (Hast du noch Kreislauf? Könntest du auch direkt wegpennen? Wer hat den Stecker gezogen?) sind wir zurück geschlichen und dann gab es das Pizzamatschmahl bevor wir noch einen Absacker nehmen mussten.
Was für ein Tag. Check ich alles nicht.Read more
Buenos Aires - Ja wir sind wirklich da!
January 7, 2024 in Argentina ⋅ ☁️ 31 °C
Okay man wacht auf und hat keine Ahnung was passiert ist oder wo man sich befindet. Kennt man dieses Gefühl, ist einfach trotzdem hochgradig verrückt. Erstmal wieder das schwarze Gold rein aus der vorhandenen Espressokanne und dann auf in den Tag.
Wir sind erstmal über den faszinierenden Markt in San Telmo flaniert. Dieser wird zurecht in jeglichen Blogs und Reiseführern angepriesen. Tangomusik, großartige Waren in der Auslage und ein wunderbares Flair machten sich breit und natürlich auch ein stückweit Misantropentum. Sowas bliebt am Sonntag in der Hochsaison nicht aus. Aber alles egal! Diese Galerien und Antiquitäten. Herrlich!
Weiter ging es in das Armenviertel La Boca. Es war der unspektakulärste Spaziergang überhaupt (hätten nicht alle Reiseführer geschrieben wie gefährlich es ist, ich sag mal so, kommt man so nicht drauf).
Aber erstmal angekommen, konnten wir uns unter dem Fleisch-Grill-Geruch-Filter gar nicht satt sehen an den bunten Häusern und den Menschenmassen. Was gibt es schöneres als Kratzcappuccino und Pepsi Max und Glotzen - richtig, das ist ganz oben angesiedelt! Dann sind wir noch zufällig am IKEA-Stadion vorbeigestolpert. Haben wir das auch im Sack! Schon wirklich beeindruckend!
Gerade rechtzeitig vorm Wolkeneinbruch sind wir wieder zu Hause im HomeViertel gelandet. Ein kurzer Blick und ein Lauschen der grandiosen südamerikanischen Musik von links hat uns an den sympathischsten Barplatz ever manövrieren lassen. 5 Sterne gehen raus. Was will man machen, wenn es anfängt zu schütten. Einfach noch einen zweiten Copa bestellen. Außerdem reichten sie uns grandiose Snacks - Du das basteln wir zu Hause nach!
Schnell in die Butze, noch ein trockenen Snack rein und später noch was essen - obwohl man sich Jetlegmäßig wieder gar nicht danach fühlt. Aber es sollte sich als die asiatische Topspeisung der Geschichte entpuppen. Ein reiner Sternetag! Und Rotwein soll ja bekanntermaßen beim Einschlafen helfen. Was will man machen?
Morgen dann endlich diese komplexe SIM aktivieren und an einheimische Scheinchen kommen. Das ist ja schon Aufregung genug, ach und stimmt es gibt ja noch einen Flug in den Norden.Read more
Puerto Iguazú - Cataratas Argentina
January 8, 2024 in Argentina ⋅ ☀️ 35 °C
Dann mal los zum ersten Inlandsflug, auf in den Norden. Alles lief unkompliziert und wir haben uns an diese einheimischen Linienbusse gewöhnt für nen Appel und n Ei.
Wir sind sehr spät angekommen, haben aber am nächsten Morgen direkt gemerkt, okay, es ist heiß, es ist eine enorme Luftfeuchtigkeit, wir sind wirklich in einer anderen Welt. Unser Host hat uns direkt mit allen Tipps erhellt, sodass wir am ersten Tag zur argentinischen Seite der Wasserfälle gefahren sind. Wie bis jetzt alles hier. Unkompliziert.
Es war unfassbar schön in dieses Dschungelgrüne Areal abzutauchen, abgefahren Tiere zu sehen und dann einmal oben und einmal unten an dieser unfassbar beeindruckenden Wasserfall-Foto-Tapete langzulaufen. A dream comes true :-)
Und unser Glückskind-Timing hat uns kurz vor dem tropischen Wolkeneinbruch ins Trockene gebracht. Alles geschafft, dann also wieder zurück tingeln. Dann lass mal irgendwo hinsetzen ich komm nicht klar, das war zu schön!
Da es sich um einen Touribums-Ausgangsort handelt ist die eine Partystraße voller Menschen mit einlaminierten Speisekarten, die einen in ihren FleischFressTempel locken wollen. Egal der Bierdurst ruft, dann nehmen wir erstmal hier eins und treten dann die Flucht aus der Partymeile an! Umso schöner, dass uns der mexikanische bunte Laden angesprochen hat und wir dort noch verweilen und den Tag Revue passieren lassen konnten. Einfach 10/10. Call it a day!Read more
Foz do Iguazú - Cataratas Brasilia
January 10, 2024 in Brazil ⋅ ☁️ 34 °C
Zweiter Tag, zweites Mal Wasserfälle. Aber diesmal von der anderen Seite. Hinein in den Linienbus und über die Grenze nach Brasilien. Abenteuermäßig, aber günstig und simple. Lieben wir in unserer Sparfuchs-Reise-Art.
Angekommen überkam uns das Misantropentum-Feeling in der Deluxe-Version. Kann man ja nicht ahnen, dass alles Brasiliener*innen an diesem Tag freien Eintritt haben. Nun gut. Als privilegierte Reisende konnten wir uns ein VIP-Bändchen gönnen und somit an allen immer vorbeihuschen. Das war auch gut so, sonst würden wir da heute noch stehen in der Schlange...
Das war alles nochmal beeindruckender als die argentinische Seite. Es war lauter, ein krasseres Panorama und die Touri-Schlauchboot-Tour hat dem ganzen die Glitzerkrone aufgesetzt. Da einfach so unter diesen Wasserfall zu fahren. Auch eine Möglichkeit sich abzuschminken. So etwas Beeindruckendes haben wir wahrlich noch nicht erleben dürfen. Ohne Worte.
Als waschechte Nordmenschen hat uns die Nässe bis auf den Schlüpper nichts ausgemacht, sondern es war eine willkommene Freshness.
Nach der Rückeinreise sind wir noch etwas gelatscht, um unsere Sachen zu trocknen. Gut, danach mussten wir noch etwas sitzen, um unsere Sachen zu trocknen. Ein Hoch auf Outdooreumel-Kleidung und AirMesh in den Treckkinglatschen. Zumindest bei meinem Schuhobjekt. Die Dinger heißen ja nicht umsonst "Bushido". Hatte gleich ein gutes Gefühl ;-)
Die Partymeile war heute noch voller. Gut, es hat auch nicht geregnet, dann kriechen wohl einfach alle aus ihren Löchern. Also ein Gute-Nacht-Getränk genießen (Danke für die gereichten Erdnüsse, da wurde das Abendmahl gleich eingespart!) und irgendwie mit diesen unfassbaren Eindrücken klarkommen. Ich sag mal so. Spitzentage!Read more
Buenos Aires - Diesmal anders
January 11, 2024 in Argentina ⋅ ⛅ 27 °C
Und nun geht es noch einmal zurück nach Buenos Aires. Aber vorher genieße wir im Hipstercafé noch das subtropische Ambiente und verarbeiteten die Eindrücke beim Mandalamalen und bei der Joghurt-Obst-Granola-Offerte.
Dann ab mit dem Linienbus zum Flughafen und wieder zurück. Schon verrück, was man da so auf sich nimmt, aber die Distanzen hier sind einfach völlig wahnsinnig - der ökologischer Fußabdruck wird kurz wegignoriert, dafür kaufen wir fast ausschließlich Bio und Fleisch ist ja bei der einen eh kein Thema mehr und der anderen schmeckt es ja auch nur noch selten. Man macht im Sabbatjahr neben dem Reisen auch gewisse Prozesse durch. So nämlich.
Angekommen im Hosteltraum kam Hunger auf und ein Gemüsejieper. Gut, dass es hier nicht an großartigen Orten mangelt, die unsere Gelüste erfüllen konnten. "Wie schön und wie gut, dass wir da noch einmal eine kleine Erholungspause haben in dieser wundervollen Stadt! Morgen wieder latschen."
Der Tag begann großartig. Wir haben uns durchs Viertel Palermo treiben lassen. Lieben wir einfach - hier könnt ich leben (dieser Satz sollte so am Ende des Tages so nicht mehr gefühlt werden).
Dann sind wir über eine große Kreuzung in den ECO-Parc Buenos Aires gestolpert und haben uns unfassbar in Pampas-Hasen verliebt und in einen Tapir. Warum da auch ein Flußpferd, Kamele, Bisons, Giraffen und Strauße waren. Keiner weiß es, aber wir wollten glauben, dass dies nur der Rettung der Tiere gilt, die hier aufgepäppelt werden und eine schöne Rente genießen. Aber war schon schön.
Dann ging es über den Japanischen Garten zu den Schönen und Reichen, vorbei an der wundervollen Silber-Blume.
Das waren wieder etliche Kilometer. Lass den Abend ruhig ausklingen lassen. Daraus wurde hinten raus leider nix... ein Moment der Unaufmerksamkeit, eine Sekunde das Handy nicht in der Hand. Die Strafe folgt auf dem Fuße. Da war mein Handy weg. Der Schock groß. Da wird einem mal wieder bewusst wieviel Leben da in diesem verdammten Ding steckt. Wir sind irgendwie durch die Nacht gekommen - neues Handy gekauft (Achtung es werden jetzt ganz blasse Bilder folgen bzw mal gucken, was das Spielprogramm der Kamera so retten kann...), inklusiver argentinische SIM und gucken, was so geht. Hauptsache man kann wieder kontakten, obwohl es schon nervig ist, sich in kaum einer App - dank der flöten gegangenen Rufnummer - verifizieren zu können.
Aber ich bin nicht allein und in bester Auffanggesellschaft - das Powercouple hat ja schon so manche Dinge geschaukelt. Zitat Ende.
Und dann mal ab irgendwie ans Ende der Welt. Die Sterneverteilung für das Feeling dieses Aufenthalts spar ich mir mal, aber es hat so schön angefangen und so soll es auch weiter gehen!Read more
Ushuaia - Ankunft am Ende der Welt
January 13, 2024 in Argentina ⋅ 🌬 7 °C
Schwupp ab wieder in so einen Wackelkandidat von Flugzeug und ab ans Ende der Welt. Ushuaia. Was für ein seltsames Gefühl aus der Hitze zu kommen und dann nach der Landung nach draußen zu gehen. Es ist 22 Uhr stockhell und der Wind und Schnee pustet. Irre. Ab ins Taxi und in die AirBnB Butze. Gi und Roberto haben auf uns gewartet und wir wurden so herzlich empfangen. Wirklich eine Natur-Oase. Wunderschön und so muckelig warm. Uns wurde noch ein Sandwich bereitet und ein Glas Rotwein gereicht.
Nach dem ganzen Stress und meinem Nicht-Schlafen-Können wegen der Handyraub-Selbstkasteiung kam das wie gerufen. 10 Stunden und eine Schweißnacht später, war ich wieder einigermaßen hergestellt.
Dann haben wir uns die Zwiebelschichten über die Körper gezogen und ab is Getümmel.
Ich muss sagen dieser Ort ist nicht zu beschreiben - Ski-Ort, Skandinavien, Kreuzfahrtschiffe, Souvenirläden, Outdooreumel-Klotten, Touris, Einsamkeit, Kälte, klare Luft, Wind, Wind, Wind. So ein krasses Gefühl plötzlich in der südlichsten Stadt der Welt zu sein. Davon habe ich ja immer geträumt in diesem Sabbatjahr. Einfach Tränen in den Augen und so glücklich sein, was man erleben darf.
Natürlich ist der Ort überlaufen - weiß man ja auch in der Hauptsaison. Aber so ist vieles schon ausgebucht. Da war es dann doch gut, dass das Mistwetter keinen Ausflug zuließ und wir den Tag für Planung nutzen konnten. Reiseroute steht also und wir konnten noch einige nette Buden ergattern :-)Read more
Ushuaia - Los pingüinos
January 16, 2024 in Argentina ⋅ 🌧 10 °C
Das furchtbare Wetter und die ausgesuchten Plätze für unsere Bootstour zu den Pinguinen, die wir unbedingt machen wollten, haben uns dazu 'gezwungen' noch zwei Tag länger zu bleiben. Wobei es sich natürlich alles gefügt hat. Wir haben die Zeit nutzen können. Unsere Reiseroute inklusive Bus-Tickets bis Bariloche (alles dabei auch 24 h, man darf gespannt sein) sind im Sack. Wir mussten nur unsere geliebte Unterkunft wechseln. Was war das für ein schönes Haus. Aber auch hier ist es sehr heimelig.
Dann am Nachmittag (ist das scheiße kalt und bitte liebe Wetter-Applikation hab Unrecht!!) ab aufs Touri-Boot. Geht halt nicht anders. Aber wir sind ja nordische Mädels und haben den perfekten Zwiebellook, sodass wir die ganze Hintour fast alleine draußen auf dem Boot verbracht haben. Das hatte den Vorteil, dass niemand genervt hat, wir das Winddurchpusten fast für uns alleine hatten und vor allem, dass wir die Poleposition hatten, wenn wir uns den Tieren genähert haben und die Meute aus der Wärme an Deck geströmt kam. 1 zu 0 für uns :-)
Es war überwältigend! Brüllende Seelöwen umschwirrt von Vögeln und Pinguinen und das alles vor dieser einmaligen kargen Landschaft voller unfassbar beeindruckender Berggletschern mit ihren Puderzuckerhüten. Top-Kulisse. Da gibt's kein Vertun. Und plötzlich Alarm - Da sind Wale! Damit haben wir gar nicht gerechnet, nützt ja nichts, schon wieder Tränen in den Augen!! Am Ende der langen Tour haben wir noch eine Insel angesteuert, auf der es von Pinguinen nur so wimmelte. Eine Viertel Stunde konnten wir diese ulkigen Eumel beobachten. Einfach crazy wie nah wir da dran waren und wie albern sie einfach beim Laufen aussehen - kurzer Kiez-Flasback ca. 2-5 Uhr morgens...
Dann waren wir durchgefroren und haben leider an Bord den schlechtesten Kaffee ever (an)getrunken, aber er hat die kleinen Hände gewärmt - immerhin!
Wir hatten dann aber doch Glück mit dem Wetter, die Sonne kam raus, wir sind wieder raus und sind dann im schönsten klaren Abend-Licht wieder in den Hafen gefahren.
Nicht auszuhalten wie einmalig dieses Erlebnis war und diese Tiiiiiiere. Tür kriegste mal wieder nicht zu!Read more
Ushuaia > Rio Gallegos
January 17, 2024 in Argentina ⋅ 🌬 17 °C
Wettervorhersage war okay. Heute sollte es also ganz passabel sein, um noch einen kleinen Hike zu machen. Wie sagt man so schön - Pustekuchen. Es ist einfach wahr, was über diese Region geschrieben wird, es ist alles möglich innerhalb von Minuten. Wir hatten uns gerade in den alltäglichen Zwiebellook reinmanövriert und wollten los. Wieder Wolkeneinbruch. Und dann kam er halt, der Satz der letzten Tage "Dann ist es so". Also Kindle einpacken und die nächsten Busse buchen. Wir können ja immernoch gucken, wie das Wetter sich entwickelt.
Dann also rein zum Marga Taqsa Busunternehmen und so waren wir zumindest safe bis Barriloche, unsere letzte wirkliche Station in Argentinien. Okay das sind am Ende nochmsl 24h Busfahrt - schaffen wir auch, wir wollten ja die Weite dieses Landes bewusst wahrnehmen. Und wie groß dieses Land ist, ahnt wirklich kein Schwein.
So haben wir unser Dasein erstmal in einem wunderbaren Kaffee gefristet und Salzgebäck aufgetan - ist hier rares Gut! Herrlich. Irgendwann klarte es auf, aber zu spät um sich wirklich noch groß aufzumachen. Aber es gibt ein abgelegenes Café am Lago irgendwas (Lago Diablo), aber dort war es gar nicht teuflisch, sondern unfassbar schön. Allein der Weg dahin und die schönen Häuser!Wir waren fast die einzigen Gäste, haben dann plötzlich bei 20 Grad auf Berge geguckt, gelesen und uns gefreut mit unseren Heißgetränken, dass sich mal wieder alles gefügt hat. Wir wollten dann eigentlich wie immer ein Colagetränk ohne Zucker. Aber 'wir haben Wasser, Bier, Tonic und 7up', also war der Fall klar und wir haben uns ein wunderbares Honey-Bier einverleibt. Irgendwann sind wir zurückgeschlendert und haben uns noch ein trauriges Abendmahl aus Käse und diesem faden Brot gegönnt mit einer weiteren Dose Bier und Snacktomaten - immerhin.
Aber dann ins Bett, denn unser Bus ging um 3 Uhr. Aufregend! Aber es gibt zuverlässige Uber, das klappt schon. Und dankenswerterweise hat uns unser Host die Einreiseformulare für Chile ausgefüllt, denn ohne Grenzübertritt kommt man nicht raus aus Feuerland.
Die Fahrt war easyum und bequem, bis auf Ausreise-Einreise-Ausreise-Einreise. 80 Kontrollen und Stempel sowie Meilen durch das absolute Nix später sind wir dann irgendwann auf die Fähre rauf und dann endlich bei unserem Zwischenstopp in Rio Gallegos gelandet. Komische runtergerockte Stadt. Fast gruselig. Aber das Hotel war super sympathisch, es gab einen sehr passablen Wellnesstempel und noch eine Cervezeria, in der wir die einzigen Gäste waren. Dafür haben sie uns extra zu dem besten IPA unseres Lebens salziges Popcorn bereitet. Die Menschen hier sind einfach ein freundlicher Traum!Read more
El Calafate - Ist das wundervoll
January 18, 2024 in Argentina ⋅ ⛅ 18 °C
Und dann steigt man wieder in einen Bus, diesmal aber eine sogenannte Kurzstrecke, nur 4 Stunden und fährt einfach durch die Pampa, durch das absolute Nichts (und ich dachte schon trister als Dänemark kann es nicht sein). Aber es war so unfassbar berührend. Wie kann hier überhaupt etwas wachsen? Und warum steht da einfach ein einsames Alpaka rum? Diese Landschaft hat mich so gecatcht. Ich habe so viele Jahre davon geträumt durch Patagonien zu fahren ohne wirklich zu erahnen, wie es dort ist. Der Plan alles langsam mit den Bus zu entdecken war genau richtig. Einfach krass, man fährt und fährt umd fährt... bis wir uns irgendwann Calafate genähert haben und sich ein türkiser Streifen des Lago Argentino aufgetan hat und sich eine Bergkette erahnen ließ. Eine Riesenvorfreude auf den neuen Ort überkam uns und eine Hibbeligkeit sondergleichen.
Wir sind angekommen, rein ins Taxi und dann ins South B&B mit der tollsten Aussicht. Ein Traum. Dann endlich mal raus aus den Outdooreumel-Klotten und rein in 'was halbwegs Normales'. Wir haben die Sonne aufgesogen, als hätten wir Tage kein Licht geseheb, sind an der Promenade lang und haben diesen süßen Ort genossen.
Dann haben wir uns Punkt 19.30 zum 'Pura Vida' gestellt, um mal wieder eine warme und zu alldem noch vegetarische Mahlzeit zu ergattern. Das war ein reines Highlight. Da das Vorspeisebrot schon ein richtiger Kawenzmann war, haben wir die Hälfte der Hauptspeise eingepackt, denn so sparfuchsig sind wir ja - da haben wir das Abendbrot für morgen gleich im Sack!
Dann einfach die glücklichen Körper und Seelen zurück bewegen, denn morgen haben wir uns zu Gletschertour eingebucht. Die holen uns einfach ab, und wir müssen uns um nichts kümmern. Auch einfach Mal die Planungs-Paula-Karte spielen. Tut manchmal ganz gut fürs Hirn.Read more
El Calafate - Glaciar Perito Moreno
January 20, 2024 in Argentina ⋅ 🌫 3 °C
Abholung zwischen 10.30 und 11.00 Uhr. Was kann es besseres geben!?
Si gab es erstmal wieder Frühstück mit Rührei for president und Kaffee en masse. An so einem Gönnungstag haben für uns fürn 10er gleich ein Lunchpaket bestellt (beste Karottentarte ever, muss auch nschgebastelt werden). Full-Service ist das Thema heute.
Allein die Fahrt zum Gletscher war wie es diese Landschaft nunmal hergibt, atemberaubend. Dann der erste Mirador. Schnell ein Foto an diesem Aussichtspunkt. Ich sach mal so, vielversprechend ist maßlos untertrieben.
Dann wurden wir wie 50 Millionen andere sensationsgeile Touris vor einer Cafeteria ausgespuckt und dann ab auf die gut ausgeschilderten Stege und "Bitte fangen Sie jetzt mit dem Staunen an, bleiben Sie alle 5 Meter stehen und machen genau da weiter, wo Sie vor 5 Metern aufgehört haben!".
Das war wirklich unfassbar, diese karge Landschaft im Mexiko-Filter und dann da dieser Eiskoloss mit seinen wunderbaren kobaltblauen Gletscherspalten. Was die Natur uns da einfach so hingezaubert hat. Kann man nicht begreifen. Wir haben da rumgestaunt wie Kinder, die zum ersten Mal den Weihnachtsbaum sehen.
Und dann hat es immer wieder mal gedonnert und geknackt. Und dann konnten wir wirklich sehen, wie da Eisplatten einfach affglitschen. Beruhigend ist, dass dieser Gletscher sich 'selbst regeneriert' - weitere Fragen hierzu bitte an meine kompetente Geofachschaft oder halt googlen.
Am Ende gab es noch eine Bootstour, mit der man ganz nah an den Gletscher rankam. Wieviel wir da sehen konnten? Wäre besser für gelaufen unsere Gene hätten uns ein paar Zentimeter mehr mitgegeben und unser Charakter wäre fieser und unsere Ellenbogen stärker ausgeprägt. Da hat man sich in die 50er Jahre gewünscht - Keiner macht Fotos und alle freuen sich zusammen über dieses Wunder. Aber gut, wir haben ja auch versucht den ein oder anderen Schnappschuss zu ergattern. Aber ob 50 Selfies für eine Familie nötig sind und ob der Objektivotto sich nicht ein persönliches Boot hätte chartern können. Das lass ich jetzt mal dahin gestellt.
"Dieses Erlebnis haben wir mal wieder im Sack!" Gott war das schön.
Zurück und zauberglücklich erfüllt, haben wir uns in eine Seitenstraße begeben und wollten einen Ich-bin-rotten-dot-com-Feierabend-Wein haben. Den haben wir auch bekommen. Er wurde uns vom Besitzer auch derart überzeugend angepriesen, rauchig und ganz sanft. Teuer Spaß für die Verhältnisse hier, dafür waren die Gläser randvoll und Nüsschen gab es auch. Da konnten wir über die Paw-Patrol Bande, die sich um uns herummanövrierte und sich um einen Knochen zankte, hinwegsehen. So hundemäßig ist hier echt viel los, das ist ehrlicherweise so halbgut. Aber wir haben ja Dank Rumänien noch was aufzutherapieren ;-)Read more
El Calafate - Ab ins Vogelparadies
January 21, 2024 in Argentina ⋅ ⛅ 19 °C
Wie wir schon so oft gesagt haben 'Nun haben wir alles erlebt, wäre die Reise jetzt vorbei, dann wäre das total fein'.
Viel hat El Calafate an sich nicht zu bieten, aber es gibt da noch dieses zauberschöne Areal. Gut, es war so windig, dass man kaum Vögel sehen konnte, aber egal es sah alles so so schön aus. Vor allem waren wir endlich an dem ominösen Calafate-Strauch mit dem Heidelbeerverschnitt dran.
Und es gab einen Zugang zum Strand. Da sind dann die Pferde mit uns durch gegangen. Nicht nur, dass jegliche Konversation im Desiree Nick Style durchgezogen wurde, sondern es wurde auch lauthals gesungen. Fly on the wings of love ist halt aber auch ein Brecher. Und nach müde und Überforderung kommt doof, dass hat damals ja schon unsere Französisch-Ausbilderin bei uns festgestellt. Wir wissen bis heute nicht, ob es sie amüsiert hat oder sie todesgenervt war. Immerhin haben wir dieses Examen ja souverän bekommen ;-)
Dann sind wir nur noch zurückgetrottet und haben auf einer Dachterasse die Sonne genossen - oben sitzen ist immer der beste Step, um die Tourimeile zu meiden! Und statt 4 Weingläser haben wir nur 2 bezahlt. Nun gut, kommt wieder auf die Sparfuchsliste.
Wir sind gespannt auf das nächste Areal. El Calafate haben wir perfekt nutzen können! Was für eine traumhafte Umgebung und dieses zuckersüße Bed&Breakfast mit diesem Rührei!Read more
El Chaltén - Beste Ankunft
January 22, 2024 in Argentina ⋅ ☁️ 14 °C
Wieder rein in Bus, alles unkompliziert und sind ja auch nur 3 Stunden. Wenn man Zeit hat, sollte man einfach Busfahren. Es ist so eine Herrlichkeit, Podcast zu hören und diese Landschaft zu genießen! Und Schwupps waren wir schon da. El Chaltén ist ein wahres TrekkingKaff. Zu Recht. Man kommt an, es ist wie eine Freilichtbühne auf der alle Outdooreumel in ihrem Grundkostüm rumlaufen, vor dieser herrlichen Kulisse.
Erstmal Cola Zero rein und Kratzcappuchino, wir müssen ja noch bis zum Check-In warten. Und wie gut diese Sonne tut!! Dann ab in den TinyHouseTraum. So muckelig und schön. Schnell eingerichtet, rein in die kurzen Outdoor-Klotten und nochmal zur Touri-Info gehuscht.
Wir waren noch relativ früh dran, sodass wir dem Rat der kompetenten Dame gefolgt sind und spontan da noch auf 2 Ausgucke hochgelaufen sind. Und da war er dann der sagenumwobenen Fitz Roy wolkenverhangen. Allein das war schon ein reines Naturschauspiel. Und wir haben endlich 'el cóndor' gesehen. Majestätisch, das ist schon der richtige Ausdruck für diesen Vogel. Und der Weg musste natürlich auch wieder an Kühen vorbei führen nach dem Motto "Am Arsch vorbei führt auch ein Weg" - ich glaube wir zwei haben noch nie einen Urlaub ohne dieses Phänomen erlebt. Ist einfach ein el clásico geworden.
Natürlich war es dann oben auch wieder eine pustige Geschichte, aber das kauft man in diesem Patagonien mit ein, gibt's einfach gratis dazu. Gratis dazu gibt es aber auch den abgefahrenen 360 Grad Blick. Bergkette, Alm, Steppe, See, klar kann man alles auf einmal haben.
Ist das schon wieder Knaller wo wir hier gelandet sind.
Nu wird es aber frisch. Lass mal noch fix in den Supermarkt (hier gerne mal immer eine Stunde einplanen... ein Hoch dann doch auf den Kassenstress in den heimatlichen Gefilden...) für morgen einkaufen, denn da stellen wir uns den Wecker und dann wollen wir ran da, an den Fitz-Apparillo!
Nun aber raus aus dem Wind und rein in die Muckeligkeit!Read more
El Chaltén - Fitz Roy
January 23, 2024 in Argentina ⋅ 🌬 21 °C
Es ist soweit. Wir sind im Outdoor-Wanderparadies, da wird der Wecker auch im Urlaub gestellt. Es ist zwar lange hell, aber die Strecke ist lang und wir wollten ja auch entspannt sein und Zeit haben zu glotzen. Man durfte also gespannt sein, ob der Plan aufgehen und das Wetter sich halten würde. Es war schon extrem windig, aber der Regen soll sich in Grenzen halten. Nützt ja auch nix, wir wollten da hoch.
Das ist ja dann immer so ein magisches Ding da früh unterwegs zu sein in der Sonne. Wir haben uns also sanft mit 18.000 anderen da hoch geschlängelt. Da gab es schon dem zauberhaften Blick auf den Rio Fitz Roy und natürlich auch einen Zauberwald. Lieben wir!
Es war alles easy ausgeschildert. An einem Punkt mussten wir uns entscheiden, ob wir rechts auf dem Hinweg die klassische Route gehen 'Mirador Fitz Roy' oder links 'Laguna'. Nun gut, es war mittlerweile eh bedeckt, viel würden wir gerade nicht sehen, später ist das vielleicht besser... und außerdem ist links ja immer die bessere Option. Damit sind wir immer gut gefahren. Also gesagt, entschieden, links. Und was soll ich sagen, wir hatten Regenschutz vom Zauberwald und als wir da rausgeschritten und auf die Lagune zugekommen sind, hat sich ein Regenbogen aufgetan. Ja zur Hölle, wie kitschig ist das denn. Eine abgefahrene Szene! Alles richtig gemacht :-)
Diese Wanderung wurde danach durch den immer stärker werdenden Wind immer anstrengender, aber auch so abwechslungsreich und wunderschön, das war alles ein Riesentrost. Ohne Stirnband, Haarnadeln, Zwiebelschicht Mission Impossible.
Nach 9,5 km kamen wir dann an das ominöse Schild, auf dem man gewarmt wurde, dass es jetzt richtig hart wird. Aber gut, kurz durchgeschnauft und dann ab dafür. Man muss sagen, nun weiß man, warum diese Wanderung als 'schwer' eingestuft wird. Vielleicht gucken deshalb auch alle Leute so grimmig, aber warum ist man so unglücklich drauf, wenn man schon oben war und runter geht. Muss sich ja dann nicht so lohnen. Einfach mal freundlich 'Hola' sagen und gucken was passiert. Irgendwie ist diese Tradition bei den Touristen hier nicht so gerne gesehen. Einfach seltsam, so noch nie erlebt. Aber da kennen wir ja nichts, dann erst recht. Wenn die Person zurück grüßt 1 Punkt, wird noch zurück gelächelt 2 Punkte (ich kann schonmal vorwegnehmen, dass dies kein besonders ertragreiches Spiel ist.. ).
Irgendwann konnten wir die zackigen Spitzen des Fitz Roy erspähen und da erahnte man schon, wie nah man ihm gleich sein wird. Vorfreude!! Und dann nur noch über den Geröllheimer-Haufen und dann konnte man alles nicht fassen. Diese Schönheit! Diese Präsenz. Dieser See. Danke Argentinien oder wie wir auch auf dieser Wanderung zu unserer Erheiterung aufschnappen durften. GraciUs!!
So irre dieser Wind auch war (Da fliegt man schon mal kurz hin oder gegen den Stein), die Jause musste im halbwegs geschützten Areal einverleibt werden. Jause ist eigentlich geprahlt, wir nennen es Matschbrot ;-)
So ein krasses Erlebnis! Dann sind wir nochmal zum See runtergekraxelt, einmal das Wasser anfassen. Da gab es dann den Wind-Durchpuste-Rest.
Dann sind wir langsam wieder zurück und haben das Grußspiel weitergespielt und zusätzlich alle, die uns entgegen gekommen sind motiviert durchzuhalten. Wenn Menschen lachen und sich austauschen, macht einfach alles viel mehr Spaß. Isso.
Beste Wanderung. Dem ist nichts hinzuzufügen. Abschlussbier und ab in Muckeltraum.Read more
El Chaltén - Das fiebernde Ende
January 24, 2024 in Argentina ⋅ ⛅ 12 °C
Diese Wanderung war anstrengend. Nun gut ich habe währenddessen ein bisschen Halskratzen gemerkt, aber das ist ja pfleglich wegzuignorieren. Aber als ich heute morgen aufgewacht bin, war nochmal alles anders. Ich war völlig platt und musste an die Sonnenstich-Geschichte von Miri bei unserer Tour de Mont Blanc denken. Aber gut mir ist nicht übel, ich hatte immer wad aufm Kopp... kann nicht sein.
Ne kleine Runde wird gehen. Dann haben wir also auf unsere schlaue Touri-Karte geguckt. 1 Stunde hin zum Wasserfall und 1 Stunde zurück. Das Wetter ist okay - scheiß auf den Wind, den kennen wir ja schon. Der Spaziergang war ein Traum, der Wasserfall war sweet, wir sind da ja aber jetzt auch ganz andere Kaliber gewohnt. Und wir haben natürlich alle Mitleidenden vom Vortag gesehen, die sich genau wie wir nach dem Aufstieg heute einen lockeren Spaziergsng gegönnt haben.
Wiebke hat ihren Lieblingsstein gefunden. Das muss man ihr lassen im Spoterspähen ist sie Königin. Sie wurde aber natürlich direkt verfolgt ;-)
Mir ging es so la la (zugeben können das ja andere). Ich habe die ganze Chose aus dem Schatten beobachtet. Dann hat uns der Touri-Auflauf aber auch wieder gereicht. Natürlich bin ich aber auch noch zu meinem Bestie auf den Stein gehuscht.
Kaum zurück musste ich mich aber da niederlegen. Dann habe ich mir wohl doch diesen Stich geholt. Nichts ging mehr. Schädeldecke abnehmen wäre die angenehmeste Option gewesen. Fieber, klar nehm ich auch mit. Und dann musste ich da liegen mit meinem Talent, nem kühlen Lappen und Dosenbier fürn Kopp. Das hatten wir uns anders vorgestellt. Aber 'dann ist es so', wir haben diese Knallerwanderung im Sack! Alles ab jetzt ist nur noch Bonnnnus!
Am nächsten Tag wurde es etwas besser. Und Gott sei Dank hat es ohnehin geregnet. Liegen war also sowas von legitim. Wiebke hat eingekauft und abends war ich dann auch wieder schnibbelfähig. Wir haben einfach nur Gemüse angebraten und es fein abgeschmeckt und uns des Lebens gefreut. Dieser Gemüsentzug ist echt so eine Sache. Gut, dass wir nochmal lange in der nächsten Unterkunft sind, da wird ordentlich was weggebraten. Gut, dafür müssen wir dann erstmal die 24h (minimum) Busfahrt überstehen, aber das schaffen wir auch noch. Und wenn ich nicht so fit bin, halte ich das Sitzen vielleicht besser aus ;-)Read more
Nach Bariloche - 24 hours and more
January 26, 2024 in Argentina ⋅ 🌬 14 °C
Wir wollten das. Die Weite des Landes spüren. Daher für einen Appel und nen Ei in den Bus. Abfahrt 14 Uhr und dann sind wir am nächsten Tag 'irgendwann' da.
Also haben wir uns mit allen anderen Outdoor-Sparfüchsen in den Marga Taqsa Traum gesetzt und ab dafür. Und es war wirklich viel komfortabler als wir gedacht haben. Viel Beinfreiheit und man kann sich alles so zurück und hinklappen, dass die Kategorie 'cama' (Bett) sich wirklich bewahrheitet hat. Es wurden einem Snacks, Kekse und Wasser gereicht und dann ging es zwischen 20 und 80 km/h über die Schotterpiste. Bisschen Teerbelag wäre eine Möglichkeit, aber geht ja auch so. Diese Routa 40 ist zurecht so gehypt. Diese Pampa ist ein Traum! Wir hatten genug Matschbrot, eigenes Wasser und Kekse um durchzukommen. Vor uns saßen wieder unsere Abi-Mädels, die wir schon aus Ushuaia kennengelernt haben. Unser Gossip-Dasein hat sich auch gefreut, denn die Laune der Mädels war top, denn die kennengelernten Typen hatten sich dann endlich doch bei ihnen gemeldet (dass die 3 Tages-Regel des Meldens Bullshit ist, haben wir ihnen dann nicht erklärt, das werden sie hoffentlich schneller als wir in unseren Leben erkennen...).
Ich habe 2 Bücher gelesen und auch gut schlafen können. Dann war es einfach abgefahren im Sonnenaufgang aufzuwachen und die triste zauberhafte Landschaft war immernoch da. Dann gab es einen Kaffee-Halt und dann ging es weiter. So langsam veränderte sich die Landschaft. Alles wurde grüner, riesige Berge taten sich auf und die Vorfreude wurde immer größer. Und diese blauen Seen!
Mit 2 1/2 Stunden Verspätung kamen wir endlich im Sommer an. Dann haben wir uns schnell unsere Tickets bis Santiago de Chile gebucht (auch nochmal eine Nachtfahrt und eine Grenzüberfahrt) und schwupp dann werden wir auch das im Sack haben.
Dann haben wir uns mit den Mädels einen Uber geteilt, für sie die Fahrt gezahlt (die haben doch keine Kröten und extra auf uns gewartet, mein Gott waren die dankbar 'komm nehmt das Uber-Geld und kauft euch 2 Flaschen Wein :-)') und dann kamen wir an, in der schönsten Butze auf einem Berg mit Blick auf den See. Meine Güte ist das hier wunderschön und so so ruhig!
Dann noch einmal die Beine vertreten zum Supermarkt und dann freuen wir uns auf liegen in einem richtigen Bett. Jetzt fährt gar nichts mehr, nur das System runter und morgen machen wir ganz ganz langsam. Wir haben auf jeden Fall ja jetzt Joghurt und Müsli, wir müssen auf keinen Fall mehr Matschbrot essen! Wir lieben unser Leben!Read more
Bariloche - die kleinen Entdecker
January 28, 2024 in Argentina ⋅ ⛅ 24 °C
Wir haben uns ja nun extra 5 Nächte in dieser wunderbaren Unterkunft eingebucht, um runterzufahren.
Dann wollten wir also langsam starten. Das Fitness-Level ist ohnehin so geht so, Sonnenstich noch im Körper, Erkältung im Sack, da muss man vernünftig sein.
Also hatten wir einfach nur den Plan, den See zu entdecken und uns dann mal ins Zentrum zu begeben. Man muss ja wissen wo man ist.
Schon der Weg zum See durch die Hotelanlage hat uns verzaubert. Dazu haben natürlich auch maßgeblich diese fulminanten Schnabelvögel beigetragen!Und der Nahuel Huapi See ist der reine Traum. Wie schön kann ein See eigentlich sein? Wir sind ständig angehalten und haben geglotzt und konnten uns nicht sattsehen an den Farben.
Im Ort angekommen sah die ganze Chose natürlich schon wieder ganz anders aus. Touris, die wie die besenkten Schokolade kaufen. Zugegebenermaßen ist die Schokolade astrein - sie wird einem buchstäblich von Menschen vor den Geschäften auf dem Silbertablett serviert. Aber es sondert schon komisch an, bei 30 Grad Schokolade zu kaufen. Natürlich liegt es an Bariloche. Von Schweizern gegründet und Deutschen geliebt. Dies sieht man natürlich auch in der Architektur, an den Namen der zahlreichen Hotels und an den ganzen Holzbalkonen. Das ist schon sehr besonders.
Irgendwann kam der kleine Hunger. Wir wollten nur einen Snack und später kochen, aber als wir dann wieder in so einen bunten Mexikaner-Tempel gestolpert sind mit Salat (!!!) fiel die Entscheidung ad hoc. Snacks haben wir ja auch noch zu Hause. Kochen dann eben morgen.
Das Interior war ein Traum, die Musik noch viel besser und als ein Mann mit seinen Armen im Video die Zeit dargestellt hatte, war Wiebkes DSP-Semesterthema schon im Nu fertig geplant. So einfach kann arbeiten sein. Diesen Vibe müssen wir uns beibehalten. Das ist das ganz große Abkommen bzw. unser Schwur für das nächste Schuljahr.
Mit der Salat-Superpower haben wir die Energie für den Supermarkt gehabt, rein da, Schlange stehen, Uber nehmen und die Terasse genießen. Genauso war der Plan, genauso ist es aufgegangen. Natürlich. Und wir lieben diese Terasse mit diesem Blick und den köstlichen Melbec :-)Read more
Bariloche - Cerro Otto
January 29, 2024 in Argentina ⋅ ☀️ 24 °C
Wenn man in Bariloche ist, muss man auf den Hausberg.
Nachdem wir ausgeschlafen haben, Kaffee getrunken und Müsli in ubmns hineinverleibt haben, sind wir zum Teleférico Cerro Otto spaziert und haben uns da hochgegondelt.
Meine Güte. Dieser Blick allein schon aus der Gondel. Macht man sich mal wieder keinen Begriff.
Wir haben den Nachmittag Sa oben völlig genossen und diese Wunderschönheit ausgesogen. Paraglider, dieses Grün, dieses Blau, diese Sonne und einfach wir. Mehr braucht es ja wieder nicht. Nagut, ein Stück mussten wir dann doch noch höher laufen und da sitzen. Wie es mich immer wieder glücklich macht irgendwo hochzugehen und dann in die Natur runterzuschauen. Premium ist das einfach. Schnell 3 Kekse rein für das Energie-Level und dann am Ende eine Pepsi sin azúcar - como siempre. Weltbestes Glücklichmach-Getränk.
Und dann war dir Seele erfüllt und die Vorfreude auf Kochen und die Wohnung genießen groß.
Wir hatten ja schon gestern alles eingekauft, aber es fehlte uns noch eine grüne Lieblingszutat, vielleicht finden wir noch was. Also in einen anderen Supermarkt und dann hatten wir ihn - Brokkoli oh du Gütiger.
Noch einen Käse im Gepäck und neues Müsli. Besser geht es nicht.
Und dann gab es zu Hause Sean Paul - beste Schnibbel/Koch Musik.
Manchmal braucht es einfach nicht viel, um einen glücklichen Tag zu verleben.Read more
Bariloche - Tranquilo
January 30, 2024 in Argentina ⋅ 🌬 26 °C
Bariloche ist einfach ein so feiner Ort. Eigentlich wollten wir noch eine Wanderung machen, aber wir haben uns einfach nicht fit genug gefühlt. Also vernünftig sein. Dann haben wir den vorletzten Tag ruhig gemacht. Haben lange geschlafen, Augenpads zelebriert und natürlich den Joghurt.
Dann lass uns morgen einfach in so eine Touritour einbuchen. Dann müssen wir uns nicht amstrengend und wir kriegen nochmal eine Naturschelle. Wir nehmen die Tour auf Spanisch, dann sparen wir noch 20 Euros ein :-) Tip Top.
Am Nachmittag sind wir dann noch losgeschlendert zu einer entzückenden Bar mit Blick auf den See und haben das Ambiente und den DJ genossen, der da schöne Bel Mar Chillout Mucke aufgelegt hat.
Dann noch ab in Supermarkt - vielleicht finden wir ja vernünftiges Brot!! Und wie gut, dass wir vorgekocht haben. Wir lieben diesen Planungs-Paula-Modus!
Dann wurden wir schön am nächsten Tag im Minibus abgeholt. Bis auf meinen Platz im Gang in der letzten 4er Reihe zwischen einer sorgenvollen Mutter und ihren Kindern, war der Trip ein absoluter Knaller.
Wir wurden an die schönsten Seen gefahren mit dem Highlight des Vulkan-Gletscher-Apparats vor diesem türkisem Wasser. 20 Jahre wird er uns laut Reiseführer noch erhalten bleiben. Immer wieder traurig diese Realität.
Zum Abschluss gab es noch eine kleine Wanderung hoch zum Wasserfall, bevor wir dann 3 Stunden zurückgeeiert sind.
Auf der Rückfahrt kam die Sorgenmutter in einen Redeschwall und der Teenie-Sohn auch. Das war dann doch irgendwie ganz fein und ich bin immer wieder über mich selbst erstaunt, dass ich dieses Spanisch kann - wie auch immer ich mich durch dieses Studium manövriert habe ;-)
Zurück um halb 8 haben wir nochmal die Terasse genossen, gepackt und uns emotional darauf eingestellt, dass wir morgen in diesem Bus sitzen und das Ende der Reise so allmählich eingeläutet wird...Read more
Bariloche - Busabenteur die Fünfte
February 1, 2024 in Argentina ⋅ ☁️ 25 °C
Und wieder ab in den Bus, diesmal aber mit einer neuen Busgesellschaft. Aufregend. Aber dieser confortable Bus. Da hatten wir gleich Freude uns häuslich einzurichten und erstmal am nächsten Morgen in Mendoza anzukommen. Wir konnten etwas schlafen und haben uns ohnehin den Tag über wie immer an unseren Kindlen und der Landschaft erfreut!
Dann ging es um 10 weiter nach Chile. Zwar hatten wir keinen 'Schlafbus'mehr, aber diese Fahrt zunächst an den Anden vorbei und dann durch selbige durch. Das war atemberaubend. Wenn man meint man würde Berge kennen, dann gibt es immernoch die Anden. Wow.
Dennoch waren wir froh, als wir dann endlich angekommen sind in Santiago de Chile. Was für eine Affenhitze. Dann erstmal schnell Geld wechseln, rein ins Taxi und in die AirBnB Butze.
Dieses Viertel Lastarria, in das ich uns da eingebucht habe, war direkt zum Wohlfühlen. Wie sagt meine Begleitung immer so schön 'da hast du ein Händchen, in welchen Traum du uns da wieder eingebucht hast!'
Voller Vorfreude haben wir schonmal das Bett abgefeiert, den Wellnestempel und diese wunderbare Terasse.
Dann gab es noch 2 Bierchen gegenüber und dann wurde der Stecker gezogen. Wirklich nichts ging mehr.
Ab in die Dusche und dann schlafen bis es nicht mehr schockt!Read more
Chile - Die Hitze der bunten Hauptstadt
February 3, 2024 in Chile ⋅ ☀️ 34 °C
Erstmal ausschlafen im klimatisierten Traum. Wie gut, dass direkt unten ein Café ist, da haben wir uns nach dem mitgeschleppten Pulverkaffee stärken wollen. Aber erstmal die Auswahl treffen, welche Kleidung überhaupt noch tragbar und nicht voller Staub ist. Egal. Wiebke kann später in Lyon richtig waschen und ich bring meinen Kram am Montag für 6 Euros in die Wäscherei ums Eck. Ein Hoch auf Google.
Dann sind wir losgezogen, sehr langsam und mit sehr viel Sonnencreme am Körper. Das hat sich schon seltsam angefühlt nach so langer Zeit in der Natur durch diese Metropole zu schlendern. Aber alles ist fußläufig und so spannend und bunt. Zwischendurch musste mit Kaffee, Cola Zero und Wasser im Schatten nachgeholfen werden. Steckt man ja doch alles nicht so leicht weg diesen ganzen Wahnsinn.
Aber diese Stadt ist so verrückt und abwechslungsreich. Es gibt unfassbar beeindruckenden Palast-Gebäude und dann fühlt man sich wieder Jahre zurückversetzt, weil alles doch recht heruntergekommen ist. Ich hatte kurz einen Kuba-Flashback. Und was die alles an Klamotten und Kram feilbieten. Wer soll das kaufen??
Am Ende sind wir noch über den Fluss ins Barrio Bella Vista gegangen, um uns an dem buntem Areal zu erfreuen. Nachts will man hier lieber nicht sein, aber das haben wir ja auch nicht vor - 'Da bleiben wir schön in unserem Viertel'!
Der Fluss ist by the way nur so braun, weil er voller Mineralien aus den Anden ist, sieht trotzdem aus wie Schlordz. Nun gut.
Da dies unser letzter gemeinsamer Abend war, haben wir uns ein letztes großartiges asiatisches Mahl mit gutem Weißwein gegönnt.
Die Stimmung wurde dann auch immer trübsinniger...
Die Vorstellung, dass 4 Wochen dann doch wie der patagonische Wind an uns vorbeigezogen sind, unerträglich.
Aber was haben wir nicht alles erleben dürfen. Wir sind so unfassbar dankbar. Argentinien das war zu Recht ein abolutes Traum-Reiseland!
Und dann half nur noch Krömi zum Einschlafen. Zumindest so halbwegs.
Am nächsten Tag gab es dann nur noch einen Kaffee und dann habe ich meinen Bestie am Flughafen absetzen müssen.
Das war tränenreich und seltsam, aber man kann es ja nicht aufhalten. Wir wollten es so und natürlich ist unsere nächste gemeinsame Reise schon in der Planungspipeline. Anders können wir es uns einfach nicht vorstellen. Und ich bekomme ja übermorgen meinen nächsten Reisepartner an die Seite, um 4 Wochen Chile zu erkunden. Das ist wirklich ein famosen Trost :-)Read more
















































































































































































































































































































































































































