• Komorn

    7. juli, Slovakiet ⋅ 🌬 31 °C

    Der unter Ministerpräsident Viktor Orbán verhängte deutliche Aufschlag für Ausländer beim subventionieren Spritpreis wurde dieser Tage unter der neuen Regierung aufgehoben. Somit konnten wir in Ungarn für ca. 1,70 Euro für den Liter Diesel tanken.

    Die nächste Etappe über rund 265 Kilometer führte uns weiter Richtung Österreich. Doch zunächst wartete auf der Autobahn ein gewaltiger Stau, ausgelöst durch eine kleine einspurige Baustelle. Anfangs kamen wir auf der linken Spur noch ganz gut voran und zogen an Hunderten von Lastwagen vorbei, aus allen Balkanländern, aber auch aus der Türkei und Griechenland. Irgendwann war dann Schluss mit lustig, knapp eine halbe Stunde Stop-and-Go.

    Unser Tagesziel sollte eigentlich ein Naturcampingplatz sein. Eine zugewachsene Einfahrt, direkt daneben die Landstraße und eine Bahnlinie. Ein kurzer Blick genügte – nix wie weg. 😂

    Also musste Plan B her. Park4Night angeschmissen und zwei P Stellplätze gefunden, einen an der Donau und einen neben einer Festung. Dass beide bereits in der Slowakei lagen, hatte ich zunächst völlig übersehen. Ups Grenze... 😳

    Mitglied der EU und Euro Währung, alles gut.

    Der erste Platz an der Donau war zwar nett gelegen und direkt neben einem schönen Restaurant, allerdings auch unmittelbar an einer lärmenden Baustelle. Also weiter zum zweiten Platz in der Innenstadt, der lag direkt an einer großen Festung, neben der Universität und einer Polizeistation. Klingt eigentlich nach einem sicheren Schlafplatz, also rein in die Polizeiwache. Die freundliche jüngere Polizistin sprach weder Deutsch noch Englisch. Kein Problem, sie hatte sofort den Google Übersetzer auf ihrem Handy geöffnet. Meine Frage, ob wir hier über Nacht stehen dürfen, war schnell übersetzt. Sie lächelte, nickte und bestätigte. Besser geht's nicht. Manchmal sind es genau diese kleinen Begegnungen, die eine Reisemobil Tour erfreulich machen.

    "Die Festung liegt im heutigen Stadtgebiet von Komorn am linken Donauufer, welches seit 1920 zur Tschecho-Slowakei (heute Slowakei) gehört. Sie hatte in der Vergangenheit große strategische Bedeutung und war die größte Festung im damaligen Österreich-Ungarn."
    Mehr lesen Festung Komorn – Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Festung_Komorn
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