• Tag 3 (62/235km)

    May 29 in Czech Republic ⋅ ☀️ 12 °C

    Die Nacht war, entgegen meinen Befürchtungen, sehr ruhig. Ein paar hundert Meter weiter fand nämlich ein Festival statt. Die Musik war richtig gut, eigentlich schade, dass um 22:00 Uhr schlagartig Schluss war.

    Duschen fiel heute morgen aus, denn auf kaltes Wasser hatte ich keine Lust😱.

    Kurz nach 08:00 Uhr fuhr ich mit der kleinen Fähre (umsonst) wieder an das östliche Ufer der Moldau und weiter in Richtung Norden durch die Stadt.

    Am der Karlsbrücke musste ich natürlich halten. Wenn man schon mal da ist...😉.

    Die Architektur in der Prager Altstadt ist wirklich absolut sehenswert.

    Nachdem ich hier und da noch Fotos geschossen habe, ging es langsam raus aus der Stadt. Natürlich nicht ohne einen teilweise 9% Anstieg über mehrere Kilometer🥴.

    Zum Glück war es heute nicht ganz so heiß (27°) und es wehte ein erfrischender Wind.
    Auch waren heute, wenn auch nur wenige, Gravelstrecken vom feinsten dabei. Manche Steigungen waren einfach mit dem schweren Rad nicht fahrbar. Der Untergrund lose, tiefe Furchen und viele Steine, machen die ganze Sache eben nicht leicht.

    Die Krönung aber hat sich wieder einmal Komoot geleistet🤬.
    Irgendwann endete der Weg plötzlich, denn es war eine Bahnstrecke im Weg. Die gibt es bestimmt nicht erst seit gestern😡!
    Leider lag das Gleisbett einige Meter tiefer. Also, alle Taschen abgebaut, runter auf die Schienen, andere Seite wieder hoch kraxeln und die Taschen deponieren.
    Diesen Gang musste ich 4x machen, da ich dann auch noch mein Handy auf der anderen Seiten vergessen hatte😱.

    Aber auch die Hürde wurde sportlich genommen und weiter ging es.

    10km vor dem Ziel, konnte ich plötzlich die Pedale nicht mehr treten🫣🤔.
    Da ich gerade auf einer vielbefahrenen Straße unterwegs war, war dieser Defekt zu dem Zeitpunkt mehr als ungünstig.
    Da ich erst einmal nichts entdecken konnte, schob ich das Rad 20m entgegen der Fahrtrichtung zurück, in eine kleine asphaltierte Einfahrt.
    Also Taschen hinten wieder runter und in Ruhe schauen. Nach kurzer Suche konnte ich den Übeltäter allerdings lokalisieren. Es war eine Anschlagschraube, die verhindern soll, dass die Kette von kleinsten Ritzel hinten, nicht abfällt.
    Dass sich eine Schraube mit der Zeit löst, kann ich mir erklären, aber das sich eine Schraube sozusagen weiter reinschraubt🤔.

    Ich war heilfroh, den Defekt so schnell beheben zu können (malte mir schon aus, was passieren würde, wenn das Rad nicht zu reparieren gewesen wäre).

    Um 18:30 bin ich dann am meinem Airbnb angekommen.
    Die anschließende Dusche hat so etwas von gut getan.

    Für morgen Nachmittag ist Gewitter angesagt. Bin mal gespannt...
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