• Ende der Reise

    27. juni, Sverige ⋅ ⛅ 20 °C

    Wir sind im Ziel. 900 Seemeilen in weniger als sechs Tagen.

    Am Ziel wurden wir bereits von drei Katamaranen und einer Yacht erwartet. Welchen Platz wir in unserer Gruppe belegt haben, wissen wir noch nicht.

    Der Zieleinlauf erwies sich als einer der anspruchsvollsten Abschnitte der gesamten Strecke. Zwei Stunden gegen einen starken Gegenwind von bis zu 26 Knoten – zwischen Inseln, über flache Gewässer und fast ohne Betonnung. In einigen Bereichen gab es überhaupt keine Tiefenangaben. Die Zielgerade war zwar betonnt, aber gerade einmal etwa 30 Meter breit. Mit einer 17 Meter langen Yacht hat man in so einer Passage auf Kreuzschlägen kaum Platz zum Manövrieren.

    Während eines Manövers riss das Großsegel im achteren Bereich am Schothorn, also dort, wo es am Baum angeschlagen ist. In diesem Moment erinnerte sich einer aus der Crew an den bekannten deutschen Spruch: „Mutti, sicher ist hier gar nichts!“

    Übrigens haben auch der Spinnaker und der Gennaker kleinere Schäden davongetragen. Und ein Block hat sich verbogen.

    Alles in allem kann man sagen: Die Regatta ist ohne größere Verluste über die Bühne gegangen.

    Auf den Fotos: die nördlichste Tonne der Ostsee, die Medaille um den Hals und die Zieleinläufe der anderen Boote. Später gab es sogar noch ein Zertifikat. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, ob das bei der Jobsuche in der IT-Branche irgendwie weiterhilft.
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