Lake Albert
August 10 in Uganda ⋅ ⛅ 27 °C
Lake Albert ist einer der großen Seen des Ostafrikanischen Grabenbruchs. Der erste Europäer, der Lake Albert 1864 entdeckte, war der Brite Sir Samuel Bake. Er benannte den See nach Königin Victorias Ehemann Albert. Obwohl der Victoria Nil in den Albert See hineinfließt, fließt er als Albert Nil wieder heraus. Lake Albert bezieht sein Wasser vom Lake Edward und dem Ituri Regenwald durch den Semliki Fluss.
Die Strecke führt uns durch wunderschöne Landschaften – vorbei an Teeplantagen, Dörfern und sanft geschwungenen Hügeln, bevor sich die weite Wasserfläche des Lake Albert öffnet. Der See bildet die natürliche Grenze zwischen Uganda und der Demokratischen Republik Kongo und ist bekannt für seine dramatischen Ausblicke. Das glitzernde Blau des Wassers bleibt uns heute leider verborgen. Er erscheint silbergrau und verschmilzt mit dem ebenfalls grauwirkenden Himmel. Eingerahmt wird er von den fernschimmernden Bergen des Rift Valley.
Die extrem steile, felsige Piste führt uns zum See hinunter. Wir stoppen in einem Fischerdorf am Ufer des Sees. Die Häuser sind aus Lehm gebaut, teilweise rund und mit Schilf gedeckt. Schweine, Hühner, Enten und Ziegen gackern und watscheln zwischen den Häusern umher. Dann entdecken wir die Rinder mit den enorm langen Hörnern. Sie sind länger als Kopf und Hals zusammen. Sanftmütige Tiere sind das. Der mächtige Kopfschmuck wird nicht zum Kampf eigesetzt. Wir beobachten, wie die Fischer ihre Boote für den nächsten Fang vorbereiten, Netze flicken und ihre Einbäume mit geübten Handgriffen ins Wasser gleiten lassen. Sehr schnell sind wir von Unmengen Kindern umringt. Alle winken und lachen. Die kleinen Fische werden in der Sonne getrocknet, die größeren werden geräuchert. Dafür gibt es im Boden ein großes Feuer, das mit Blechen überdeckt ist. Darunter liegen die Fische und werden zwei Wochen lang geräuchert. Da sich der Tag dem Abende nähert, beginnen viele Familien zu kochen. Ein kleiner Lehmofen reicht hierfür völlig aus. Äste werden unten hineingeschoben und der Topf oben drauf kocht. Wasser gibt es hier am See genug, allerdings ist es Bilharziose verseucht. Das führt immer wieder zu Problemen. Die Kinder haben ihre Freude im kühlen Nass. Natürlich darf auch der Fußballplatz nicht fehlen, auf dem groß und klein gemeinsam kicken. Es ist schön, das einfache, aber faszinierende Leben der Menschen, deren Alltag vom Rhythmus des Wassers bestimmt wird, zu beobachten. Das Leben ist geprägt von harter Arbeit, aber auch der Dorfgemeinschaft und der tiefen Verbundenheit mit dem See. Hier kennt jeder jeden. Trotz des harten Lebens geht es doch auch sehr gemütlich zu. Man sitzt zusammen unter den Bäumen und tut einen Großteil des Tages einfach nichts. Aber halt. Gefischt wird nachts. Irgendwie müssen sich die Männer auch erholen, denn tags wird nicht geschlafen.
Es ist ein absolut authentisches Erlebnis durch das Dorf zu laufen und die Menschen zu erleben. Schön überall begrüßt zu werden und natürlich will man wissen, woher wir kommen. Ich könnte nach ewig weiter durch das Dorf laufen, aber es ist Abend und wir müssen die steile Felspiste auch wieder hinauf. Das Auto kämpft sich. It 4x4 und Untersetzung langsam nach oben. Immer wieder rutscht es am Fels ab und wir umkurven tiefe Auswaschungen und Brüche.Read more









































Traveler
Schicke Frisur😍
Traveler🤣
TravelerSehr schöne und ausdrucksstarke Kinderfotos!
TravelerDas erste Bild finde ich unglaublich. Dieser Gesichtsausdruck.
Traveler👍🏻