July - August 2019
  • Day13

    Can I take a picture with you?

    August 11 in Taiwan ⋅ ⛅ 29 °C

    Am zweiten Tag in Kaohsiung hätten wir das erste Mal auf unserer Reise ein typisch asiatisches Frühstück: Reis, gebratenes Gemüse und Suppe - Sarah war „happy“. Gleich danach ging es mit der Fähre auf die Halbinsel Cijin. Hier waren auf engem Raum einige Sehenswürdigkeiten der Stadt anzutreffen. Wir besuchten den alten Leuchtturm, das alte Fort von Kaohsiung und machten uns am Strand entlang auf den Weg zum Muschel-Museum. Auf diesem Weg wurden wir jedoch selbst zum Highlight der Insel. Etwas zögernd kam zunächst eine kleine Asiatin an und frage uns mit piepsiger Stimme: Can I take a picture with you. Doch damit war sie nicht die einzige. Noch einige weitere Male mussten wir mit gezwungenem Lächeln parat stehen. Hierbei stellten wir fest, dass „berühmt sein“ bestimmt anstrengend sein muss. Europäer werden im fernen Ausland zwar gerne als Fotomotiv genutzt (in Taiwan vermutlich wegen der hellen Haut), aber mit so einem Ansturm an einem Tag hätten wir nicht gerechnet.
    Zurück auf dem Festland bestiegen wir noch das ehemalige britische Konsulat und genossen ein paar Maracujas im Central Park. Abends besuchten wir einen der bekanntesten Nachtmärkte Taiwans, den Ruifen Nightmarket. Trotz dass wir schon viele Nachtmärkte besucht hatten entdeckten wir doch wieder ganz neue Gerichte, die wir sogleich probierten.
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  • Day12

    Tempeltour um den Lotus See

    August 10 in Taiwan ⋅ ⛅ 31 °C

    Nachdem wir gestern aufgrund des stürmischen Taifuns nicht viel unternehmen konnten, wollten wir den heutigen Tag umso mehr nutzen. Auf dem Weg zur Bushaltestelle, wurden wir von einem wildgestikulierenden Taxifahrer aufgehalten, der uns anbot, uns zusammen mit zwei Chinesen für den selben Preis wie das Busticket nach Kaohsiung zu bringen. Da das Taxi deutlich schneller als der Bus war, ließen wir uns auf den Deal ein. Allerdings kostete uns diese Taxifahrt auch einige Nerven. Abgesehen von dem lauten Organ des Taxifahrers und dessen ständige Kommunikation mit seinen Kollegen über den Taxifunk, stresste uns dessen Fahrweise. Mit zittrigem Fuß bewegte er das Gaspedal auf und ab, während er auch mal auf dem Standstreifen überholte. Dazu kamen Mundbewegungen, die an einen Würgereiz erinnerten - vermutlich war ihm von seinem Fahrstil selbst schlecht geworden. Erleichtert nach der Ankunft in Kaohsiung machten wir uns nach einem kurzen Zwischenstopp am Hotel auf zum Lotus See, der seinen Namen von den vielen Lotusblumen hat, die in ihm wachsen. Sogleich starteten wir unsere Tempel Tour, einmal um den See herum und begannen bei der Drachen-Tiger Pagote. Nach taiwanesischem Glauben kann man dort sein Pech in Glück verwandeln, wenn man die Pagote durch den Drachenmund betritt und zum Tigerkopf wieder herauskommt. Dies liesen wir uns nicht zweimal sagen. Nach weiteren vier Tempeln, hatten wir den See einmal umrundet. Somit haben wir unseren Stempelpass voll und konnten als Mitglieder der buddhistisch-taoistischen Glaubensgemeinschaft aufgenommen werden. Gestärkt mit einer frischen Ananas, besuchten wir noch ein paar kleinere Parks sowie den bekanntesten U-Bahnhof Taiwans, den Dome of Light. Zum obligatorischen Abendprogramm zählte natürlich ein Besuch auf einem Nachtmarkt. Neben den uns bereits bekannten Leckereien der taiwanesischen Küche, sahen wir auch einige schräge Dinge: Schlangensuppe, Entenzunge, Schweineherz und noch weitere undefinierbare Ekeleien.Read more

  • Day10

    Das Korallenriff im Wald

    August 8 in Taiwan ⋅ ☁️ 31 °C

    Da der Wetterbericht für den Nachmittag Regen ankündigte, machten wir uns schon früh mit dem Roller auf den Weg in die nahe gelegenen Berge, wo sich die „Kenting Forest Recreation Area“ befindet. Unser Streifzug durch diesen Park führte uns durch einen naturbelassenen Regenwald, jedoch auch Gebiete mit wieder aufgeforsteten Bäumen unterschiedlicher Art. Das Besondere an diesem Park ist jedoch, dass dieser aus einem alten Korallenriff besteht, das durch die Plattenverschiebung nach oben gedrückt wurde. Dadurch haben sich schmale Schluchten und Tropfsteinhöhlen gebildet. Beeindruckend waren ebenfalls die „freischwebenden“ Bäume, deren Wurzeln einige Meter frei hängend nach unten wachsen mussten, bevor sie auf dem Boden Fuß fassen konnten.

    Entgegen der Wettervorhersage regnete es am Nachmittag doch nicht, weshalb wir einen Ausflug in den Eluabi und Longpan Park machten. Neben einem Leuchtturm und Klippen, die an Irland erinnern, besichtigten wir auch den südlichsten Punkt Taiwans. Leider war uns ein Strandnachmittag nicht gegönnt, da die Strände wegen dem aufgepeitschten Meer alle gesperrt sind. Den Abend ließen wie, nach einem Besuch auf dem Nachtmarkt, mit leckeren Cocktails auf unserem Balkon ausklingen.
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  • Day9

    Glück im Unglück

    August 7 in Taiwan ⋅ ⛅ 31 °C

    Als wir gestern unsere reservierten Tickets für die Fähre abholten, teilte uns die Dame am Ticketschalter mit, dass am Donnerstag - unserem ursprünglich geplanten Rückreisetag - keine Fähre fahren kann. Grund hierfür sei der auf Taiwan Kurs nehmende Taifun. Wir hatten nun die Wahl, uns für eine Rückfahrt am nächsten Tag oder aber für einen 4-tägigen Aufenthalt auf der Insel zu entscheiden. Unsere weitere Reiseroute im Hinterkopf habend, entschieden wir uns für den eintägigen Kurzaufenthalt. Mit Rücksicht auf unsere daheimgebliebenen Mitleser, behielten wir diese Info jedoch für uns, bis wir wieder sicher auf dem Festland angekommen waren.
    Doch nun zum heutigen Tag: Bereits um 7.30 Uhr checkten wir aus unserem heruntergekommenen Hostel aus und nutzten die verbleibende Zeit, um die restlichen Sehenswürdigkeiten auf der Insel zu bestaunen. Hierzu gehörte auch ein Besuch im Gefängnis für politisch Andersdenkende, das in den 50er-80er Jahren das Erscheinungsbild der Insel prägte. Um 12 Uhr ging es mit dem Katamaran zurück nach Taitung. Froh darüber, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, wartete schon die nächste Herausforderung auf uns. Nach Rücksprache mit unserem dortigen Hotel, war es kein Problem, bereits eine Nacht früher einzuchecken. Wir hatten bereits im Voraus ein Zugticket nach Kenting für den nächsten Tag gekauft. 10min vor Abfahrt dieses zeitgleichen Zuges kamen wir am Bahnhof an und sahen unsere Hoffnungen schon schwinden. Doch hatten wir das Glück auf unserer Seite und wir konnten die Tickets kostenlos innerhalb kürzester Zeit auf den heutigen Tag umbuchen und bestiegen mit dem letzten Trillerpfiff den Zug. Bei strömendem Regen sprinteten wir vom Bahnhof zur Bushaltestelle, um einen Bus zum Kenting Nationalpark zu ergattern. Dort angekommen, ließ der Regen nach und die Sonne kam heraus. Am Hotel erwartete uns die nächste positive Überraschung: Leider war unser reserviertes Doppelzimmer ausgebucht und wir bekamen stattdessen für den gleichen Preis ein riesiges 6-Bettzimmer mit Balkon, das wir für die nächsten 3 Tage unser Zuhause nennen durften. Danach stürzten wir uns gleich in das Getümmel auf dem nur wenige Meter entfernten Nachtmarkt. Dieser toppte alle Nachtmärkte, auf denen wir bereits gewesen waren. Alles in allem können wir heute wahrlich sagen, dass wir "Glück im Unglück" hatten. Waren wir anfangs geknickt, dass wir nur einen Tag auf der Insel hatten, sind wir im Nachhinein froh und dankbar, einen Tag mehr hier im wunderschönen Kenting zu haben.
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  • Day8

    Lü Dao - die grüne Insel

    August 6 in Taiwan ⋅ ⛅ 31 °C

    Aus alter Gewohnheit ging es auch heute morgen nach dem Frühstück wieder an den Bahnhof und mit dem Zug in das eine Stunde entfernte Taitung. Doch hier sollte unsere Reise nicht enden. Am Hafen wartete bereits der Katamaran auf uns, der uns auf die 33km vorgelagerte Vulkaninsel Lü Dao, die auch als Green Island bekannt ist, brachte. Aufgrund der rauen See wurde aus allen Ecken nach „Jörg“ gerufen.
    Am Ziel angekommen mieteten wir uns einen Roller (neben wenigen Autos das einzige Verkehrsmittel auf der Insel). Tatsächlich hatte es den Anschein, als gäbe es mehr Zweiräder als Personen auf der Insel.
    Um uns einen Überblick über die Insel zu verschaffen, umrundeten wir sie einmal und nahmen dabei einige Aussichtspunkte mit. Nach 18km und ca. 90 Minuten Fahrzeit waren wir wieder an unserem Ausgangspunkt angekommen. Hier wartete auf uns jedoch der Höhepunkt dieser Insel: Schnorcheln im Korallenriff. Anders als wir es uns vorgestellt hatten (Ausrüstung leihen und los), mussten wir uns zunächst in einen Neoprenanzug zwängen und uns einer geführten Gruppe anschließen. Nach einem ausführlichen Briefing auf Taiwanesisch wurden wir, alle an einem Seil klammernd, von unserm Guide durch das Wasser gezogen. Anfangs noch skeptisch, durften wir jedoch sogleich feststellen, dass sich die vielen Fische durch die Touristenmassen komischerweise gar nicht beirren ließen. Wir konnten auf dieser Tour viele bunte und unterschiedliche Fische entdecken. Zum Abschluss des Tages wagten wir uns noch in die völlig überladenen Souvenir-Shops.
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  • Day7

    Wandern im "Regen"wald

    August 5 in Taiwan ⋅ ⛅ 28 °C

    Nachdem unsere Hostmum, oder wie Sebastian sagte: "der kleine Weihnachtself", uns mit einem kleinen Frühstück versorgt hatte, ging unsere Reise weiter mit dem Zug nach Yuli. Dort angekommen mieteten wir uns gleich einen Roller und machten uns auf zum Yushan Nationalpark. Schon auf dem Weg dorthin begegneten wir einem kleinen Schwarzbären, der fröhlich auf der Straße umher lief. Gespannt darauf, was uns noch alles erwarten würde, starteten wir unsere Tour bei leichtem Sonnenschein entlang des Walami Trails. Der schmale Wanderweg führte uns durch den taiwanesischen Regenwald hinauf in ein Hochtal, zu einer ehemaligen japanischen Polizeistation. Doch leider mussten wir auf halbem Wege feststellen, dass der "Regen"wald heute seinem Namen alle Ehre machte. Da es jedoch nicht nur leicht nieselte, waren wir zu einem kurzen Stop unter einem Felsvorsprung gezwungen. Diese Zwangspause nutzten wir, um unsere Tüten-Salzkartoffeln zu essen. Als der Regen etwas nachließ, setzten wir unsere Wanderung fort. Da wir, gutgläubig wie wir waren, nur einen Schirm dabei hatten, wurde Sarah kurzerhand erfinderisch und nutzte ein Elefantenohr-Blatt als Regenschutz. Doch der Regen hatte auch etwas Gutes, denn er lockte die unterschiedlichsten Lebewesen hervor. So hörten wir den "Motorsägen"-Vogel, zahlreiche Echsen hüpften uns über den Weg, ebenso wie zwei exotische Laufvögel und sogar ein Affe hatte sich im Baum versteckt. Am Ziel angekommen, erwartete uns der nächste Regenguss. Doch glücklicherweise gab es hier eine Schutzhütte. Aus Angst vor einem weiteren Regenguss, legten wir den Rückweg in der Hälfte der Zeit zurück. Trotz des bescheidenen Wetters war die Tour alle Strapazen wert. Das leckere Abendessen beim Koreaner rundete den Tag perfekt ab und wir konnten müde ins Bett fallen.Read more