Ein Trip an die Ostküste
Sep 1–8, 2024 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 34 °C
Arugam Bay: Von tierischen Straßensperren bis zu klimatischen Herausforderungen
Unser Abenteuer nach Arugam Bay startete mit einer epischen 10-stündigen Fahrt (mit Pausen) von Mirissa – und was für eine Fahrt das war! Wir sahen unterwegs fünf Elefanten, drei davon direkt auf der Straße, die eine kleine "Mautstelle" errichtet hatten, um sich von vorbeifahrenden Autos mit Obst bezahlen zu lassen.
Unterwegs kehrten wir zu einer Frühstückspause in Kirinda in einer altvertrauten Unterkunft ein. Es war ein kulinarisches Highlight: Büffeljoghurt, viiiel Obst, Toast mit Avocado, Marmelade und noch viel mehr – so konnten wir gestärkt weiterfahren!
Arugam Bay entpuppte sich als echtes Surferparadies mit traumhaft langen Wellen und einer gemütlichen Atmosphäre, auch wenn es doch sehr touristisch war – und ja, auch viele oder überwiegend sogar deutsche Touristen! Leider blieb uns nur wenig Zeit, um den Strand richtig zu genießen, da wir hier nur eine Zwischenübernachtung eingeplant hatten. Das Wetter war sehr warm, was draußen am Strand ein Segen war, wurde in unserer Unterkunft schnell zum Problem. Die Klimaanlage funktionierte kaum und das Zimmer glich einer Sauna. Das Badezimmer roch modrig oder beinah nach Fäkalien und das Wasser, das genauso roch, lud auch nicht wirklich ein – wir beschlossen, auf die Dusche zu verzichten.
Das Highlight des Abends war dann aber ein Sri-lankisches Curry-Buffet, so lecker, dass wir uns maßlos überfraßen. Bevor wir schlafen gingen, grinste uns dann noch eine Kakerlake frech vom Vorhang entgegen – der perfekte Abschluss für einen Ort, den wir schnell wieder verlassen wollten. Auch wenn Arugam Bay an sich uns sehr gefiel.
Kalkudah: Ruhe, Kühe und Kotthu
Nach einem morgendlichen Strandspaziergang und einem eher mittelmäßigen Frühstück ging es weiter nach Kalkudah – ja, erneut vier Stunden im Tuk-Tuk! Unsere Unterkunft dort war ruhig, vielleicht sogar zu ruhig, und rundherum gab es... nichts. Nicht einmal einen Supermarkt! Ein Spaziergang führte uns zu einem traumhaften Strand und vorbei an einem verlassenen Luxushotel, das aussah, als sei es einem Horrorfilm entsprungen. Da man den offenen Rezeptionsbereich noch betreten konnte und wir einfach zu neugierig waren, erkundeten wir das doch eher gruselige Gelände, es gab noch viele Möbel wie Tische und Stühle und improvisierten Schlafplätzen aus alten Poolliegen, die mittlerweile von Obdachlosen genutzt wurden.
Hungrig nach unserer Entdeckungstour machten wir uns auf die Suche nach Essen – eine knifflige Aufgabe, da die Auswahl mager war.
Nach unserer Entdeckungstour gingen wir auf Nahrungssuche - das gestaltete sich erst etwas schwieriger denn die Auswahl war nicht groß, sodass es am Ende dann doch irgendwie leicht war, da uns aus Kostenausschlussgründen aus dem ohnehin kleinen Angebot nur noch ein Lokal übrig blieb. Wir aßen in einem kleinen Garten bei einem geschwätzigen Inhaber mal wieder Kotthu (wie mindestens jeden 2. Tag - Manchmal aß einer von uns auch etliche Tage in Folge Kotthu) und zwischendurch kamen 2 Kühe, die auch mal vorbeischauen wollten - weniger aber wegen des Kotthus als wegen der saftig grünen Wiese auf der die Tische und Stühle des Restaurants aufgebaut waren.
Trincomalee: Strandwetter & Schuhdrama
Am nächsten Morgen machten wir uns direkt auf den Weg nach Trincomalee. Die Fahrt zog sich wie Kaugummi und kurz vor unserer Ankunft machten wir einen Zwischenstopp in einer Werkstatt, um das Tuk-Tuk "greasen" zu lassen, denn eigentlich muss man alle 1.000km die Reifen des Tuk-Tuks „greasen“ lassen und da wir nun bereits um die 1.400km hinter uns hatten, war es allerhöchste Eisenbahn. Was das genau bedeutet, wissen wir bis heute nicht, aber immerhin war nach Luft nachpumpen, irgendeinen Filter grob reinigen und Ölstand checken alles offenbar wieder im grünen Bereich! Zumindest sind wir ganz deutsch den Anforderungen der Tuk-Tuk-Vermietung nachgegangen.
Trincomalee entpuppte sich definitiv als Genuss für uns: Wunderschöner weitläufiger Strand, gutes Essen und entspannte Tage in einer sauberen, gemütlichen Hütte. Abgesehen von den abendlichen Besuchen riesiger Spinnen im Badezimmer, war der Aufenthalt traumhaft. Der weite Weg hatte sich also gelohnt! Wir genossen den schönen Strand eigentlich jeden Tag, machten es uns auf den Liegen, die sogar mal kostenlos waren, bequem und gingen viel baden (Söris Highlight: wie ich völlig unerwartet von hinten von einer Welle umgeklatscht wurde, obwohl ich davor die ganze Zeit erfolgreich bemüht war meine Haare nicht nass werden zu lassen).
Abgesehen vom Strand besuchten wir eine abendliche Zeremonie im Hindutempel im Fort Frederick. Die Zeremonie versprach ein spirituelles Erlebnis, so dachten wir zumindest - letztendlich verlief es aber doch ganz anders als erwartet.
Wie bei jedem Tempel, zog man auch dort seine am Eingang Schuhe aus. Da wir keine Lust hatten unsere Schuhe vorne abzugeben (typisch deutsche Angst, die mitschwingt, dass sie vielleicht danach weg wären - aber ich sag mal so… jeder der die klauen würde, wäre schon ein bisschen ekelhaft, denn mit den Schuhen haben wir schon einige Kilometer in der Hitze runter gelaufen und das ist auch an den Schuhen nicht spurlos vorbei gegangen). Jedenfalls steckten wir die Schuhe in eine Tasche, die nach oben hin geöffnet war und besuchten den Tempel. Es war schon eine ziemlich mystische Atmosphäre mit den Glocken-, Trommel- und Gebetsklängen sowie dem Duft von Räucherstäbchen. Den Anfang der Zeremonie bekamen wir mit bis plötzlich einer der Mitarbeiter an Söris Arm zog und erschrocken oder verängstigt stöhnte - wir waren völlig verwirrt und wussten erst nicht was los ist bis er uns unmissverständlich mit seinen wilden Armbewegungen nach draußen wies. Vor der Tür kam dann ein anderer Mitarbeiter zu uns und klärte uns auf, dass man die Schuhe absolut nicht mit reinnehmen darf - auch nicht in der Tasche. Nagut, hatten dann auch genug von der Zeremonie gesehen, da wir uns nicht die Blöße geben wollten die Schuhe nochmal vorne abzugeben und wieder reinzugehen.
Abschließend kann man sagen, dass wir alles (naja, bis auf das mit den Schuhen) richtig gemacht haben, denn wir hatten ein paar sehr schöne und entspannte Tage und nun geht es mit einem Zwischenstopp im Landesinneren zurück nach Negombo, wo wir unser lieb gewonnenes Tuktuk „Abu“ abgeben werden.Read more




















TravelerWieder mal spannend zu lesen!😍
Traveler🥰♥️
TravelerEs bringt immer wieder Spass euren Reisbericht zu lesen.es tut bestimmt weh euren treuen und liebgewonnenen Weggefährten abzugeben
TravelerJaa, wir vermissen ihn schon jetzt ein bisschen 😕 hat irgendwie doch schon Spaß gemacht