36 Grad, kein Ventilator
February 1, 2023 in Kenya ⋅ ☀️ 32 °C
Hallo liebe Saunafreunde und auch alle, denen kein Eisen zu heiss ist! Hier meldet sich Charlotte aus Voi !
Es war unser letzter Tag im Busch und wieder aufregend. Vor dem krönenden Abschluss, unserem Besuch in der Sheldrick Station ( große Gruppe / in Nairobi war die Kinderkrippe), absolvierten wir einen sechsstündigen Game Drive bei Temperaturen um die 35 Grad.
Safarilike schließt man bei Gegenverkehr auf der Piste dann auch noch die Fenster, um nicht noch mehr Staub zu inhalieren, das hat der Schwitztour eher noch Aufwind gegeben. Da schlürfen sich drei Liter Wasser mal schnell so weg. Ohne Pinkelpause, versteht sich. An den Sümpfen, im Schatten einer Akazie, beobachteten wir Big Tusker, Ihr erinnert Euch - die Stoßzahnriesen. Im Gespräch mit Rangern erfuhren wir auch den Namen des „Neuen“, Jaru one. Der musste schon den Kopf heben, um nicht beim Gehen Furchen zu ziehen, sehr imposant anzuschauen. Eher possierlich dagegen die Klippschliefer am Wegrand und wieder zahlreiche Schmetterlinge, die „ Margarita White“ genannt werden. Unbeeindruckt von der Hitze scheuchte ein Impalabock seinen Harem über die Ebene. Anundfürsich nichts Besonderes, wenn wir nicht 280 Beine gezählt hätten. Wir lernten, dass das Schwerstarbeit sei, Frauen und Kinder in dieser Anzahl im Zaum zu halten und sich das Glück des Paschas zeitlich im Rahmen hält.
Es war tatsächlich im Gesamtbild jene Aufnahme von grasenden Elefantenherden nebst Zebras, Oryx, Kuhantilopen auf einer Feuchtebene, was die Erinnerung an Afrikas Savane manifestiert. Dazwischen steigen Sekretäre, schreiten Hornraben und, Trommelwirbel : echte Weisstörche aus Europa, die hier überwintern. Beim Blick auf den Wetterbericht in der Heimat finden wir das auch in Ordnung, denn bei der Kälte hält es ja kein Frosch aus…bis er gefressen wird. Beobachtet wurde die Szenerie von vier Löwinnen, so lange, bis Gazellen sie entdeckten und Alarm schlugen.
Schnell wurde ein Sicherheitskorridor um den Busch eingerichtet und gemieden. Nicht von uns, so lange, bis andere auf unser Auto aufmerksam wurden und bevor die Zahl zweistellig wurde, ergriffen wir die Flucht.
Inzwischen hatte die Sonne den Zenit erreicht und wir waren willens, den Heimweg anzutreten. Sogar die Büffel türmten sich unter Vernachlässigung der Abstandsregeln im raren Schatten und von Geparden, weiteren Löwen und dem Scheitan ( sollen nicht Schlange sagen, da haben alle Panik) fanden sich nur noch Spuren im Sand. Und allen, die da ihre Abdrücke gelassen hatten, will man ja gar nicht unbedingt begegnen….
Das Wasserloch am Haupthaus bot Elefantenentertainment, doch wurde da gerade ein Gruppe Kongressteilnehmer abgefüttert, deren akustische Hinterlassenschaften zum Unmut unserer Menschen führte.
Grad war noch eine halbe Stunde Pause im Zelt drin, die Schuhe lüften und Augen schließen, dann ging es ein letztes Mal in den Tsavo Ost Park, gleich links hinter dem Tor den Berg hinauf. Sheldrick hatte unsere Anmeldung erhalten und mit nur vier anderen Touristen warteten wir keine Minute bis zur Ankunft unserer Racker. Paul hatte wieder den Weg nicht gefunden, wie beim ersten Mal, John bei unserem zweiten Besuch auch nicht. Grad noch rechtzeitig geschafft zur Milchmahlzeit. Puuhhh. Ich weiß nicht genau, ob und wie das mit Kerstin und Godoma so gelaufen ist, aber die Parallelen sind unverkennbar. Godoma kam mit der ersten Gruppe der Miniausgaben als Begleiterin, die Größeren wurden auch mal zur Ordnung gerufen und sie versuchte, nach ihrer Ration sich noch ein paar zusätzliche Milch- Schlucke zu ergattern. Später im Gatter hat Kerstin sie wieder gefüttert, und fragt nicht nach Wiedererkennung, man kann es sich einbilden oder lassen, doch es war wieder pure Freude. Nur dieses - beim fünften Mal der Begegnung der beiden - hatte Godoma noch mal einen halben Meter über Kerstins Scheitel zugelegt. Nichts mehr übrig von dem halben Hahn von 2015…
So isses mit den Menschenkindern und den Elefanten auch.
Das war die Sahnehaube über den letzten sieben Tagen in der Wildnis.
Damit wir nicht vergessen, wie rau die Realität ist, gab es noch einen Zwischenfall am Park- Gate. Beim Packen all der deponierten wichtigen Dinge, die eine Woche im Auto wohnten, wie Vogelbücher, Bestimmungstafeln, Sonnenbrillen, Safarihüte und Kram…. hat Holger eine Tüte Kartoffelchips aus dem Lunchpaket verblieben auf den Sitz gelegt… mit der Definition von „Affenzahn“ sprang eine Meerkatze durch das halb geöffnete Fenster und klaute die Glitzerfolientüte schneller als Kerstin schreien konnte. 1:0 für den Affen. Krrrrrhhhhhh.
So Ihr Schwitzkastenartisten, jetzt geht ein Sturm durchs offene Restaurant, dem bei uns zu Hause ein dolles Gewitter folgen würde. Darüber würden sich die Menschen und Tiere und Pflanzen hier auch freuen und deshalb wird es nicht geschehen. Wir werden jetzt unter dem Restlicht des Tages unsere Safariwoche ausklingen lassen.
Ihr Lieben, wie wir die nächsten fünf Tage im Paradies kommentieren werden, müssen wir zu viert beraten. Erst mal haben wir noch einen fetzigen Reisetag vor uns, sagt Kerstin. Mal sehen, ob sie blufft. Madaraka - Express nach Mombasa, mit dem Auto durch die Stadt inklusive Fähre, dann noch zähe zwei Stunden bis Chale Island und wenn Ebbe ist, mit dem Trecker übersetzen. Mal sehen…
Also liebe Mitleser, das war’s erst mal von der wilden Tierwelt und unglaublich endlosen Weite der afrikanischen Savanne,
Kwaheri sagt man hier, badai- bis gleichbald! Eure CharlotteRead more























Traveler
Das ist Wiedersehensfreude👍🙂
Traveler
Endlich Holger 👍🙂🐘
Traveler
Das isses!!!