• Dschungelprüfung und Schlamassel

    25. September 2023 in Kenia ⋅ ☁️ 14 °C

    Hallo Ihr Freunde der Schlingpflanzen,
    Hier ist Charlotte mit dem zweiten. Nicht der Blick vom ZDF sondern neuer Versuch. Oh weh wie abhängig sind wir Nilpferde doch von dieser Technik…. Dass die ersten Bilder zu den Texten hier gehören und dem alten davor, ist logisch und doppelt gut, denn wir dürfen damit doppelte Anzahl an Bildern hochladen. Ist nämlich limitiert!
    Der ganze schöne Text im Nirwana, doch jammern hilft nicht, wech is wech. Und dabei musste ich erst mal recherchieren, denn über zweitausend Höhenmetern kenn ich mich nicht aus! Und die Menschen haben auch keine Messner - Gene, also alles auf vier Rädern.
    Heute ging es hoch ins Bergland von Lord Aberdare, wenigstens nach ihm benannt. Der alte Mann war der Boss der Geografischen Gesellschaft zu London vor geraumer Zeit . Und wie so manch anderer Wichtiger von der Insel hat er sich in Ostafrika namentlich verewigt. Spricht man aus wie „aber DER war’s!“
    Ein ungewohnt blauer Himmel täuschte uns zunächst darüber hinweg, dass es im Prinzip täglich regnet . Der Hagelschlag am Nachmittag war beweisführend. Erst bildeten sich kleine Rinnsale, dann wollte uns das Wasser wegspülen. Mutig im Geiste wollten wir unbedingt einen Wasserfall heimsuchen. Fast hätte dieser uns heimgesucht… der Weg war so steinig, dass wir uns dann doch für die Übernachtung in der Lodge und gegen eine im Park entschieden und „Wenden in 3 Zügen“ versuchten. Allrad und Schlamm - der Junge, der das Auto putzen muss, bekommt nen Extraschein….
    Die Fishinglodge bot alles außer Fishing. Vor allem einen traumhaften Ausblick, der auch mit einem Norwegentrip vergleichbar wäre. Die Angelbox staubt also weiter vor sich hin im Laderaum….
    Wir schraubten uns durch verschiedene Bewuchszonen Richtung Gipfel. Es war umwerfend. Zu sehen, dass Kenia nicht nur aus verbranntem Grasland und Massaidörfern besteht, wie manche uns daheim glauben lassen wollen. Außerdem, in Äquatornähe kühlen Wind zu spüren und Vegetation wie von einem Märchenplaneten zu erleben. Erst kamen die Bambuswälder. Wenn in China mal die Pandabärchen nichts mehr zu essen haben, könnte die gesamte Population umgesiedelt werden ohne Zweifel. Allerdings kämen dann auch die Chinesen zum Glotzen, das wollen wir nicht.
    Also weiter an die 3000 Meter. Hier überraschten uns Bäume, denen man beim Pflanzen nicht gesagt hat, dass es bis unter zehn Grad werden kann. Da haben die sich zu helfen gewusst, die Bäume, und sich Mäntelchen angezogen. Wie lange Bärte fusselte es an jedem Ast herunter und sollte mal ein Westover werden. Der Namensgeber ist ja englisch.
    Und dann, ja dann ging es auf 3240 Meter. Noch nicht das Ultimo aber erst mal die Ausflugsgrenze. Von hier könnten wir der Zugspitze auf den Kopp spucken und wer will schon auf den Watzmann? Alles ohne Eispickel, Dirk II !! Die Bäume haben sich in Moos gehüllt, dass kein Pfadfinder die Wetterseite finden könnte. Vier Meter hohe Farne, Schlingpflanzen…. Grüne Hölle.
    Wer nur einmal im Leben nach Afrika reist, wird hier eher selten campieren, denn alles was man sehen könnte, muss man durchs Dickicht erst mal erspähen. Da muss der Safarigast und das Hippo Geduld haben und Verzicht üben. Ein Paar Elefanten aus der Ferne, eine Hyäne , nervöse Büffel. Ein Highlight das Waldschwein. Die wühlen hier nämlich nicht die Gärten um sondern machen sich rar. Unser Exemplar ließ sich nicht beirren durch unsere Anwesenheit und frass genüsslich. Die andere Premiere hatten wir mit Sykes Monkeys. Coole Vertreter droben, auf Deutsch Weisskehlmeerkatze - wie unerotisch.
    Stritten wir uns noch um Klippenadler oder nicht, waren wir beim Wiedehopf und einem Amethyst Sunbird einig.
    Zehn Stunden aufm Bock, wir waren fein müde am Abend. Und beim Gutenachtwünschen habe ich
    Krch….krch…krch….krch….
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