Sonntagsausflug
May 17 in Botswana
☀️ 21 °C
Sonntagmorgen 6 Uhr
Zehnfaches multilinguales Schweigen. Das lauteste Geräusch macht der knusprige Toast, wenn er zwischen schottische, holländische oder französische Kiefer gerät. Meine Menschen knistern nicht. Die schlürfen erst mal ihren Kaffee und runzeln die Stirn, wie die anderen warmen Haferbrei in sich hineinschlabbern.
Muss ja nicht sein, wenn’s Spiegelei gibt.
Dann auf zur Morgenpirsch und welcher Platz gibt als erstes Vierbeiner her, um die tierhungrigen Objektive zu füttern? Der Airstrip. Auf dem Weg dahin hüpfen Steinböckchen davon und die Webervögel lüften ihre Nester im kühlen Morgenwind. Wir schauen den Impalajungs zu, wie sie sich im Nahkampf üben und erspähen zwei Neuankömmlinge. Hartebeest, das sind Kumpels von den Gnus nur schöner, gesellen sich an den Rand der Landebahn. Kreuz und quer springen übermütige Schabrackenschakale und wie ein Pfeil schiesst ein Karakal über die Landebahn. Diese luchsartige Mietze mit wunderschönen Puschelohren schließt Freundschaft mit einem der Schakale und tobt mit ihm, von der aufgehenden Sonne gewärmt, durchs kniehohe Gras. Wie an einem normalen Familiensonntag daheim. Die Eltern wollen noch schlafen und die Kids toben. Einen Steinwurf weiter steigert sich der Spieldrang zweier anderer Schakale, die die beiden Hartebeest‘ als Spielkameraden auserkoren hatten und jagen sich energiegeladen durch die Ebene.
Es war ein schöner Lachmoment. Viele sollten bis zum Mittag nicht dazukommen. Warum auch? Sonntags geht es in die Kirche, da können nicht so viele Säuger Parade abhalten. Die gackernden Hühner bleiben natürlich draußen, hören eh keiner Predigt zu. Die hätte Holger gut verkraften können, denn er machte sich einen Gag mit einer Wildkamera. Hoffentlich finden wir seine Faxen nicht mal irgendwo im Netz 🙈🙈🙈
Ein „ hooded volture“, also ein Geier mit Kopfbedeckung, hatte sich an ein Wasserloch verirrt, denn der Guide erklärte uns, dass er in den Norden gehört. Pferd war sich sicher, dass der uns schon mal ausgespäht hat.
Dann hieß es Abschiednehmen von der Kalahari und ihren inzwischen gut bewachsenen Dünen.
Ein letzter Schwenk um die Startbahn, damit unser heute etwas größer ausfallendes Flugzeug, 12 Passagiere würden reinpassen, auch kein Frankolinhuhn in den Propeller kriegt, dann warten. Auf die Minute landete die Cessna, kurz nachdem ich dann doch noch mein Selfie auf dem Tracker - Sitz bekommen habe. Tschacka 💪🏻
Der Windsack blähte sich mächtig auf und bereitete sich auf seine Anzeige - Aufgabe vor.
Dann kam der Luftbus und nahm uns nach Maun mit zum Umsteigen. Holger pennt inzwischen schon im Buschflieger, also unaufgeregt wie erwartet. Gleich soll es weiter nach Norden gehen und dann hoffe ich, ein paar Familienmitglieder zu treffen. Machts also erst mal gut.
Ach so, Nachtrag: ein freundlicher Abonnent unseres Reiseberichtes hat korrigiert, dass das Pokalspiel erst in einer Woche stattfindet. Und nein, es gibt kein ( geplantes)Nachrichtenloch bis zum Pokal, ich kritzel weiter ✌🏻Read more

















TravelerDer knisternde Toast am Morgen hat mich gekickt 😂😂😂
TravelerVon Charlottchen könnte selbst Heinz Sielmann noch lernen. Luchsartige Mietze...sehr schön. Grüße an die Hippos.
Traveler
So sieht ein glückliches Strahlen aus 🫶🏼
TravelerWow, ein Karakal. Und Pferd und Hippo auf dem Tracker Seat, herrlich :-)