Bellerive-sur-Allier (Vichy)
March 20, 2025 in France ⋅ ☁️ 18 °C
Es ist schließlich Bellerive-sur-Allier geworden, da die angekündigten Böen von bis zu 75 km/h nicht so heftig waren wie erwartet. Diese Gemeinde liegt im Département Allier in der Region Auvergne-Rhône-Alpes, am westlichen Ufer des Flusses Allier, direkt gegenüber der Stadt Vichy. Die beiden Städte sind durch mehrere Brücken miteinander verbunden, was einen einfachen Zugang ermöglicht.
Allerdings waren die Temperaturen niedriger, und der Regen sowie der graue Himmel intensiver als prognostiziert. Saint-Flour, eine historische Stadt im Département Cantal, bekannt für ihre mittelalterliche Architektur und die beeindruckende Kathedrale Saint-Pierre, sah sehr interessant aus und hat mich gelockt, aber bei Temperaturen von 6 °C, leichtem Nieselregen und einem grau verhängten Himmel hielt sich die Anziehungskraft in Grenzen.
Auch in Massiac, einem malerischen Ort im Alagnon-Tal, der oft als “Tor zur Auvergne” bezeichnet wird, war es nicht viel wärmer.
Erst circa 20 Kilometer vor Clermont-Ferrand, der Hauptstadt der Auvergne, bekannt für ihre beeindruckende gotische Kathedrale aus schwarzem Vulkangestein, stiegen die Temperaturen über 14 °C an.
Zu dieser Zeit steuerte ich noch Riom an. Riom, einst Hauptstadt der historischen Provinz Auvergne, ist heute für ihre gut erhaltene Altstadt und die Basilika Saint-Amable bekannt. Doch Riom bietet nur einen begrenzten Stellplatz mit wenig Platz für die Katzen, die wie auch Bryan extrem lieb im Auto waren und entspannt geschlafen haben. Aber es wird Zeit, dass sie mal wieder rauskommen. Das letzte Mal, als es für ein paar Stunden warm war, war in Valencia, und das ist einfach nicht gut für sie und auch nicht richtig.
Hier, in Bellerive-sur-Allier, gibt es viele Grünflächen, und schon beim letzten Mal fiel uns auf, dass alle Hunde brav an der Leine geführt werden. Keine Straße in der Nähe, daher werde ich mal sehen, ob ich Watson doch frei laufen lasse. Heute noch nicht, weil ich abgespannt und müde vom Fahren bin. Es war dann doch eine längere Strecke als ich vorhatte – es waren 300 Kilometer (schon wieder). Aber wir haben warme 17 °C, und ich freue mich schon auf den Spaziergang nach Vichy. Vichy ist bekannt für ihre Thermalquellen und die Architektur aus der Belle Époque. Die Stadt hat eine reiche Geschichte als Kurort und bietet zahlreiche kulturelle Veranstaltungen sowie eine Vielzahl von Geschäften und Restaurants.
Unterwegs musste ich noch LPG-Gas tanken, das ich zum Heizen brauche. Ich dachte, dass ich durch das kalte Wetter mehr verbraucht habe und die Flaschen dem Ende zugehen könnten. Dementsprechend hatte ich mir eine Tankstelle in Millau ausgesucht, die sich aber am Ende als nicht brauchbar erwies und auch keine Wohnmobile sehen wollte. Ich brauche den Zapfhahn links von mir, und bei dieser Tankstelle war es nur möglich, auf der anderen Seite zu tanken. Als alternative Tankstelle hatte ich mir eine an der Autobahn ausgesucht. Als ich dort ankam, war sie im Wartungsmodus, und man bat mich, 25 Minuten zu warten, bis das abgeschlossen wäre. Dann habe ich 38,5 Liter getankt, wobei 44 Liter das Maximum aller Zeiten gewesen sind. Ich bin froh, dass ich dort die 25 Minuten gewartet habe, denn so kalt wie die Nächte gewesen sind (letzte Nacht war fast am Gefrierpunkt), möchte ich meine Heizung nicht missen.
Wir werden hier mehrere Tage bleiben, solange das Wetter warm bleibt und der Himmel wenigstens ein freundliches Grau zeigt, so wie heute.Read more


