• Tag 15 - Regen, Rolltreppen + feiner, roher Fisch

    March 3 in Japan ⋅ 🌧 12 °C

    Seit gestern spätabends regnet es ohne Pause. Nicht so ein bisschen Niesel – nein, richtig japanisch gründlich. Also fassen wir einen kühnen Entschluss: Taxi. Für ganze 1,2 km. Unsere allererste Uber-Bestellung! Aber es klappt. Und für umgerechnet 7 Franken stehen wir fünf Minuten später geschniegelt und trocken am Bahnhof. Schwups. Luxus kann so einfach sein.

    Mittlerweile bewegen wir uns durch Bahnhöfe wie zwei alte Hasen. Den Shinkansen nach Osaka finden wir auf Anhieb. In Osaka angekommen: Überraschung! Es regnet immer noch. Ein Blick auf die Wetterkarte von Japan zeigt: Das ganze Land steht unter der Dusche.

    Die erste U-Bahn-Station finden wir problemlos. Dann kommt der Linienwechsel. Unterirdisch. Ohne GPS. Ohne Google Maps. Willkommen im Labyrinth.

    Von Umeda Station zur Osaka Station – offiziell 300 Meter. Gefühlt mindestens zwei Kilometer. Mit Koffer und zwei Rucksäcken! Und ungefähr acht falschen Abzweigungen. Wir fragen bestimmt fünf Mal nach dem Weg. Alle sind hilfsbereit, alle erklären geduldig – nur wir schaffen es trotzdem, noch zwei Ehrenrunden zu drehen. Aber schliesslich erreichen wir den richtigen Subway-Zugang und kommen wohlbehalten im Hotel an.

    Zur Belohnung gibt’s einen Welcome-Drink: für mich Whiskey Cola, für Roger ein Bier. Mia versorgt uns mit Sushi-Tipps und Ideen für morgen – angeblich soll das Wetter besser werden. Wir drücken innerlich alle verfügbaren Daumen.

    Zwei Stunden Pause später machen wir uns auf den Weg ins Sushi-Lokal. Und ganz ehrlich: Sushi in Europa? Kann man nicht vergleichen. Was wir heute essen durften, ist eine andere Liga. Frischer geht’s nicht, feiner geht’s kaum. Jeder Bissen ein kleines Kunstwerk.

    Zufrieden, satt und ziemlich müde fallen wir ins Bett. Regen hin oder her – das war ein guter Tag.
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