• Tag 16 - Osaka oder es funkt nicht..

    March 4 in Japan ⋅ ☁️ 10 °C

    Osaka und wir – das ist keine Liebesgeschichte. Eher so ein höfliches „War nett, aber…“.

    Frühmorgens habe ich im hoteleigenen Fitnesscenter noch tapfer Ausdauer gemacht. Man muss ja die ganzen Ramen irgendwie rechtfertigen. Danach ein richtig gutes Zmorge.

    Dann hoch hinaus: auf das Umeda Sky Building. Wenn schon Stadt, dann wenigstens von oben anschauen.
    Das Umeda Sky Building ist 173 Meter hoch, besteht aus zwei Türmen, die oben durch die spektakuläre „Floating Garden Observatory“-Plattform verbunden sind – quasi zwei Hochhäuser, die sich an der Spitze die Hand geben. Fertiggestellt wurde es 1993, entworfen vom Architekten Hiroshi Hara. Unten modern, oben futuristisch, dazwischen Rolltreppen im Glas-Tunnel – nichts für Leute mit Höhenangst und schwachen Nerven.

    Die Aussicht? Grossartig. Osaka bis zum Horizont, ein bisschen Dunst, ein bisschen Sonne, immerhin kein Regen.

    Danach stürzten wir uns in die glänzende Shiny-Shopping-Welt rund um Osaka Station. Riesig. Laut. Wir wollten zielgerichtet bummeln. Stattdessen irrten wir, es ist wie ein Labyrinth.

    Zum Essen gab’s Fastfood-Sushi bei Sushiro. Bestellung per Tablet, Sushi kommt auf dem Förderband angeschwebt – wie eine kleine kulinarische Achterbahn. Geschmacklich gut aber kein Vergleich zu gestern.

    Und dann haben wir etwas ganz Cooles gesehen: Ein fahrender Roboter, der ganz selbstverständlich Sachen ausliefert. Klein, rundlich, mit blinkenden Lichtern, tuckerte er durch die Gegend, als wäre das das Normalste der Welt. Er stoppte wenn die Ampel rot war, und fuhr auf dem Trottoir um alle Fussgänger rum. Das haben wir zum ersten Mal live gesehen – die Zukunft rollt hier einfach an einem vorbei, und keiner schaut gross hin. Nur wir. Natürlich.

    Fazit des Tages: Aussicht top. Orientierung flop.
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