• Marble Mountains oder Mamorberge...

    21 de fevereiro de 2025, Vietnã ⋅ ☁️ 25 °C

    Wir leisten uns den Luxus eines privaten Fahrers, um dem Gruppenzwang einer Get Your Guide-Tour aus dem Weg zu gehen, und lassen uns am Nachmittag mit dem Ziel "Marmorberge" abholen. Es geht eine kurze Strecke Richtung Süden an der Küste des Südchinesischen Meers entlang, rechts und links immer weniger Hotels und Häuser. Einer Legende nach hat hier ein Drache ein Ei verloren, dessen Schale in 5 Teile zerfallen ist und woraus die insgesamt 5 Berge entstanden sind, symbolisch für die 5 Elemente des Kosmos: Feuer, Holz, Metall, Erde und Wasser. Die 5 Elemente kennt unser Fahrer, lacht sich aber schlapp über den Drachen und sein Ei. 

    Vor dem Eintrittsportal stehen, wie üblich bei touristischen Zielen, einige Busse und Kleinbusse. Als wir eintreten, sind wir überrascht von der Größe der Höhle. Sie ist insgesamt 25 Meter hoch, in der Decke befindet sich ein Loch, es gibt viele Nischen mit Altären und Buddha-Figuren. Während des Vietnamkrieges diente die Höhle sogar als Krankenhaus für den Vietcong.

    Weiter geht's Richtung Hoi An, bekannt für ihre wunderschön erhaltene Altstadt. Der Fahrer lässt uns an einem Cafe aussteigen, an dem er uns später am Abend auch wieder einsammeln wird. Sicherheitshalber machen wir mehrere Fotos und markieren den Punkt auf Google Maps. Man weiß ja nie. 

    Gemütlich schlendern wir los und entdecken auch sofort den Stadtkern. Noch ist es ruhig, und wir ahnen nicht, was sich uns noch bietet. Zunächst haben wir Hunger, essen in einem netten Restaurant und unterhalten uns mit den amerikanischen Tischnachbarn, die insgesamt 6 Wochen in Vietnam verbringen wollen, um dann nach Kambodscha weiterzureisen. Das wäre billiger, als in Amerika zu bleiben. Auch ein Grund zu verreisen - wenn man die Zeit hat...

    Langsam wird es dunkler, und ohne es zu merken sind wir mitten auf dem Nachtmarkt. Durch die vielen bunten Laternen, die an jedem Baum und Haus hängen, wird eine magische Atmosphäre erzeugt, der man sich gar nicht entziehen kann - im Gegensatz zu dem Angebot an "Klüngel", der an den Marktständen angeboten wird. Man hat ja eigentlich auch alles. An jeder Ecke werden schwimmende Laternen zum Kauf angeboten, die man auf dem Fluss zu Wasser lassen kannen. Vermutlich soll es Glück bringen, ich weiß es nicht, aber im Zweifelsfall ist das ja immer so. Oder fruchtbar machen. 

    Wir nähern uns immer mehr der Altstadt, dessen gut erhaltene Gebäude wirklich wunderschön sind. Alte Lagerhäuser dienen heute als mehrstöckige Restaurants, Kunstläden, Schneidereien oder Lederläden, man merkt den chinesischen, japanischen und französischen Einfluss früherer Zeiten (Kolonialzeit). Absolut hinreißend. Was ein wenig stört sind mal wieder die Menschenmassen, wobei man wirklich von Massen reden kann. Aber gut, auch wir sind ja ein Teil des Ganzen.

    Völlig erschöpft von den vielen Eindrücken bitten wir unseren Fahrer, uns abzuholen, und freuen uns mal wieder auf unser Hotelbett.
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