La Redorte
Apr 18–22 in France ⋅ ⛅ 24 °C
Heute stand nur eine ganz kurze Etappe auf dem Programm: Es ging lediglich bis nach La Redorte. Dort warteten schließlich wichtige Aufgaben auf uns – Einkaufen und vor allem Wäschewaschen.
Als wir ankamen, konnten wir uns gerade noch den letzten freien Platz am Steg mit Serviceeinrichtungen sichern. Das Liegen ist hier kostenlos, und Strom sowie Wasser können je nach Bedarf stunden- oder tageweise bezahlt werden. Mit dem Wasser hatten wir allerdings Glück – es funktionierte auch ohne Bezahlung. Strom brauchten wir dank unserer Photovoltaikanlage und reichlich Sonnenschein ohnehin nicht.
Also machten wir uns direkt mit einer großen Ladung Wäsche auf den Weg zum Intermarché. Mit den Fahrrädern und voll beladen ging es los. Dort angekommen dann die Ernüchterung: Die Waschmaschinen wollten partout nicht funktionieren. Der Filialleiter hat wirklich alles versucht, konnte sie aber leider nicht wieder in Gang bringen. Da heute Samstag war und natürlich kein Servicetechniker mehr kam, wurden wir auf Montag vertröstet.
Also radelten wir wieder zurück – mit all unserer immer noch schmutzigen Wäsche. Nicht ganz der erhoffte Erfolg.
Später machten wir uns dann erneut auf den Weg, diesmal wenigstens erfolgreich zum Einkaufen. Unsere Vorräte sind nun wieder bestens aufgefüllt. Am Abend wurde dann endlich zum ersten Mal auf dieser Reise unser Grill eingeweiht. Wir saßen draußen vor dem Boot an der Bank und genossen unser Abendessen. Zumindest bis die Mücken beschlossen, dass auch ich auf den Grill gehöre – ich wurde komplett zerstochen.
Inzwischen haben sich auch Jule, Clarissa und Kurt angekündigt. Am Donnerstag kommen sie uns besuchen. Sie landen in Béziers, nehmen sich dort einen Mietwagen und fahren dann zu uns. Da wir hier ohnehin noch einiges erledigen wollten und uns nicht allzu weit von Béziers entfernen möchten, beschlossen wir kurzerhand, bis Mittwochmorgen in La Redorte zu bleiben.
Und ehrlich gesagt: Schlechter hätte es uns kaum treffen können. Wir liegen hier kostenlos, haben Wasser, bei Bedarf auch Strom, einen Intermarché direkt in der Nähe und dazu noch einen wirklich hervorragenden Bäcker. Viel mehr braucht man eigentlich nicht.
Die nächsten Tage nutzten wir entsprechend produktiv. Timo hat das Boot gründlich gewaschen und das Deck frisch gestrichen. Ich habe Pesto und Aioli vorbereitet, unzählige Fotos vom Handy in Alben sortiert und auf die Festplatte übertragen. So konnte ich endlich mein neues Telefon einrichten, ohne sämtliche Altlasten übernehmen zu müssen.
Am Montag liefen dann auch die Waschmaschinen endlich wieder, und wir konnten unsere gesamte Wäsche waschen. Danach zogen wir noch Kabel für unsere Temperaturfühler – als Vorbereitung für Kurts Besuch – und brachten das Boot wieder ein wenig auf Vordermann.
Außerdem entschieden wir uns, die Seitenteile unserer Persenning herauszunehmen. Durch das ständige Klappen leiden die Fensterplanen doch ziemlich, und bei den inzwischen deutlich wärmeren Temperaturen sollte das offene Fahrgefühl ohnehin viel angenehmer sein.Read more






