Naturanleger Négra
May 4–5 in France ⋅ 🌧 19 °C
Wir verließen unseren wunderschönen Liegeplatz wieder pünktlich und liefen um neun Uhr in die erste Schleuse ein. Für den Nachmittag waren Gewitter angesagt, deshalb wollten wir möglichst früh Strecke machen.
Unterwegs kamen wir am Port Lauragais vorbei, der sich irgendwie ganz eigenartig anfühlt – fast so, als wäre er mitten in einen Autobahnrasthof eingebettet. Ein etwas skurriler Anblick, aber durchaus interessant.
An der zweiten Schleuse des Tages sprang die Ampel plötzlich auf Doppelrot. Zum Glück war VNF bereits vor Ort und erklärte uns, dass wir ungefähr eine Stunde warten müssten. Also machten wir kurzerhand das Beste daraus und nutzten die ungeplante Pause für ein entspanntes Frühstück mit gutem Kaffee. Letztlich ging die Reparatur dann doch schneller als gedacht, und wir konnten bald weiter.
Die nächsten Schleusen funktionierten wieder problemlos, sodass wir es sogar noch vor der Mittagspause bis vor die Schleuse in Gardouch schafften. Die Pause nutzte ich für einen Spaziergang mit Fiete, und pünktlich um 13 Uhr konnten wir in die Schleuse einfahren.
In der darauffolgenden Doppelschleuse hatten wir dann leider wieder Pech: Erneut mussten wir den VNF rufen, da auch diese Schleuse nicht richtig funktionierte. Immerhin hielt sich die Wartezeit in Grenzen – gerade lang genug für einen weiteren Kaffee.
Danach lief wieder alles wie am Schnürchen, und wir erreichten unseren heutigen Liegeplatz genau rechtzeitig, bevor das angekündigte Gewitter losbrach. Wir konnten noch im Trockenen anlegen und alles sichern, bevor es draußen richtig ungemütlich wurde.
Nach dem Gewitter nutzten wir eine Regenpause für einen ausgedehnten Spaziergang mit Fiete bis zur nächsten Brücke. Auf dem Rückweg wurde der Regen allerdings wieder stärker, sodass wir am Ende doch ziemlich durchnässt am Boot ankamen. Dafür wurden wir unterwegs mit einem besonderen Anblick belohnt: Wir sahen mehrere Nutrias – und sogar ein Albino! Einen weißen hatten wir zuvor noch nie gesehen.
Weniger erfreulich war dafür eine andere Entdeckung: Wir scheinen derzeit unter einer kleinen Ameisenplage zu leiden. Im Küchenschrank fanden wir vermutlich die Anfänge eines Nests. Also haben wir direkt reagiert, alles gründlich entfernt und die betroffene Stelle mit Zitrone eingerieben – laut Google soll das ja wunderbar helfen. Zusätzlich haben wir Backpulver entlang der Ameisenstraße gestreut, in der Hoffnung, den kleinen Mitbewohnern damit den Appetit auf unser Boot zu verderben. Vermutlich sind sie über die Lüftung der Dunstabzugshaube hereingekommen. So oder so: So viele zusätzliche Bewohner brauchen wir hier wirklich nicht.
Den Abend verbrachten wir schließlich wieder gemütlich an Bord mit einer Runde Uno und Backgammon. Und heute gab es eine kleine Sensation: Timo ging als klarer Gewinner hervor. Das kommt nicht allzu oft vor – aber umso mehr hat er sich darüber gefreut 😄Read more
























