• Lena Künzig
  • Lena Künzig

The Next Chapter

Discovering Teneriffa while reducing screen time, Innenschau und Sammeln der inneren Kräfte für die eigene aktive und bewusste Beteiligung an den bevorstehenden Veränderungen, Neubeginn. Read more
  • Trip start
    February 19, 2026

    Die Schlucht

    February 20 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Schon auf der Busfahrt vom Flughafen des Südens in unsere erste Unterkunft in Santiago del Teide lässt mich das Gefühl nicht los, dieses Gestein ist immer noch in Bewegung. Es fließt förmlich immer noch stetig bergab ins Meer. Und alle Sträucher und Kakteen schwimmen obenauf mit.
    An unserem ersten gemeinsamen Tag auf Teneriffa durchwandern Yannic und ich die Masca-Schlucht - wie so viele Touristen brav in unserem eigens gebuchten Timeslot mit Helm gegen den Steinschlag und erwiesenem super festen Schuhwerk 💪🏼

    Felsen dunkelbraun wie Schokolade, sie türmt sich über uns auf und fällt ebenso steil wieder in sich zusammen. Geschichtet, in ihre Form gepresst, aus irdischer Hitze gegossen, erscheint teils immer noch flüssig. Besonders, wenn Wasseradern ihre Schroffheit weich und rund spült. Ein göttliches Bild der weiblichen Kraft in einer männlichen Struktur.

    Zweieinhalb Stunden Wanderung bergab Richtung Strand. Ruhig, kühl, exotisch, wundersam. Unten rieseln wir aus dem schroffen Schlund der Schlucht und kullern ans Wasser. Endlos grell türkis und dadurch wahnsinnig verlockend. Die Krebse eifern mit in ebenso leuchtendem Feuerrot.
    Sich erstmal die lang ersehnte kanarische Banane gönnen. Auch das Fruchtfleisch gelblich und geschmacklich explodierend auf der Zunge und im Gehirn. So also schmeckt Banane ☺️
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  • Die Bananenplantage

    February 21 in Spain ⋅ ☀️ 22 °C

    Wir reisen aus unserem kleinen Bergdorf Santiago del Teide am ältesten Drachenbaum der Insel vorbei nach Puerto de la Cruz. Dort beziehen wir unsere Unterkunft mit Blick auf Meer und Teide, fahren nach La Orotava, das etwas oberhalb liegt, und wandern durch dessen Innenstadt. Es gibt feinen Cortado Leche y leche und eine Pause vom Laufen in der Sonne auf dem kleinen Plaza de San Francisco, wo Yannic einen anderen faszinierenden Drachenbaum skizziert. Dann spazieren wir zurück Richtung Meer. Der Weg führt uns durch endlose Bananenplantagen. Ich genieße die Ruhe dort sehr und die Abwesenheit des Tourismus. Das letzte Stück führt am Meer entlang Richtung Westen, dem Sonnenuntergang entgegen.Read more

  • Die schwarzen Strände

    February 22 in Spain ⋅ ☀️ 23 °C

    Wenn die weisse Gischt den schwarzen Vulkansand grau mischt. Sprudelnd und wie eine optische Täuschung fliessen die Wellen zurück zu Mama Meer. Nach einem nährenden Frühstück aus Açaibowls und Matcha Latte im frischen Schatten der etwas ruhigeren Gassen abseits der Hauptstrandpromenade, die auch morgens schon touristisch belebt wird, laufen wir einfach los. Die See immer rechts neben uns, wirkt kalt und wild. Schwarze schroffe Felsen bilden die Brandung, in der sie damals, als der Teide sie wie Krümel ausspuckte, irgendwann liegen blieben. Zuerst erfreuen sich meine nackten Füsse und Fesseln am frischen Salzwasser, später springen wir mit den Wellen auf und ab. Yannic hält es drin viel länger aus als ich, nachdem es mich (und meine Nase) einmal ordentlich durchgespült hat.Read more

  • Das Tal der Frösche

    February 22 in Spain ⋅ ☀️ 23 °C

    An diesem Tag starten wir hochmotiviert relativ früh morgens auf eine Wanderung in die Santa Cruz umgebenden Hänge. Trotzdem relativ unvorbereitet auf die Hitze überraschen uns die 28 Grad auf den Pfad ohne Schatten mit dem Bauch ohne Essen drin. Zunächst begleitet uns in dem sich immer enger werdenden Tal das ununterbrochene Quaken unzähliger Frösche im dichten Bambus, zu dessen Füßen irgendwo genug Wasser für diese plätschern muss. Ich bezweifle manchmal dessen Existenz, einen so trockenen, fast ausgedörrten Eindruck macht die Landschaft voller Kakteen, die teilweise selbst nur noch ihr faseriges Gerippe barer Substanz präsentieren. Bald umgibt uns wohltuende Stille. Wir begegnen einer einzigen anderen Person. Vor allem Tiere vermisse ich - auf der ganzen Insel sowie auch hier oben. Nach einer kurzen Pause in der Hocke wieder aufstehen verursacht bei mir einen halben Kreislauf-Kollaps. Zeit, den Gipfel zu erreichen 😄 dort gibt es Brotchips und Avocado, die wir uns zuvor noch als Snacks aus dem letzten Supermarkt mitgenommen hatten. Wir sitzen auf dem Grat wie auf einem riesigen grünen weichen Drachenrücken. Es windet ein bisschen vom Meer herauf, endlich Luft! 🥵 und um uns herum fallen die Flanken der Insel gleichmäßig faltig in tiefen Furchen bis ins Wasser hinab. Mich würde es nicht wundern, sähe ich sie atmen.Read more

    Trip end
    February 26, 2026