• Fortsetzung

    April 29 in Portugal ⋅ ☁️ 16 °C

    Gegen 08.00 Uhr haben wir uns dann auf den Weg begeben,um zu unserem ersten Zwischenziel in Belinho zu gelangen Ekkehard hatte uns dort das "Caffé Lampiao" empfohlen. Unser Weg führte zunächst an der Küste entlang, bevor wir nach rechts in das Landesinnere abbogen, um nach Marinhas zu kommen. Hier begann dann ein "Leidensweg", den ich bei der Planung nicht auf dem Schirm hatte. Mir war zwar bewusst, dass wir einige Steigungen zu überwinden hatten, dass aber auch die Qualität des Weges abnahm, hat mich gelinde ausgedrückt überascht. Bei klarem Himmel, strahlender Sonne und immer steiniger werdendem Weg erreichten wir schließlich das besagte Café. Unsere Hoffnung, dort die Pilgerinnen aus Mannheim oder Ekkehard und Swetlana wieder zu treffen, erfüllte sich nicht. Der Inhaber des "Limpiao" war aber auch so es wert, in dem Caffé gewesen zu sein: ein ausgesprochen freundlicher, an Rumpelstilzchen erinnernder kleiner Mensch mit vermutlich nur noch einem Zahn im Mund, den er wahrscheinlich als Dosenöffner benutzte, und der obendrein der letzte in Portugal noch lebende Che Guevara - Fan war. Von Belinho aus ging es noch einmal ca 4 km durch bewaldeten Gelände über in wahrstem Sinne des Wortes Stock und Stein bergauf und bergab bis zu der von mir die ausgesuchten Unterkunft "Dom Nausti", wo wir um 14.50 Uhr fix und foxi ankamen. Dort wurden wir in einem Zimmer mit 4 Doppelbetten untergebracht. Die Herberge füllte sich schnell und überall hörte man englische Aussagen, bis den Pilgern schlagartig bewusst wurde ": Wir kommen doch fast alle aus Deutschland. So haben wir zwei Freundinnen aus dem Emsland kennengelernt, Lea und Franzi, die eine hatte gerade ihr Pädagogikstudium abgeschlossen und wartete auf die Referendarstelle, die andere hat ihr erstes Juraexamen abgelegt und überlegte, ob sie noch das 2. Examen machen sollte oder sich beim Fernsehen oder Rundfunk um eine journalistische Stelle bewerben sollte. Als ich ihr nahelegte, doch besser noch das Assessorexamen zu machen, sagte sie, eine Freundin aus Münster habe ihr das auch geraten. Deren Vater sei Rechtsanwalt gewesen und käme aus Haselünne. Als ich daraufhin von "Fuseltown-City" sprach, fragte sie verwundert, woher ich diese Bezeichnung kennen würde . Als ich dann den Namen "Rosche" erwähnte, fiel sie aus allen Wolken:der Vater ihrer Freundin ist ein Cousin meines Bundesbruders Alsatiae Jan Dirk. So klein ist manchmal die Welt. Morgen gibt es wieder etwas zu berichten.Read more