Anstrengung wird belohnt
April 30 in Portugal ⋅ ☁️ 17 °C
Nachdem wir von Esposende nach Castelo do Neiva und von dort nach Viana do Castelo die "Freuden" von Bergtouren erleiden mussten,durften wir heute ca 22 km bis nach Vila Praia de Âncora ganz entspannt genießen. Gegen 07.30 hatten wir unsere lobenswerte Pilgerherberge verlassen, um den neueren Küstenweg über das "Colegio do Minho", "Forte de Rego de Fontes" und "Carreço" nach Âncora einzuschlagen. Wir sind bei sonnigem Wetter losgelassen. Nach etwa 2 km kamen wir an einer Bäckerei vorbei, deren Anblick uns animierte, dort unsere Stärkung für die Tour zu uns zu nehmen. Kaum hatten wir Platz genommen, verdunkelte sich der Himmel schlagartig und es begann, heftigst zu regnen. Wir saßen zum Glück im Trockenen. Nachdem wir uns gestärkt hatten, haben wir unsere Rucksäcke wetterfest verpackt und die Regencapes übergezogen. So ausgerüstet sind wir bei aufhörendem Regen losgewandert. Wir sollten den ganzen Tag trocken bleiben. Auch dafür können wir nur dankbar sein. Der folgende Weg führte uns über Strandpromenaden, Holzstege, gepflasterte und steinige Wege mehr oder weniger in Küstennähe, über Waldwege durch Eukalyptuswälder,vorbei an alten Windmühlen und Forts, bis wir plötzlich ratlos vor einem "Urwald standen und nicht wussten, wie es weiter gehen sollte. Vor diesem Dilemma standen wir mit vier anderen Pilgerinnen. Wir hatten uns gerade entschieden, wieder zurückzulaufen, zumal auch Google Maps uns im Stich gelassen hatte, als uns wie vom Himmel gesandt zwei englisch sprechende, amerikanisch aussehende Pilger durch das Urwalddickicht über etwa 1.5 km hindurch wieder auf den Küstenweg in Höhe von Afife zurückführen. Es war abenteuerlich und spannend. An der Küste erwartete uns dann -wie bestellt- ein Restaurant, in dem wir unseren Flüssigkeitshaushalt wieder auffüllen konnten. Inzwischen strahlte die Sonne wieder in voller Stärke vom Himmel. Als wir Vila Praia de Âncora erreicht hatten, waren wir platt, aber auch dankbar und glücklich, einen solch bezaubernden Weg gegangen zu sein, dabei auch andere Pilger getroffen zu haben, unter anderen unsere beiden Retter auch eine ältere Italienerin, die auf dem ganzen Weg, auf dem sie uns oder wir sie immer wieder überholten, lautstark auf italienisch wohl mit ihrem Mann telefonierte, um zwischenzeitlich mich auf "my nice yellow T-Shirt" anzusprechen, "like the yellow flowers". Es hat einfach Spaß bereitet. In Âncora haben wir uns das Hotel "Vila Praia" gegönnt. Der Wirt wollte 60 € für das Zimmer haben. Phami hat ihn auf 50 € herunter gehandelt, aber nicht auf Karte, sondern nur Cash, "sonst blieb bei ihm ja nichts übrig". Hoffentlich liest das hiesige Finanzamt nicht mit. Nachdem wir uns frisch gemacht und ausgeruht hatten, waren wir noch in einer kleinen spelunkenmässigen aber qualitativ hervorragenden Tapasbar, bevor wir uns geschafft abgelegt haben. Wir sind dankbar für die vielen Erlebnisse, die uns auf dem Jakobsweg immer wieder überraschen. Morgen geht es, so Gott will weiter. Wir wünschen allen einen schönen Maifeiertag, sei er religiös oder politisch oder nur freizeitmässig geprägt.Read more
























Liebe Phami, lieber Heribert, genießt die Küstenbrise und die herzlichen Begegnungen auf dem Caminho! Wenn die Füße schwer werden: Der Weg, auch wenn er noch so abenteuerlich ist, trägt euch. Bom Caminho!“ [Gerd+Lisa]
Wir sind gerade angekommen in Vila Praia de Ancora und sitzen im Café an der Kirche [Ekkehard]
Heribert KayenburgWir sind in Caminha gelandet und haben gerade das letzte Bett im Bom Caminha ergattert. Mit Quartieren scheint es eng zu werden.