• Tagestrip zur Nachbarinsel Nusa Penida

    June 29 in Indonesia ⋅ ☀️ 28 °C

    Mal wieder klingelt der Wecker nach Plan: 6:15 uhr beginnt unser Tag. Marlo wird vom klingeln auch gleich mit wach, wirkt aber auch recht ausgeschlafen diesmal. Es bleibt sogar noch Zeit fürs Abhalten und seinen entsprechenden morgendlichen, ausgiebigen Schiss in die Toilette 😄🤌
    Die Sonne erhellt allmählich den Himmel und schon beginnen wir wiedermal unseren morgensport. Diesmal sind es keine 20, sondern 40min zu Fuß bis zum Hafen. Knappe 3km einschließlich wieder einem weiteren Stück Strandpromenade. Und wiedermal ist das Leben hier am meer schon voll im Gange, die Cafés und Bars spielen Musik, bieten essen und Getränke an, Kinder plantschen im Meerwasser und alle Jogger Joggen wieder fleißig herum -früh 7 uhr. Und wir begeben uns schnurstracks zum Hafen, den wir tatsächlich auch pünktlich 7:30 Uhr erreichen - in 30 min startet unser Boot. Die Aufregung steigt, vor allem bei Benny und Evi. Benny hat sich vorsorglich Diesmal nach meiner Erinnerung hin Reisetabletten gegen Seekrankheit organisiert und direkt gleich zwei statt nur einer Tablette genommen. Evi bangt unterdessen, wie sie wohl mittlerweile auf Seegang reagiert. Irgendwie geht bei deren sorgen etwas unter, dass wir ja auch marlo mit an Board haben, ein bald 7 Monate altes Baby, was auch bald seine erste Bootsfahrt, direkt mit Speedboot für 30min, haben wird. Und ich? -finde alles einfach nur spannend 😅

    Die tour hat und wiedermal nach Absprache unser Balikontakt Komang organisiert. Heute geht es auf die Nachbarinsel Nusa Penida, allen voran auf der Jagt nach diesen einem weltbekannten Bali-Fotomotiv, dem T-Rex-Felsen am KelingkingBeach. Wer das bild sieht - weiß direkt genau was gemeint ist.

    Am Hafen hat Evi erstmal Hunger und sie verputzt direkt den vorbereiten Müslieimer, den ich mitgenommen hatte - in weiser voraussicht des hungers nach solch' Morgensport. Wir sind deshalb gelaufen, weil die Fahrt per Taxi wohl 30min gedauert hätte hier im Verkehr und den komischen Straßen..

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    Alle sitzen im Speedboat. Marlo findet das Ach so laute Gehupe beim ablegen des Bootes gar nicht cool und hat damit wieder einer seiner wenigen Gründe gefunden zu weinen. Das wiederum tut er mittlerweile nur gelegentlich auch mal, wenn ein balinese diesen ultra süßen Bursche direkt auf den Arm nehmen möchte. Das reicht immer für 10 Sekunden Grinsen und Freude bei Marlo und das geht dann fließend plötzlich ins weinen über 😅 ansonsten ist Marlo direkt müde und er schläft mal wieder direkt in meinen Armen ein, die mir die restlichen 29min Bootsfahrt schön einschlafen. Evi kämpft schräg hinter uns überraschender Weise mit Übelkeit. Und benny? Fühlt sich tendenziell eher ausgeknockt von den Tabletten. Und so halte wenigstens ich die Stellung 😇 klar, bei so einer Bootsfahrt habe auch ich erstmal wieder wahnsinnig Respekt vor dem meer, diesen unbändigen Wassermassen und diesen sich über Meter hinweg aufbäumenden Wassermassen- aber das ist hier Tagesgeschäft und es wird nicht ausgerechnet unser Boot untergehen. Daher: Augen auf und durch ! :)

    Wieder am Hafen angelangt ist Marlo ausgeschlafen und fit, ich bin fit und wach, die anderen beiden sind wach und irgendwie durch. Am meisten zu kämpfen hat tatsächlich Evi. So schlendert sie ganz langsam am Hafen entlang, bitzeblass, und atmet tiiiief ein und aus. Nach etwas frischer Meeresluft, etwas wasser und ein paar Kräkern gings dann wieder steil bergauf mit ihr. Vor Ort wartet mal wieder ein privater Fahrer auf uns. Er heißt Budu und er sieht voll fäsch aus mit längerem Schopf, dunklem Haar und hellbraunen strähnen und langgezogenen tennissocken. Mensch, schade, dass wir kein bild mit ihm gemacht haben! Er führt uns direkt zu seinem mindestens genauso fäschem Auto. Vorher zahlen wir online per QR-Code noch fix die Touristentaxe für 3,50€ für uns alle.

    Alles wird im auto verstaut und schon geht sie los, die wilde fahrt. 50min solls erstmal quer über den westlichen Part der insel gehen, mit einem mords-aufgepimpten auspuff, der brummt als wäre es ein Crashcar! Und dann befahren wir damit auch noch diese Straßen, die alle eigentlich nur breit genug für ein Auto sind und trotzdem einen mittelstreifen besitzen, gesäumt mit etlichen Schlaglöchern, oder generell fehlendem Asphalt, direkt nur Schotterpiste .. was auch immer. Aber.. eben auch wie immer wissen alle wie man damit umgeht: einfach fahren, bremsen, hupen - solange bis man ankommt. Diese Piste.. da versuche ich selbst mit Marlo im Arm ihm die dollsten ruckler noch zusätzlich zu Federn. Huihuihui. Aber Hauptsache die Klima geht, wie immer hier in den Autos :)

    Und schließlich kommen wir auch beim 1. Ziel hier an. Doch bevor wir das auto verlassen, bekommt Marlo auf dem Rücksitz fix ne frische windel und später stillen wir noch an einem kühlerem, ruhigem Verkaufsstand.
    Das jetzige Ziel heißt Angels Billabong und .. noch irgendwas. Es sind halt Klippen und doller Wellengang, der das Wasser meterhoch an die Klippen schellt. Sowas typisches, was man Touristen eben zeigt. Und genau das finden wir hier auch - das war uns aber auch vorher klar- Massentourismus. Besonders nerven mich die Japaner oder Chinesen, die auf Marlo total abfahren und alle finden ihn so ultra niedlich. Und alle sind erstaunt, wie riesig er ist " Its a big boy!" Stellen alle immer fest, egal wer ihn bestaunt und kommentiert 😄 und diese japanesen sind total aufgestylt mit Kleid, perfektem haar und schminke und jeder will das perfekte bild von sich und dem Ort haben. Wegen einer Familie vor uns standen wir bestimmt 10min an, nur damit es ein familienfoto und von jedem der 3 weiber jeweils 20 Bilder in 30 verschiedenen posen gibt. Der Vater steht da mit professioneller kamera. Boar haben die mich aufgeregt!
    Wir viere lassen schnell ein Erinnerungsfoto von uns machen und dann bestaunen wir noch einen Moment lang das wilde Meerestreiben vor uns. Zwar sehen wir hier leider keine Mantas, aber stattdessen entdeckt Evi tatsächlich eine Meeresschildkröte im Meer!

    Danach geht die Reise für 30 min weiter im Auto und wir halten an diesem so wichtigen Ort, den Evi und schließlich auch ich unbedingt mit eigenen Augen sehen wollten. Wir folgen mal wieder Budu, der uns, diesmal mit Sonnenschirm für Marlo und mich, im Touristenschwarm zum Ausblick vom T-Rexfelsen am KelingkingBeach bringt. Zunächst sichten wir hier mitten im Gedränge unsere ersten winzig niedlichen Bali-äffchen, die was futtern und mitten im gewusel einfach rumlungern. Direkt danach folgt der Ausblick zum Felsen. So schön er auch ist.. Aber ich kam nicht drüber hinweg, das sie zugunsten des Tourismuses doch tatsächlich mitten rein in den schönen Strand ein riesiges Metallgestell bauen, welches ein Fahrstuhl werden soll, damit man auch ja kostenpflichtig diese hunderte Meter runter zum strand kommt. Ein schandfleck hoch 10!!! Es sind ca. 45min Abstieg und 1,5h Aufstiegt. Benny und ich, wir schauen uns an und wir beide wissen genau, dass wir ohne die Kids definitiv sofort nach unten gegangen wären! Kaum ein Mensch ist dort, und die paar die dort sind, sind winzig klein.
    Evi ist sichtlich glücklich, findet den strand mit den Felsen wunderschön, sie will selbst ein perfektes Foto und der Massentourismus ist ihr grad recht egal. Sie staunt nur ebenso wieder über die Japanesen, die natürlich auch hier ihr Fotowesen immense betreiben.

    Glücklich geht es weiter zu einem letzten stop für weitere 30min: ab an die Crystal Bay, an der man wunderschön schnorcheln kann und wir hier für grobe 2h noch am schönsten Ausblick an strand noch verweilen können. Die wellen sind hoch, keiner schnorchelt dort, weshalb wir letztlich auch nur chillen und die Aussicht genießen. Bei Benny kickt die Tablette und dke schläfrigkeit weiterhin und er gönnt sich fix ruhe. Evi malt. Mama kümmert sich um Marlo. Und Marlo? Besandet sich erstmal erfolgreich am ganzen Körper. Der Sand klebt sehr gut, an Händen, Füßen,popritze, .. in allen ritzen und falten. Den sand zu kosten war kurz interessant und dann schnell doof für alle Beteiligten. Leider hat die Situation auch kein Foto hergegeben, weil mama und papa bemüht waren, fix mit unserem Trinkwasser das Baby zu säubern. Das ging auch recht erfolgreich.
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    Zurück am hafen haben drüben auf Bali riesengroß den Vulkan empor steigen sehen bei 1A super sicht. Die Spannung war wieder groß. Das Boot hat sich ungünstiger Weise in 2e aufgeteilt, die entsprechend kleiner waren - zur nicht-Freude meiner zwei mit-Seefahrer. Aber auch hier müssen nun alle wieder durch. Marlo ist diesmal auch putzmunter und bereit für 30min Bespaßung im Speedboot. Papa nimmt sich zunächst der Sache an, in der Hoffnung, das das vielleicht etwas ablenkt. Marlo wurde am Ende vor allem von einem Marlo-Begeisterten Crewmitglied bespaßt und er hat die tour bestens gemeistert. Papa Benny? Hatte diesmal sehr mit sich zu kämpfen und gab mir nach der Hälfte des Weges doch Marlo. Die Wellen? Waren diesmal auch ordentlicher. Evi? Gings viel besser diesmal. Und mir? Geht's immer gut 🤭😇🤌
    Wir Peitschen im Wellengang mit besten Blick auf mount Agung entlang. In Sonnenuntergangsstimmung kehren wir schließlich im Hafen ein. Benny gehts recht schnell wieder besser und macht freudensprünge, dass er es hinter sich hat. Gleichzeitig bangen wir etwas um die Bootsreise zu den Gili-Inseln in etwa 2 wochen.. die dauert auch nur 2h. Holladiewaldfee... benny was hast du dir dabei gedacht 😅😄

    Am hafen kehren wir erstmal beim Supermarkt-Express ein und Evi und Benny bedecken sich mit Chips und Süßgetränk. Für mich gibt's am hafen noch ein kleines Eis mit 3erlei Sorten und so schlendern wir in Sonnenuntergangsstimmung die 3km zurück gen Heimat.

    Hier wird Der müde Marlo fix geduscht und fixer ins Bett gebracht. Wir machen uns lecker essen und dinnieren nobel am pool. Abends packe ich schon die Koffer grob zusammen, während Benny schon Kräfte auftankt für morgen. Morgen gehts weiter nach Ubud, ab ins wilde Center von Bali!
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