• Shopping, Opernhaus & Strandgeschichten

    October 31 in Australia ☁️ 28 °C

    Der erste der letzten beiden Tage begann mit einem ausgiebigen Shopping-Ausflug. Unser erstes Ziel war das Queen Victoria Building (QVB), eines der schönsten historischen Gebäude Sydneys. Drei Stunden hatten wir dafür eingeplant – und tatsächlich haben wir in dieser Zeit gerade einmal die unterste Etage geschafft. Das Gebäude ist aber auch wirklich sehenswert: prächtige Architektur, schöne Geschäfte und jede Menge zu entdecken.

    Anschließend schauten wir noch im benachbarten Westfield Shopping Centre vorbei und drehten ein paar Runden durch die umliegenden Straßen. Dabei kamen wir auch an The Strand vorbei, einem historischen Einkaufsgebäude aus dem späten 19. Jahrhundert, das heute verschiedene australische Marken beherbergt. Auch hier lohnt sich allein schon wegen der schönen alten Architektur ein Blick hinein.

    Ganz ohne Einkauf ging es natürlich nicht zurück. Ich habe mir ein paar neue Schuhe gegönnt. Die alten hatten ihr Profil mittlerweile praktisch vollständig verloren und sollten ohnehin ersetzt werden. Außerdem hatte ich damit gleich das passende Schuhwerk für unser Abendprogramm.

    Am Abend stand nämlich eine Führung durch das Sydney Opera House auf dem Plan. Eine Stunde lang bekamen wir interessante Einblicke in die Architektur und Geschichte dieses außergewöhnlichen Gebäudes. Es ist schon beeindruckend, einmal hinter die Kulissen zu schauen und mehr darüber zu erfahren, wie dieses architektonische Wahrzeichen Sydneys entstanden ist.

    Im Ticketpreis war anschließend auch noch ein Essen inklusive Freigetränk enthalten. Wir entschieden uns für das etwas gehobenere Restaurant Midden. Das Essen war ganz ordentlich, allerdings waren nicht alle aus unserer Gruppe gleichermaßen begeistert – und so blieb bei einigen noch etwas Platz für einen zweiten Anlauf.

    Den gab es dann in The Rocks, wo wir spontan noch in einer Pizzeria einkehrten. Ein oder zwei Stücke Pizza und ein Glas Rotwein später waren dann auch alle zufrieden. 🍕

    Dass Halloween vor der Tür stand, war inzwischen ebenfalls nicht mehr zu übersehen. Da Freitagabend war, waren bereits zahlreiche Stände und Buden aufgebaut und die ersten Feierlichkeiten im Gange. Uns begegneten auch viele Einheimische in unterschiedlichsten Verkleidungen - die meisten davon gar nicht gruselig. Es wirkte eher wie Karneval.

    Für mich war der Abend allerdings noch nicht ganz vorbei. Zurück am Hotel hatte ich noch keine Lust, direkt ins Bett zu gehen. Also schaute ich noch gegenüber in Billy Barry‘s Hotel (Bar) vorbei. Eine ziemlich typische, britisch angehauchte Sports Bar mit jeder Menge Bildschirmen, auf denen verschiedene Sportveranstaltungen liefen. Dazu ein Hazy IPA – und schon ließ sich der Abend gemütlich ausklingen.

    Am nächsten Tag ging es für uns nach Manly. Schon die Anreise begann mit einer kleinen ungeplanten Extrarunde: Wir fuhren mit der Fähre von unserem Hotel in Lavender Bay zunächst zum Circular Quay. Eine Person aus unserer Reisegruppe war allerdings etwas schneller unterwegs und erwischte die „falsche“ Fähre. Während wir am Circular Quay ein Eis genossen, durfte er erst einmal eine zusätzliche Hafenrundfahrt in die entgegengesetzte Richtung unternehmen. Auch nicht schlecht! 😄

    Nachdem wir wieder vollständig waren, ging es mit der nächsten Fähre weiter nach Manly. Dort angekommen, stellten wir schnell fest, dass es am Manly Beach ziemlich windig war. Also liefen wir ein Stück weiter zum etwas geschützter gelegenen Shelly Beach.

    Dort fanden wir tatsächlich noch ein freies Plätzchen am Strand. Unsere Nachbarn hatten eine Pappbox mit Essen dabei und waren gerade im Wasser. Das wiederum weckte das Interesse einiger Truthähne, die regelmäßig über den Strand spazierten. Die Gelegenheit ließen sie sich nicht entgehen: Kurzerhand machten sie sich über die unbeaufsichtigte Essensbox her und packten das Festmahl eigenständig aus. Die Besitzer dürften bei ihrer Rückkehr nicht schlecht gestaunt haben. 🦃

    Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Der Wind wurde unangenehmer und Regen zog auf. Gerade noch rechtzeitig – wenn auch nicht ganz ohne nass zu werden – konnten wir uns in das kleine Restaurant The Pantry wieder zurück am Manly Beach retten.

    Dort wurden wir von einer deutschen Bedienung begrüßt. Wie sich bei einem kurzen Smalltalk herausstellte, machte sie gerade ein Gap Year in Australien, bevor es anschließend mit dem Studium weitergehen sollte. Die Welt ist eben manchmal doch ziemlich klein.

    Meine Mini-Wagyu-Burger waren jedenfalls ziemlich lecker. Dazu ein Bier beziehungsweise ein Glas Weißwein und wir konnten das schlechte Wetter ganz gut aussitzen.

    Als der Himmel wieder aufklarte, nutzten wir die Gelegenheit und setzten uns noch eine Weile an den Manly Beach. Dort beobachteten wir die Wellen und die Surfer. Die tierischen Strandbewohner waren hier allerdings andere: Statt Truthähnen am Shelly Beach gab es in Manly jede Menge Möwen. Und die hatten es durchaus auf uns abgesehen. Teilweise flogen sie so dicht über unsere Köpfe hinweg, dass man fast den Eindruck bekam, sie würden gezielte Angriffe üben. 😄

    Gegen 16 Uhr machten wir uns schließlich auf den Rückweg zum Hotel. Der Himmel hatte sich mittlerweile endgültig zugezogen und der Strandtag war damit beendet.

    Zum Abendessen wollte ein Teil unserer Reisegruppe eigentlich nur noch in ein nahe gelegenes indisches Restaurant, um einen Cocktail zu trinken. Allerdings gab es dort die Regel, dass man dazu auch etwas essen musste. Na gut, ließ sich einrichten! Unsere Wahl fiel auf Kangaroo Vindaloo mit Naan-Brot, das wir uns zu dritt teilten. Eine durchaus passende australisch-indische Kombination zum Abschluss des Tages. 🦘

    Damit gingen zwei abwechslungsreiche Tage in Sydney zu Ende. Von historischen Gebäuden und großer Architektur bis hin zu Strand, Surfern und ziemlich dreisten tierischen Besuchern war wieder einiges dabei.

    Morgen tauschen wir dann die Großstadt und Küste gegen Natur und Berge: Es geht in die Blue Mountains! 🏞️
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