• Tag 1 - München/Zadar nach Knin

    Sep 22–23 in Croatia ⋅ ☀️ 29 °C

    Nachdem das schlechte Spätsommerwetter im Balkan anscheinend vorbei war und alle Vorhersagen positiv ausfielen, ließ ich den Gedanken Taten folgen und erstelle eine durchaus interessante Route bis nach Albanien (und wieder zurück).
    Trotzdem erschien uns die Aussicht auf möglichen Schneefall, bei der Überfahrt mit den Bikes über die Tauern, doch ein wenig „rustikal“. Aber der Motorrad-Tausendsassa Markus war nicht um eine Möglichkeit verlegen: „Fahren wir doch mit dem Hänger über die Alpen! Mein Hausmeister hat ein Haus in Zadar und dort können wir diesen auch abstellen“.
    Gesagt getan. Nach 3 Stunden mühseliges verzurren der Motorräder am 16.09. auf dem etwas kleinen Hänger (zumindest für 2 GSen) gings am darauffolgenden Montag schon um 05:00 Uhr bei mir los, was auch gut war, denn die Anreise nach Zadar dauerte dann doch 9 Stunden.
    Was sich am Zielort (der Villa von Tommy - dem kroatischen Hausmeister aus München/Giesing) als etwas tricky herausstelle war die Tatsache, dass alles, bis auf das Haus, schief war, was das Abladen unserer zwei „Gummikühe“ dann doch wieder sportlich machte.
    Aber, man glaubt es kaum, gegen 15.30 Uhr konnten wir dann tatsächlich noch losfahren und uns durch das dalmatinische Hinterland gen Südosten „arbeiten“. Im Gegensatz zur malerischen Küstenregion ist dieses eher monoton/unspektakulär und von nicht endenden Heckenbewuchs gesäumt.
    Auch die oftmals verlassenen bzw. zerstörten Höfe trugen sicherlich zum nicht vorhandenen Charme der Gegend bei. Was aber wirklich bemerkenswert war, war die Tatsache, dass irgendwo immer ein Haus steht, wo dann doch Menschen wohnen, egal wie abgeschieden. Weiss der Geier wieso!
    Diese Beobachtung zog sich über die gesamte Motorradreise entlang und nicht nur einmal war ich mehr als verblüfft, in welchen entlegenen Ecken sich Menschen wohlfühlen (oder vielleicht auch nicht - man weiß es ja nicht!).
    Irgendwann muss aber auch Schluss ein, wir waren ja schon ewig unterwegs, und so wählten wir als Übernachtungsort Knin, einem kleinen Städtchen unterhalb der wirklich imposanten Festung mit gleichem Namen, für welche wir aber leider keine Zeit hatten. Der einzig schöne Fotohotspot (Wasserfall Brljan) auf der Anfahrt (s.o) erwies sich leider von einer Gruppe von ca. 20 italienischen Motorradfahrern „besetzt“, so dass dieser Tag fotografisch eher eine Nullnummer war.
    Knin selbst ist touristisch eher unerschlossen, aber „booking.com“ sei Dank, konnten wir die günstige Ferienwohnung „Apartman Noa“, mit dem unglaublich netten Gastgeber Josip, auftun. Auch die Suche nach einem Abendessen blieb nicht erfolglos und im Bistro Ivandro (Gotovčeva ul. 2, 22300, Knin, Kroatien) gabs „lecker“ Grillplatte, also was Leichtes zum Abschluss. O.K. ein kleines Bierchen war auch drin.
    Obwohl die Ferienwohnung alles bot, was man so braucht, eins gab es nicht – Ruhe! Direkt vor dem Fenster war die "Grizzly Bar", sozusagen ein kroatischen „Schani-Garten“ und dementsprechend ausgelassen war auch die Stimmung bis in die späten Abendstunden. Aber das war, wie ich letztendlich leider feststellen musste, nur das „warm up“ auf die nächsten Tage.
    Aber man war ja müde und irgendwann kam dann doch der Sandmann.
    Read more