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- День 2–3
- 23 сентября 2025 г., 11:53 - 24 сентября 2025 г.
- 1 ночь
- ⛅ 21 °C
- Высота: 973 м
Босния и ГерцеговинаVrilo43°41’56” N 17°7’24” E
Tag 2 - Knin nach Sarajevo
23–24 сент., Босния и Герцеговина ⋅ ⛅ 21 °C
Zu Fuß „ausgerückt“ um 8 kauften wir erstmal beim Bäcker um die Ecke frische Backwaren und machten uns im - wie gesagt - gut ausgestatteten „Apartman Neo“ ein Frühstück.
Solchermaßen gestärkt ging`s weiter in Richtung Süden, wobei mich meine geschätzte Calimoto-Routen-App erstmal in die Pampa durch kleine Dörfer und über Schotterstraßen führte, nicht wirklich zielführend bei unserem Programm! Auf der eilends aufgesuchten Landstraße ging`s dann aber, auf sehr gut ausgebauten Straßen, weiter Richtung Süden am See Perucko Jezero vorbei. Wie leider im Balkan so üblich waren hier nicht ansatzweise Aussichtspunkte vorhanden. Einen Fotostopp auf der Straße hätten wir vermutlich mit unserem Leben bezahlt.
Die Landschaft wurde aber immer malerischer und auch der Verkehr lies merklich nach. Der geplante Grenzübertritt nach Bosnien-Herzegowina bei Arzano war dann allerdings nur für Einheimische möglich, was infolge des kurzen Umweges kein Problem war.
War in Bosnien-Herzegowina, nach dem Grenzübertritt, kaum eine Änderung des Landschaftsbildes feststellbar, war doch ein auffälliger Unterschied in der Bebauung feststellbar. War Kroatien im Grenzgebiet eher ärmlich, waren viele Häuser in Bosnien fast schon als Villen zu bezeichnen und der parkende Mercedes Standard. An so manchen Häusern standen auch eine Unmenge in Deutschland zugelassener „Schlitten“. Na ja, irgendwo muss die bosnische Mafia ja auch leben; da wollen wir mal ein Auge zudrücken.
Etwas wirr am Busko See entlang, der leider wirklich sehr stark bebaut ist, fuhren wir dann in die Berge und später am wunderschönen Blidinje See, welcher mich ein bisschen an Kanada erinnert hat, vorbei. Trotz der sehr abgeschiedenen Lage waren auch hier deutscher Radfahrer, welche ich auf allen meinen Motorradreisen begegne, unterwegs. Infolge der Sprachbarriere konnte ich leider keine Einheimischen, welche zu 100% auf eine benzingetriebene Motorisierung setzen, fragen, was diese davon halten.
Kurz darauf erreichten wir eine Hochebene, welche durch die Einheimischen als Ski- und Wintersportregion genutzt wird. Im Gegensatz zu Mitteleuropa setzt man hier überwiegend auf Bungalows/Holzhütten und allenfalls kleine Hotels. Unsere europäischen Bausünden, insbesondere die der Franzosen und Italiener sind hier – momentan – Gott sei Dank noch nicht vorhanden.
Im kleinen Weiler Risovac war dann erstmal eine Pause im gleichlautenden Hotelgasthof auf der Terrasse angesagt. Hier wurde die bestellte Tomatensuppe noch aus einer Terrine serviert und der Fleischspieß war ausgezeichnet.
Was lustig war, ist die Tatsache, dass die Währung in Bosnien die sog. „Konvertible Mark“ ist, welche bis 2001 an die Deutsche Mark und nunmehr an den Euro im Verhältnis 1:2 gekoppelt ist. Echt schräg, wenn man wieder in Mark zahlt, und das zu fairen Preisen.
Am Ende des Jablanicko-Stausees sollte uns der Weg letztendlich nach Kalinovic führen. Nach einem kleinen Fotoshooting am wirklich pittoresken Boracko-Bergsee, bei welchem man sich allerdings gefragt hat, wer sich die wirklich lange und kurvige Anfahrt ins „Nirgendwo“ antut, führte uns der Weg stramm in die Berge und letztendlich zum Weiler Argud (Anm.: da möchte man tatsächlich nicht mal tot über dem Zaun hängen), bei welchem - Surprise Surprise - eine Schotterpiste begann. Aber auch im tiefsten bosnischen Hinterland spricht man Deutsch und so konnte uns der dort wohnende „Local“, ein Schafhirte, welcher früher mal in Deutschland gelebt hat, vor der weiteren 8km langen Abfahrt warnen.
Da es tatsächlich keine Alternative gab, weiter in Richtung Süden zu kommen, wählten wir die asphaltierte aber auch extrem enge Route über das Hochtal bei Luk (selbst da wohnen Menschen!), welches wirklich wunderschön war, und landeten nach 60 km schließlich in Sarajevo, der ehemaligen Olympiastadt aus 1984.
Die Prachtallee und die einhergehende Bebauung aus den vermutlich „guten alten Zeiten“ erwies sich als so schrecklich (auch, was den ständig vorherrschenden Smog betraf), dass wir davon Abstand nahmen uns eine Unterkunft in der Altstadt zu nehmen. Stattdessen wählten wir ein Hotel im Äquivalent zu Neuperlach, nur noch etwas schlimmer (Hotel Imzit). Direkt an einer Ausfallstraße gelegen, davor eine Tankstelle und kein Restaurant in der Nähe, eine Empfehlung sage ich mal. Auch die Tatsache, dass das Zimmer keine einzige funktionierende Steckdose hatte und Markus kalt duschen musste, war eher „semi“.
Durch zwei Polizisten, welche sich in der Bar vor Ort eine kleine Pause gönnten, konnten wir uns dann zu mindestens einen Tipp für ein Lokal in der Nähe abholen. Das Bosanska Kraljica erwies sich als nettes kleinen Restaurant, wo, mangels Personals, die Bedienung auch das einzig verfügbare Gericht – Forelle – „zauberte“. Aber war echt lecker.
Die Nacht war dann – was sonst 😏 - wieder laut.Читать далее





















