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Guinea 🇬🇳 /Sierra Leone

Weiter geht unser Weg nach Süd Afrika über Guinea und Sierra Leone Read more
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    Donghol-touma

    Donghol-touma

    Nov 6–8 in Guinea ☀️ 30 °C

    Die Stimmung ist etwas getrübt- nun müssen wir unsere Freunde Heike und Carsten hier zurücklassen?? Aber wir können leider nichts mehr helfen!! Sie hoffen, dass sie bald das Ersatzteil bekommen und sie dann auf der schnellsten Route nachkommen können. Martina vermisst ihren Kamelknochen, der vorne am Auto hing ?? Sie fackelt nicht lange und meldet den Diebstahl bei der örtlichen Polizei 😅! Hans-Peter und ich shoppen zwischenzeitlich im Kleiderladen und finden 2 perfekte helle Hemden (gegen die Moskitos).
    Nach langem Hin und Her haben wir uns entschieden, die lange, anspruchsvollere Strecke über Télimélé nach Kindia zu fahren. Wie erwartet ist die Piste zum größten Teil hundsmiserabel, wir schaffen in 5 Stunden rund 40 Kilometer, aber dafür entschädigt uns die spektakuläre Landschaft total: es ist wunderschön bergig, grün, die Piste geht in Kurven rauf und runter. Am späten Nachmittag entdeckt Hans-Peter einen kleinen Abzweig: kurz dahinter liegt der perfekte Stellplatz für uns! Ich glaube, das wird eine richtig ruhige Nacht 👍.
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  • Pannenpause in Timbi-Touny

    Nov 3–6 in Guinea ☁️ 24 °C

    Die Morgenrunde mache ich heute mit Begleitung - Mamdou läuft die ganze Zeit mit mir und freundet sich mit Quappo an. Am Ende nimmt er sogar die Leine - und ist damit der Größte bei all seinen Kumpeln. Anscheinend ist gerade große Pause in der Schule - alle Kinder stehen vor unseren Autos. Irgendwann wird es uns zu viel, wir packen und fahren weiter. Die nächste Tankstelle hat wieder Diesel, so wird schnell der Tank voll gemacht. Weiter geht’s auf der N22 - eine katastrophale Straße. Alles wo s wird komplett durchgeschüttelt!! Nach rund 35 Kilometer erreicht uns der Hilferuf von Heike: irgendwas stimmt mit der Schaltung nicht, die Gänge lassen sich nicht einlegen, sie müssen mal nachschauen. Im nächsten Dorf halten wir an und die örtlichen Mechaniker liegen sofort unter dem Motor. Leider können sie das Problem nicht lösen, ein LKW-Spezialist aus Pita wird gerufen - wir müssen abwarten. Bei uns ist die Schublade durch die Rüttelei herausgebrochen, Hans-Peter kann sie aber wieder befestigen.
    Also Planänderung: wir verbringen die Nacht im Dorf: Timbi-Touny 🙃

    Da hier in Afrika alles länger dauert, beschließen wir, die Zeit zu nutzen und einen weiteren Wasserfall anzuschauen. Martina organisiert ein Grossraumtaxi für uns 4 plus Quappo. Die Strecke beträgt zwar nur 13 Kilometer, aber mit unseren „Großen“ kommen wir da nicht hin. Für 25,- € bringt unser Fahrer Alpha uns zu unserem Ausgangspunkt und läuft mit uns den Weg zu den Chutes de Djourougi. Wirklich auch super schöne Wasserfälle 👍👍. Zurück im Dorf kommen gerade die Mechaniker mit dem Hydrauliköl - also es geht voran.

    Der dritte Tag hier: mitten in der Nacht - genauer gesagt um 2.45 Uhr - höre ich Carsten mit seinen Mechanikern sprechen?? Unfassbar, die Jungs finden kein Ende. Morgens geht es gleich weiter, die Pumpe wird zum hundertsten Mal auseinander und wieder zusammengebaut. Carsten und Heike sind mittlerweile etwas gestresst (wir können alle mitfühlen)!
    Zur Entspannung läuft Heike die Hunderunde mit durchs Dorf und wir treffen tatsächlich einen jungen Mann, der sehr gut deutsch spricht.
    Zurück am Auto vertreiben wir uns die Zeit mit ein paar Reparaturen, Putzen, Reiseplanung und Installieren der eSim (danke an Heike 😍). Nachmittags kommt Kanthe, der junge, deutschsprechende Mann, nochmals vorbei, mit seiner Hilfe können wir ein paar Euros tauschen und Abendessen bestellen. Pünktlich um 19.00 Uhr bekommen wir das Essen serviert: Hähnchen, Pommes und ein Salat dazu ! Für 2,- Euro können wir wirklich nicht meckern.
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  • Hafia

    Nov 2–3 in Guinea ☁️ 27 °C

    Heute Morgen trauen wir uns: wir fahren ganz vorsichtig unsere Angststrecke zurück 😳 - und wir sind alle drei gut durchgekommen.
    Weiter geht’s nach Pita, leider gibt es auch heute keinen Diesel ?? Also gehen wir erst einmal in ein kleines Restaurant und essen Reis mit Erdnusssauce und Fleisch - schmeckt lecker. Dort erfahren wir auch, dass es natürlich Diesel zu kaufen gibt- allerdings auf dem Schwarzmarkt zum doppelten Preis. Noch haben wir den Tank halb voll - wir riskieren das. Auf dem Markt bekommen wir noch Brot, Eier und Gemüse - perfekt. Ein paar Kilometer weiter finden wir einen netten Platz neben dem Fußballfeld. Natürlich sind wir die Attraktion, alle Kinder belagern und bestaunen uns. Sie sind wirklich super lieb, sind begeistert von Quappo und Rambo und freuen sich einfach, dass wir hier sind.Read more

  • Kambadaga-Falls

    Oct 30 – Nov 1 in Guinea ☁️ 26 °C

    Nach dem gestrigen Schock beschließen wir, uns heute Morgen erst einmal die Wasserfälle anzuschauen. Das Problem mit dem Wenden und Zurückfahren verschieben wir einfach auf Morgen. Und ja - es hat sich definitiv gelohnt, hierher zu fahren. Die Fälle sind atemberaubend (finde zumindest ich), wir erreichen einen Aussichtspunkt, von dem aus wir die 2 Wasserfälle bestaunen können. Zu dem zweiten Aussichtpunkt müssen wir einen extrem steilen Pfad herunterklettern- nun kommen wir direkt oberhalb der Klippe an den Fluss heran. Hammerschön 😃
    Zurück am Auto fängt es leider an zu regnen - das wäre wirklich nicht nötig gewesen. Wir beschließen, morgen den Rückweg zu versuchen oder aber wir warten so lange, bis der Boden trockener wird - wir haben ja Zeit 😅.
    Nachts hat es echt viel geregnet, so entscheiden wir am nächsten Morgen, auf jeden Fall noch einen Tag zu warten. Carsten und Heike wollen es aber versuchen, sie stehen nicht so weit im Schlamm wie wir. Allerdings muss Carsten ein großes Stück rückwärts fahren - auch nicht ohne 🙈. Okay, der Weg wird erst abgelaufen, die Spur markiert und dann geht es los: Carsten fährt den Wischnewski mit Hilfe von Hans-Peter bravourös aus der Gefahrenzone. So, der erste hat es geschafft !!
    Später gehen wir mit dem Führer Bashi zu der nicht sehr vertrauenserweckend aussehenden Hängebrücke - sie hält uns alle aus!! Danach schauen wir uns den Wasserfall vom oberen Rand aus an - sehr beeindruckend. Natürlich wollen wir noch ein bisschen schwimmen, unser Führer zeigt uns ein perfektes Becken. Das Wasser ist erfrischend und die Strömung echt heftig. Zurück am Auto verhocken wir den restlichen Tag mit ein paar Bierchen - was ein schöner Tag 🤩!

    Sonntag, der 01.11.: es hat heute Nacht wieder stark geregnet, die Piste ist noch matschiger geworden. Also setzen wir uns alle zusammen und besprechen die Weiterfahrt! Da wir sowieso noch Zeit für Guinea haben, entscheiden wir, noch 1 - 2 Tage hier zu bleiben. Auch an der weiteren Reiseplanung wird gebastelt - das erweist sich als schwieriger als gedacht. Wie es ausschaut, werden sich Martina und Volker wohl irgendwann von uns trennen - sie sind langsamer unterwegs als wir - sehr schade ☹️
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  • Flip steckt fest 🙈

    Oct 29–30 in Guinea ☁️ 26 °C

    Am nächsten Morgen fahren wir einfach am Büro des Bürgermeisters vorbei, wir haben keinen Nerv mehr für weitere Diskussionen. In Pita besorgen wir dann unser Permit - das ist auch schon wieder ein Erlebnis ! Die zuständige Dame weiß erst mal nicht genau, was sie in das Formular eintragen muss. Eine Dreiviertelstunde später haben wir die 3 Permits. Nun möchten wir gerne noch eine Quittung über den bezahlten Betrag - damit ist die Dame komplett überfordert. Ihr Mitarbeiter wird erst einmal fortgeschickt, um einen Quittungsblock zu erstehen. Und die Quittung richtig auszufüllen ist für ihn eine halbe Doktorarbeit!! Na gut, irgendwann haben wir alle Papiere und können los. Tanken klappt heute leider nicht, es gibt keinen Diesel ??
    Kurz hinter Pita biegen wir auf die Piste zu den Wasserfällen ab, rund 12 Kilometer trennen uns vom Ziel. Die Piste ist herausfordernd, aber unsere Fahrer machen das super. Auf dem letzen Kilometer wird der Untergrund nass und matschig. Und plötzlich sackt Volker mit seinem Hinterrad in ein Loch ab und steckt fest. Also, kurz durchatmen, überlegen und schauen. Henriette fährt vorsichtig nach vorne, um den Flip rauszuziehen. Erst muss das Rad noch freigeschaufelt und das Wasser umgeleitet werden. Beim zweiten Versuch können wir den Wagen rausziehen!! Allerdings ist der Hinterreifen am Flip wohl von einem Stein aufgeschlitzt worden, so müssen die Männer also auch noch den Reifen wechseln. Kurz vor Dunkelheit haben wir es geschafft, alle sind glücklich und fertig. Wir beschließen, einfach hier stehen zu bleiben - Morgen ist auch noch ein Tag!
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  • Am nächsten River 🤩

    Oct 27–29 in Guinea ☀️ 29 °C

    Unser Übernachtungsgast David packt sein Motorrad, wir machen unsere Fahrzeuge auch startklar. Auf einer für guineische Verhältnisse recht guten Piste erreichen wir Labé, die größte Stadt im Hochland. Hier findet sich ein Geldautomat, der auch etwas ausspuckt ! Nun sind wir also Multimillionäre - tolles Gefühl 😅. Auf dem Markt können wir richtig viel Gemüse finden: Paprika, Karotten, Salat, Tomaten! Der Kauf einer SIM-Karte erweist sich als schwieriger als gedacht - vor dem Laden steht eine riesige Gruppe von Menschen, die hier wartet. Also, wir verzichten erst einmal auf die Handy-Karte, unser Starlink funktioniert hier ja wieder. Nach unserer Shopping-Tour wollen wir zu unserem Stellplatz. Die Straße ist nun wieder katastrophal, der angedachte Platz ist leider auch nichts. So müssen wir ein paar Kilometer weiter, dort finden wir endlich eine gute Möglichkeit zum Parken. Bei der Abendrunde entdecken wir dann den wunderschönen Fluss - das entschädigt einfach für alles.

    Den nächsten Tag starten wir ganz gemütlich, am frühen Nachmittag hören wir dann den Flip um die Ecke kommen. Die Wiedersehensfreude ist groß: endlich ist unsere Mannschaft mit Martina, Volker und Rambo wieder komplett 😃. Bei ein paar kalten Bierchen erzählen wir unsere Erlebnisse der letzten Wochen. Unser nettes Zusammensitzen wird jäh unterbrochen von 3 Einheimischen: der „Bürgermeister“, ein Polizist und der Dorfschullehrer diskutieren 2 Stunden lang mit uns. Natürlich ist uns klar, was sie wollen (💰) - aber typisch afrikanisch drucksen sie ewig herum. Martina erklärt, dass sie in Pita schon bei der Präfektur war und sich informiert hat. Für die Wasserfälle brauchen wir ein Permit - aber sicher nicht für einen Stellplatz neben der Straße?? Der Bürgermeister meint, das wäre ein anderer Bezirk und fordert 50,- Euro von uns. Irgendwann einigen wir uns darauf, morgen bei ihm im Büro vorbeizukommen. Endlich ziehen sie wieder ab und wir können uns wieder dem Bierchen zuwenden.
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  • Am River

    Oct 25–27 in Guinea ☀️ 32 °C

    Unsere Tagesetappe heute: 149 km - dafür brauchen wir knapp 6 Stunden. Die asphaltierten Teilstrecken erfreuen uns mit tiefen, dicken Schlaglöchern, dazwischen immer wieder Pistenabschnitte, die uns kräftig durchschütteln. Die Kinder winken uns alle begeistert zu - ohne ein Geschenk einzufordern. Unterwegs kaufen wir Brot, Wasser, ein paar Zitronen, Auberginen und in viel Fett ausgebackene Teilchen (schmecken lecker). Viel mehr Angebot gibt es hier nicht 😬. Die Landschaft gefällt uns super gut, endlich sehen wir wieder Berge. Henriette klettert auf über 600 m hoch! An einem kühlen Flüsschen findet sich ein Stellplatz, hier sind die Temperaturen schon viel angenehmer. Quappo ist happy, er kann sich endlich mal ausruhen und richtig entspannen. Wir kühlen uns auch im Wasser ab, gleich fühlt man sich wie neugeboren. Ein paar Einheimische kommen uns besuchen, die Frauen waschen sich ganz ungeniert, alle sind sehr lieb und nett.

    Eine sehr entspannte Nacht liegt hinter uns, sogar die Bettdecke durfte heute mal wieder in den Einsatz 😀! Ansonsten genießen wir den netten Platz, bekommen ganz viel Besuch von den Dorfkindern (wir kommen uns vor wie die Affen im Zoo), sogar Essen wird uns vorbeigebracht! Den ganzen Tag sind wir belagert, es ist total nett. Abends bekommen wir dann noch Besuch von einem netten, spanischen Motorradfahrer namens David. Bei einem Bierchen lassen wir den Tag ausklingen.
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  • Grenzeübergang vom Senegal nach Guinea

    Oct 24–25 in Guinea 🌙 28 °C

    Heute fahren wir in das nächste westafrikanische Land: Guinea. Wir haben gehört, dass hier die schlechtesten Strassen auf unserer Route nach Süd-Afrika sind. Die Grenzformalitäten sind an insgesamt 5 verschiedenen Stellen auf einer Strecke von ca 50 km zu erledigen. Die Beamten sind freundlich und die Bearbeitung geht relativ flott. Auch hier erleben wir keine Korruption . Die Menschen hier sind sehr freundlich und winken uns zu. Die Regenzeit sollte langsam dem Ende zu gehen. Nach weiteren 50 km finden wir einen schönen Übernachtungsplatz im Nirgendwo. Wir bekommen einen ganzen Strang Bananen geschenkt und werden von einigen vorbeifahrenden Mopeds, die auf dem Weg in das nächste Dorf sind, begrüsst und sehr herzlich willkommen geheissen. Die Nacht ist brutal warm und sehr schwül.Read more

    Trip start
    October 24, 2026