• Strandtage

    23 gennaio, Tailandia ⋅ ☀️ 29 °C

    Sie beginnen frühmorgens.
    Von Natur aus Nachteule werde ich hier zum Morgenmensch. Nur die Sonne steht noch früher auf als ich. Als ich um sieben Uhr zum Strand gehe, ist sie gerade über den Horizont geklettert, und es sieht aus, als habe sie vor, heute den ganzen Tag zu scheinen.
    Strandtage sind Frei-Tage wie dieser, sie sind frei aber nicht leer.
    Strandtage haben Zweitnamen, heißen Kann, Darf oder Mussnicht. Sie heißen so sehr Mussnicht, dass ich bei meinem Strandspaziergang mein Handy vergesse, weshalb es keine Fotos geben wird von den Mönchszellen und den zwischen den Hütten an Wäscheleinen wehenden orangenen Gewändern am Fuß des Tempelbergs Phraput Kiti Sirichai. Diesmal geht meine Wanderung nach Süden Richtung Wat Thang Sai. Mönche tun einem nichts.
    Die Flut lässt mir nur einen schmalen Streifen ockerfarbenen Sand zum Gehen. Auf dem Weg gibt es Hunde, die bellen, aber nicht beißen. Es gibt Muschelkeramik in allen Größen, Formen und Farben. Ich komme an abgehalfterten Resorts vorbei, die leer zu stehen scheinen. Einmal sehe ich auf einer Terrasse einen Mann in einen Laptop starren. Männer, die an Laptops arbeiten, tun einem nichts.
    Zu erwähnen wäre noch der starke Wind von Norden auf dem Rückweg, der mir auch nichts tut. Der Mühe macht, aber nicht krank. Die Erkältung, die noch eine Weile undercover mit mir gereist ist, hat mich längst verlassen, ganz von sich aus, ohne dass ich sie vertreiben musste.
    Später, auf der Strandliege im Hotel, bin ich körperlich ertüchtigt, jetzt warten die Wörter und die Bücher.
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