• Apuanische Alpen

    Sep 9–15 in Italy ☁️ 23 °C

    Genug Dolce Vita, genug das süße Leben genossen! Jetzt sind wieder Action und Abenteuer angesagt!

    Bisher hatten wir mit der Toskana vor allem die wunderschöne hügelige Weinregion assoziiert, in der wir die letzten Tage verbracht hatten. Doch schon bei der Urlaubsplanung und Recherche wurde uns klar, dass uns dort irgendwann langweilig werden würde. Eine ChatGPT-Unterhaltung später war klar: wir müssen in den Norden der Toskana, wir müssen in die Apuanischen Alpen!

    Eine kurze Schlechtwetterfront von 1-2 Tagen bremste uns nochmals kurz aus und wir machten es uns in einem netten B&B bei Giovanni gemütlich. Abends waren wir bei seiner Schwester zum Pizza essen eingeladen und es war köstlich!

    Danach ging es endlich los! Insgesamt machten wir drei Wanderungen in den Apuanischen Alpen:

    1. Von Vagli Sotto aus auf den Monte Tambura

    2. Über die Bagola Bianca auf den Monte Pisanino

    3. Über die Standardroute auf den Pizzo d'Uccello.

    Die erste Wanderung war schon ein hervorragender Auftakt. Besonders das Wandern oben am Grat hat uns besonders gut gefallen. Oben angekommen trafen wir kurz auf einen 76 jährigen Trailrunner, der bald einen Trail mit 160 km und 12.000 hm machen wird...wir waren beeindruckt! Und da rannte uns der "alte Mann" auch schon wieder davon!

    Die zweite Wanderung bereitet vor allem Isabell im Vorfeld Kopfzerbrechen. Online stand, dass die Route nur für Profis geeignet wäre, als T5 kategorisiert, nicht markiert ist und man absolute fehlerfreie Trittsicherheit braucht, weil ein Sturz tödlich enden könnte. Dass diese Wanderung also keine Genusswanderung werden würde, war klar. Am Ende war die größte Herausforderung tatsächlich für Carsten den richtigen Weg zu finden und für Isabell mental cool zu bleiben, weil sie im Hinterkopf die ganze Zeit die Beschreibung der Tour hatte und sich gefragt hat, wann nun endlich die tödlichen super gefährlichen Stellen kommen. Mit genug Konzentration lag die Route dann aber doch insgesamt in unserer Komfortzone. Der Rückweg stellte sich als ebenfalls anspruchsvoll heraus, allerdings nur als T4 und damit viel weniger ausgesetzt und immer gut markiert.

    Der letzte Tag bescherte uns unser Touren-Highlight: rauf auf den Pizzo d'Uccello. Von unten und gegenüber sah der Berg absolut unerklimmbar aus. Wir dachten, dort kommt man nur mit Seilklettern hoch. Doch ein anderer Wanderer erzählte uns, dass man dort mit leichter Kletterei schon gut hoch kommt und die Kletterstellen nicht ausgesetzt seien. Und so wanderten wir bis zum Einstiegspunkt, ließen dort unsere Wanderstöcke zurück und kletterten die letzten 250m hoch zum Gipfel! Was für ein Spaß!! Bei vielen unserer Wanderungen gibt es solche Kletterpassagen, meistens sind diese jedoch nur sehr kurz. Diesmal konnten wir 1h lang hoch und 1h wieder runter das einfach Klettern genießen. Wir waren glücklich.

    Danach ging es gemütlich über eine Hütte zurück ins Tal. Die Hütte konnte leider nicht mit den von uns bekannten Hütten aus Deutschland und Österreich mithalten. Um 14:30 Uhr gab es tatsächlich nichts Süßes mehr! Skandal! Wir waren enttäuscht, gönnten uns noch ein kühles Getränk und wanderten zurück.

    Nun sind wir auf dem Rückweg zur letzten Station unseres Urlaubs: eine Wanderung in Österreich mit Hüttenübernachtung und mit anschließendem Wellnesshotel in den Bergen.
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