Kotor Tag 3
May 26 in Montenegro ⋅ ⛅ 29 °C
Heute haben wir uns ein Auto ausgeliehen. Direkt an unserem Hafen gibt es eine Autovermietung, alles online am Vorabend gebucht. Um neun Uhr hingedackelt, Formalitäten in 10 Minuten abgehandelt, Dreiviertelstunde auf‘s Auto gewartet. Dann kommt er endlich, ein schöner roter Renault Capture. Einsteigen und los geht es. Der Verkehr ist nicht ohne, aber das wissen wir ja schon. Wir fahren aus Kotor raus, immer der Küstenstraße entlang. Thomas gewöhnt sich langsam an das Auto, ist halt kein Mercedes, der Verkehr wird um einiges weniger und die Sonne scheint. Wir fahren durch die Orte Dobrota und Perast durch und machen dann halt in Risan. Ein Ort mit drei Kirchen, historischen Gebäuden, einem Hafen und einer Mövenpick Hotel & Residences- Anlage die baulich gar nicht hier hin passt. Wir setzen uns in ein schönes Kaffee. Die Kellnerin kommt und nimmt die Bestellung auf. Wir kommen ins Gespräch, sie ist erst heute Morgen aus Bochum heimgekommen. Fährt wohl einmal im Jahr nach Deutschland, letztes Jahr war sie in Köln. Nur deutsch kann sie nicht sprechen. Wir entscheiden uns die Küstenstraße zu verlassen und nehmen die Serpentinenstraße. Es geht immer weiter hoch, wir haben einen tollen Blick. Nur die Straße wird immer enger und auch die Beschaffenheit wird immer schlechter, oder die Löcher immer tiefer. Mal davon abgesehen das es zum Großteil keine Leitplanken gibt, nur direkt den Abgrund. Plötzlich gibt es eine Abzweigung, frisch geteert, verbreitert und befestigt und führt zu einer Kirche. Also dahin. Alte kleine Kirche, Friedhof und saftige Wiesen, nur die Straße ist ab hier wieder im miserablem Zustand. Aber hier soll es auf die Bundesstraße gehen. Es gibt einen langen und einen kurzen Weg. Ich setze mich durch, wir nehmen den kurzen Weg. Er ird immer schlimmer, aber es kommt noch ne Kirche mit Friedhof, der Weg besteht nur noch aus Löchern und Kies. Da ist schon die Bundesstraße, aber der Weg wird immer steiler, die Räder drehen durch, Andrea bekommt jetzt endgültig Muffensausen.
Thomas gibt alles, geschafft, das rostige Tor ist auf, wir können auf die Bundesstraße auffahren. Gott sei dank. Wir wollen in den Ort Kamenari, dort gibt es eine Autofähre die uns auf die andere Seite bringen soll. So, jetzt sind wir vorbeigefahren. Ok fahren wir halt noch ein Stück, vielleicht finden wir endlich eine Stelle an der mal parken/ halten kann und dann auch noch ins Wasser kommt. Das ist echt schwierig hier. Das hat alles kein Sinn. Man kommt einfach nichts ans Wasser. Alles ist privat oder nicht zugängig. Wir drehen um und Thomas entdeckt eine Muschelzucht mit Lokal. Da kann man auch parken. Mein Mann muss natürlich an den Strand und findet auch gleich zig tote Seesterne. Zwei werden eingepackt. Wir bestellen mit Parmesan überbackene Miesmuscheln, Pasta mit Muschel und für Thomas noch zwei Austern. Es wäre alles perfekt gewesen, wenn sie nicht vorher die Holz-Sitzgruppen frisch lackiert hätten.
Nun mit der Fähre rüber nach Lapetane, Küstenstraße, einspurig mit Gegenverkehr, nichts für schwache Nerven. Kurz vor Prcanj entdecken wir einen öffentlichen Strand mit Parkplatz. Thomas wagt es und geht ins Wasser, kalt aber erfrischend. Ylvi und Andrea lassen sich nicht überzeugen, wir bleiben draußen. Noch in einer Konoba ein alkoholfreies Bier und ein Wasser. Bezahlen müssen wir das 0,33 l Bier, dass in einer 0,25 l Flasche serviert wird. So kann man auch reich werden. Wir fahren die letzten Meter, dann haben wir die Rundreise beendet, Auto abgegeben und sind ans Boot gelaufen. War ein toller aufregender Tag, morgen geht es zurück zur Marina Portonovi.
Anmerkung von Thomas: So schlimm kann es nicht gewesen sein, Andrea hat dann noch alle acht Fender geputzt, sehen wieder aus wie neu.Read more























TravelerToller Reisebericht … ich musste öfter schmunzeln ❤️😘
Traveler
Bank in Risan
TravelerAndrea, du hast Riesen falsch schrieben ( ;-P )