• Festung Montánchez, Dolmen in Lácara

    April 13 in Spain ⋅ ☀️ 15 °C

    Der Weg zu den Dolmen del Prado de Lácara führt durch eine typische Weidelandschaft der Extremadura, bestehend aus Steineichen und Kermeseichen zwischen Granitformationen. Die Dolmen del Prado de Lácara wurden im Jahr 1931 zum Nationaldenkmal von historischem und künstlerischem Interesse erklärt und ist heute ein Kulturgut (Bien de Interés Cultural). Historisch lässt er sich in die kupferzeitliche Epoche (Chalkolithikum) einordnen. Es handelt sich um ein megalithisches Grab mit einem Gang und einem umlaufenden Ring; es ist von einem Grabhügel umgeben und teilweise von diesem bedeckt.

    Dieses Grabmonument von beträchtlicher Größe lässt darauf schließen, dass sein Bau einen großen Aufwand erforderte. Die großen Steinblöcke wurden in nahegelegenen Steinbrüchen bearbeitet, die sich in der Nähe des für den Bau der Dolmen gewählten Ortes befanden, und anschließend mit menschlicher und tierischer Kraft transportiert.

    DER MEGALITHISMUS: neolithische Architektur in der Landschaft

    Die typisch neolithische Bautradition basiert auf einer Architektur aus großen Steinen, die senkrecht aufgestellt (Orthostaten) werden, um die Wände zu bilden, sowie auf anderen Steinen, die horizontal (Decksteine/Linteile) als Abdeckung dienen.

    Das Gebiet von Lácara liegt auf einer granitischen Rumpffläche (Peniplain), in der abgerundete Felsformationen häufig vorkommen. Diese Gesteine weisen natürliche Risse auf, die zur Gewinnung großer Blöcke genutzt werden konnten, aus denen Orthostaten und Decksteine gefertigt wurden. Beim Abbau kamen Holzkeile und Hämmer aus hartem Stein zum Einsatz. Anschließend wurden die Blöcke behauen, um ihnen je nach Verwendung – für den Gang, die Kammer oder den Tumulusring – die passende Form zu geben; die Arbeit war langwierig.

    Je nach Größe waren 50 bis 100 Personen notwendig, um einen einzelnen Stein zu bewegen. Vermutlich erfolgte der Transport mithilfe einer Holzkonstruktion, ähnlich einem Schlitten, der auf Holzrollen bewegt wurde, während eine Gruppe von Menschen mit Seilen zog. Am Bestimmungsort erhielten die Steine ihre endgültige Form, bevor sie aufgerichtet wurden.

    Der Bau dieses Dolmens bedeutete einen enormen Aufwand für die Gemeinschaft, die ihn errichtete. Es wurden große Mengen an Holz und Seilen sowie viel Zeit für die Bearbeitung der Steine benötigt, außerdem eine große Anzahl an Menschen für den Transport des Materials und spezialisiertes Personal zur Leitung der gesamten Arbeiten.
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