Tokio - neu und alt
March 21 in Japan ⋅ ☀️ 15 °C
Der Tag verspricht gut zu werden, denn die Sonne scheint. Allerdings bewegen sich die Temperaturen am Vormittag im einstelligen Bereich. Wir fahren nach Odaiba und bewegen uns damit über die Rainbow Bridge. Sie verbindet Tokio mit der künstlich angelegten Insel Odaiba. Diese künstliche Insel gibt es seit Ende der Edo-Zeit (1853). Die damals Herrschenden ließen darauf kleine Forts mit Kanonen errichten, um Tokio vor Schiffsangriffen zu schützen. Erst 1980 wurden die Inseln erweitert und mit Wohnungen und Bürogebäuden, in Folge auch mit riesigen Einkaufszentren bebaut. Von hier haben wir einen fantastischen Blick auf einen Teil der Metropolregion Tokio-Yokohama, in der mehr als 38,5 Millionen Menschen leben. Wir schlendern auf der Promenade des Odaiba Seaside Parks und wundern uns. Da steht tatsächlich die Freiheitsstatur! Wir erfahren, dass nicht nur die Amerikaner von den Franzosen eine Freiheitsstatur geschenkt bekommen haben, sondern auch die Japaner - 1998 zu Ehren des „Französischen Jahres in Japan“. Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Nationen sollten damit vertieft werden. Eigentlich war sie nur eine Leihgabe für ein Jahr. Da die Freiheitsstatur aber so beliebt ist, lässt man sie stehen. Beim Anblick des heutigen Tokios ist kaum vorstellbar, dass die Stadt im 2. Weltkrieg bis zu 50 % zerstört wurde. Bei einem Angriff der amerikanischen Streitkräfte im März 1945 starben über 100.000 Menschen als Folge des schwersten, konventionellen Bombenangriffs der Menschheitsgeschichte. Auf keine weitere japanische Stadt erfolgten mehr Luftangriffe. Es gibt aber Stadtteile, die verschont blieben. Der Stadtteil Yanaka gehört dazu. Yanaka ist weit weg vom lebendigen, flippigen Tokio. Einst gab es hier Ingwerfelder, dann entstanden unter der Herrschaft des Shoguns duzende Tempel. Die Ingwerfelder sind weg, die kleinen Tempel geblieben. Hier lebt der durchschnittliche Tokyoter. Hochhäuser suchen wir vergebens, niedrige Häuser dominieren diesen Stadtteil mit unzähligen kleinen Geschäften, Cafés und Restaurants. Ein wenig können wir hier das alte Stadtbild von Tokio noch erleben. Gegen Mittag wird es wärmer als wir in der Nähe unserer Unterkunft durch den buddhistischen Zojoji-Tempel schlendern. Die Tempel sind immer wie kleine Oasen im wuseligen Tokio. Auffallend sind die vielen kleinen Figuren mit roten Mützen. Sie sind den Kindern gewidmet. Jizō – heißen sie - klein, süß und traurig. So putzig sie aussehen, so ernst ist das Thema, dass sie symbolisieren, denn es geht um Tod, den Verlust von Kindern und Abtreibung. Die roten Mützen sollen die Köpfe schützen und wärmen. Uns wärmt die Sonne, als wir auf einer Bank unter einem blühenden Kirschbaum dem Treiben in der Tempelanlage zuschauen.Read more




























TravelerDas ist wirklich eine große Umstellung in Japan anzukommen, egal woher man kommt. Es ist schon besonders. Schön das auch gerade die Kirschblüte anfängt, aber das hattet ihr ja so geplant.🤗 es ist immer wieder schön, einfach mit euch zu reisen.
TravelerIhr habt Japan ja auch schon erlebt. Schön, dass ihr „mitreist“