Akihabara - Kinderzimmer für Erwachsene
March 20 in Japan ⋅ ☁️ 10 °C
Heute kommen zum bedeckten Himmel noch Regen und Kälte. Mehr als 12 Grad wird es nicht. Das Kinderzimmer für Erwachsene kann unsere Stimmung vielleicht etwas aufhellen. Wir fahren mit der Bahn sechs Stationen in den Stadtteil Akihabara. Dieser Teil Tokios ist der Treffpunkt für Anime und Manga Fans. Die von Videospielen, Manga, Figurensammeln und Anime besessenen Japaner haben ihre Wurzeln in Akihabara. Eingezwängt zwischen den vielen Elektro-Läden befinden sich wahre Schreine. Der verrückte Stadtteil von Tokio ist wirklich faszinierend und eine etwas andere Welt. Wir schauen in die Spielhallen – in vielen Gebäuden gibt es auf mehreren Etagen alles, was das Herz eines Schielers höherschlagen lässt. Anfang der 2000er Jahre kamen die Maid Cafés immer mehr auf. In Akihabara entwickelte sich diese Form zu einem Hotspot in Japan. Ursprünglich wurden diese Cosplay Cafés für die Anime Fans eröffnet, ziehen aber viele verschiedene Arten von Kunden an. Dabei haben die Mitarbeiterinnen des Cafés ein Kleid an, welches an Dienstmädchen erinnert, daher der Name Maid Café. Und was bedeutet „Cosplay“? Wir erfahren, dass bei dieser Fanpraxis sich Menschen selbst entworfene Kostüme anziehen, die einer Figur aus einem Manga, Comic oder einem anderen fiktiven Werk nachempfunden sind. Mit diesen Outfits besuchen sie dann Conventions, Fan-Events oder auch Partys. Ansatzweise können wir sie im Straßenbild sehen. Das schlechte Wetter verführt wohl aber eher nicht zum Ausführen der kreativen Garderobe. Unsere Stimmung wird letztendlich durch ein Stück Käsekuchen in einem Café aufgehellt, in das wir während eines Regenschauers flüchten. Wir nutzen das schlechte Wetter, um über unsere Weiterreise nachzudenken. Unser nächstes Ziel wird die eher ländliche Gegend Hakone mit dem Mount Fuji sein. Danach sind wir in Kyoto. Wir werden alle Strecken mit den Öffis erledigen, was in Japan eine bequeme Sache ist. Um das Ganze einfacher zu gestalten, wird in Japan gern ein Gepäckdienst in Anspruch genommen. Den wollen auch wir nutzen, um letztendlich nur mit einem, statt mit zwei Koffern unterwegs zu sein. Wir packen also alles, was wir bis Kyoto brauchen in einen Koffer, in den anderen kommt die schmutzige Wäsche und Sommerkleidung. Letzteren Koffer werden wir bei unserer Abreise vom Hotel in Tokio zum Hotel in Kyoto transportieren lassen. Das Ganze soll vielfache erprobt und zuverlässig sein. Wir sind zuversichtlich. Gegen Abend bestaunen wir den roten Fernsehturm Tokio Tower – das Wahrzeichen Tokios. Bis Ende März leuchtet der Turm in warmen Orangetönen, ab April erstrahlt er dann in einem weißen Licht.Read more




















TravelerWas ein Kulturschock - letzte Woche noch das Menü aus dem Erdofen und heute diese Cosplay Cafés und Spielhallen, bei denen ich nicht mal verstehe, was man hier spielen soll, und diese Unmengen an Menschen. Verrückte Welt! Auf so einer Reise wird einem erst so richtig deutlich, wie unterschiedlich aber zeitgleich die Kulturen ticken. Ihr schlagt euch ja wacker.
TravelerGut, dass es noch Unterschiede gibt, auch wenn wir manchmal fassungslos davor stehen
Traveler
Und was rausgefischt?