• Auf`s Land – ab nach Hakone

    23. maaliskuuta, Japani ⋅ ⛅ 13 °C

    Heute wird es noch mal herausfordernd für uns, denn wir wollen über den Bahnhof Tokio-Shinjuku nach Hakone. Zunächst versenden wir jedoch von unserem Hotel in Tokio einen unserer Koffer zu unserem übernächsten Ziel, dem Hotel in Kyoto. Mit Hilfe der Mitarbeiterin an der Rezeption gelingt uns das nach 20 Minuten. Der Spaß kostet umgerechnet ca. 10 €. Wie überaus gut die Idee ist, merken wir im Verlauf der Anreise nach Hakone. Aber zunächst fahren wir mit der U-Bahn zum Bahnhof Shinjuku. Das ist einfach. Dort müssen wir unseren vorab erworbenen Hakone Free Pass einlösen. Die Herausforderung besteht nun darin, den Schalter für das Einlösen des Hakone Free Pass in einer der größten und meistgenutzten Bahnhöfe der Welt zu finden. Der Bahnhof ist der Hauptverkehrspunkte für Pendler in der japanischen Metropole. Mehr als 3,5 Millionen Passagiere drängen sich tagtäglich auf 39 Gleisen und einem unüberschaubaren Netz an Gängen und Treppen mit rund 200 Ausgängen aus dem Bahnhofsareal. Zu Stoßzeiten steigen pro Sekunde um die 500 Menschen auf den Bahnsteigen des Bahnhofs ein oder aus. Um die gewaltigen Menschenmassen bewältigen zu können und eine möglichst ideale Ausnutzung der fahrenden Züge zu gewährleisten, kommen so genannte Fahrgastverdichter in Tokios Mega Bahnhof Shinjuku zum Einsatz. Diese Angestellten der Bahngesellschaften schieben und drücken mit ihren weiß behandschuhten Händen die Fahrgäste in die überfüllten Waggons hinein. Das bleibt uns glücklicherweise erspart, denn wir sind außerhalb der Stoßzeiten unterwegs. Wir fragen uns durch und treffen dabei wieder auf sehr hilfsbereite Japaner. Dann stehen wir tatsächlich am Serviceschalter und halten nach ¼ Stunde unsere Tickets in der Hand bzw. auf dem Handy. Nun müssen wir die Odakya Linie finden, dessen Zug uns zur Umsteigestation der Stadt Odawara bringen soll. Auch das gelingt uns. Nach 1 Stunde 40 Minuten und 20 Haltestellen sind wir in Odawara. Das hat schon mal gut geklappt. Wir sind stolz auf uns. Es ist bereits Mittag, so dass wir uns erst einmal am Bahnhof einen Snack gönnen, bevor wir uns auf die Suche nach dem Bus mit Ziel Sengokuhara begeben. Mein Routenplaner zeigt mir an: 42 Minuten mit 47 Stationen. Es geht in die Berge. Als wir in den Bus steigen finden wir einen Platz, auch für unseren Koffer. Der Platz für die Koffer ist allerdings begrenzt und der Gang im Bus eng. Letztendlich sind wir nach 1 ½ Stunden angekommen, denn auf der engen Straße gab es immer wieder Stauß. Auch der Bus hat sich mehr und mehr mit weiteren Reisenden und ihrem Gepäck gefüllt. Unglaublich, wieviel Menschen in diese Richtung streben. Wir sind froh, dass wir zu den Letzteren im Bus gehören, die aussteigen und nur einen Koffer dabeihaben. In unserem Hotel sind wir fast die einzigen westlich aussehenden Gäste. Für uns spannend, zu schauen, wir Japaner ihren Aufenthalt hier genießen. Zunächst bekommen wir, wie alle Hotelgäste, einen Yukata samt Anleitung von der Rezeption beim Einchecken überreicht. Ein Yukata dient vor allem als unkomplizierte, leichtere und alltäglichere Variante der Kimonos, da es einfacher zu binden und preisgünstiger ist. Ein Yukata wird nach dem Baden in japanischen Hotels, aber auch oft bei sommerlichen Festen oder auch als Schlafanzug benutzt. Es ist also kein Kleidungsstück, das eine ganz spezielle und starre Verwendung im Alltag hat. Wir ziehen den Yukata probehalber an, danach aber wieder aus. Er trägt sich angenehm, aber damit im Haus zum Essen gehen? Nein. Das sehen die Japaner ganz anders, denn die meisten tragen beim Abendessen den Yukata. Auch beim Frühstück sehen wir sie im Yukata, dieses Mal ist er allerdings etwas zerknittert. Das Essen selber ist ganz auf die japanischen Gäste ausgerichtet, schmeckt aber lecker. Allerdings haben wir nicht alles probiert.Lue lisää