• Der Fuji, ein Krater und ein Piratenschiff

    March 24 in Japan ⋅ ☁️ 10 °C

    Laut Wetterbericht erwartet uns heute ein sonniges und klares Wetter. Ideal, um vielleicht einen Blick auf den Berg Fuji zu erhaschen. Die Sonne scheint tatsächlich und keine Wolke am Himmel, als wir in den Bus nach Togendai zum Ashi See fahren. Schon vom Bus aus können wir den Schnee bedeckten Gipfel des Fuji sehen und sind begeistert. Von Togendai wollen wir mit der Seilbahn zur Ōwakudani Station fahren. Wir sind die ersten an der Seilbahn und haben schon während der Fahrt einen fantastischen Blick auf den heiligen Berg der Japaner. Der Fuji ist ein Vulkan und mit 3776 m Höhe der höchste Berg Japans. An der Hakone Ropeway Ōwakudani Station steigen wir aus und genießen das ganze Panorama des perfekten Fuji. Jetzt umschlingt ihn ein toller Wolkenkranz – ein fantastischer Blick. Spätestens um 11 Uhr ist der Berg allerdings nicht mehr zu sehen. Eine andere spektakuläre Landschaft zieht uns auf der anderen Seite der Station in den Bann. Bevor wir es richtig sehen, können wir es riechen. Es ist der Explosionskrater Owakuawa. Der Krater ist durch eine großflächige Explosion vor über 3.000 Jahren entstanden. Die Gegend um das Tal gehört zu einem gewaltigen Vulkan, der durch zwei große Eruptionen kollabierte und eine große Caldera formte. Wir sind auf einer Höhe von 1040 Metern und schauen auf die zahlreichen schwefelhaltigen heißen Quellen und Fumarolen, aus denen vulkanische Gase austreten. Das Ganze sieht aus, wie das Tor zur Hölle. Gegen Mittag sind wir wieder in Togendai am Ashi See. Zum Hakone Free Pass gehört die kostenfreie Nutzung von Bussen, Bahnen und der Seilbahn, aber auch eine Fahrt über dem Ashinoko, dem Ashi See. Dafür gibt es ein „Piratenschiff“ – es sieht äußerlich jedenfalls so aus. Warum „Piratenschiff“? Keine Ahnung. Wir reihen uns in die Schlange der Wartenden für die Tour ein. Ein Mitarbeiter bietet lautstark die 1. Klasse an – für 3,50 € Aufpreis. Wir schlagen zu und bekommen ein rotes Armband, dass uns für das Betreten der „Plüschklasse“ berechtigt. An uns zieht eine malerische Landschaft und das berühmte Tor des Hakone-Schreins vorbei, ein historischer Schrein, der inmitten von Zedernwäldern am See liegt. Als wir um 14 Uhr wieder an unserem Ausgangspunkt ankommen, ist es voll geworden und die Sonne versteckt sich hinter einer Wolkendecke. Gut, dass wir früh aufgebrochen sind.Read more