• Osaka und das Castle

    31 Mac, Jepun ⋅ 🌧 23 °C

    Das Wetter ist heute nicht so schön, deshalb stehen einige organisatorische Dinge auf unserem Plan. Im super modernen Kyoter Bahnhof besorgen wir uns noch die fehlenden Zugfahrkarten. Mittlerweile gibt es auf den großen Bahnhöfen extra Ticketschalter mit englischsprechendem Personal. Eine Nummer ziehen, warten und dann sind wir dran. Ruck zuck haben wir die gewünschten Karten. Ich hoffe nur, dass wir dann auch für die Fahrten das richtige Ticket verwenden! Kurz entschlossen überlegen wir uns, was wir noch mit dem angefangen Tag machen. Nach Osaka sind es nur 35 Minuten Fahrzeit, also rein in den Zug und zur Osaka Station. Von dort noch mal 10 Minuten und wir steigen am Osaka Castle aus. Mit uns strömen Massen an jungen Frauen Richtung Burg. Kann doch nicht sein, dass die alle mit ihrem verklärten Blick am Schloss interessiert sind! Haben sie auch nicht. Im Park des Schlosses gibt es einen Konzertsaal und da tritt gegen Mittag die Boy-Group WEST. auf. Die sieben smarten, japanischen Jungs bringen ihre Fans in Wallung, denn sie bestreiten hier u.a. gerade ihre diesjährige Tour. Nach dem Veranstaltungsort wird es ruhiger. Die Burg ist auf zwei erhöhten Plattformen gebaut, jeweils von einem Burggraben umgeben. Das zentrale Gebäude besitzt fünf, von außen sichtbaren Stockwerken, und drei unsichtbare ohne Fenster. Innen befindet sich ein Museum. Vom Schloss aus haben wir einen fantastischen Blick auf Osaka – trotz Nieselwetter. Das Schloss steht auf einem hohen Steinsockel, der die Basis schützen soll und war, wie früher bei japanischen Gebäuden üblich, fast komplett aus Holz. Bei der Restaurierung Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die zerstörte Burg allerdings fast vollständig aus Beton neu errichtet, seit der Sanierung 1997 hat sie sogar einen Aufzug. Die gewaltigen Steine des Sockels sind beeindruckend. Wie hat man das bloß geschafft? Eine Antwort darauf haben wir leider nicht bekommen.Baca lagi