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  • Day47

    Sidi Rbat und das Meer

    November 8 in Morocco ⋅ ☀️ 23 °C

    Wieder trennten sich unsere Wege. Die beiden, Sepp und Roland, haben die Todra- und Dades Schlucht noch zu erkunden, uns zog es erstmal gen Westen zurück, um uns dann ins Touri-Getümmel an der Küste von Agadir zu schmeissen. In ein paar Tagen wollen wir uns wieder in der Mitte Marokkos treffen. Wer weiß, vielleicht sind dann auch die zwei anderen Fahrzeuge mit Andrea, Harald, Renata und Stefan wieder bei uns. Sie verbrachten die letzte Woche weiter südlich in der Westsahara bei Dakhla.

    Wir jedenfalls stellten unser Gefährt an der Steilküste unweit des Nationalparks Souss Massa ab. Einfach traumhaft hier! Wir blieben gleich noch eine Nacht, da wir uns von dem Anblick der tosenden, wilden Wellen nicht losreissen konnten. Das Schauspiel von Ebbe und Flut, von Vögeln, die sich per Sturzflug ins Meer stürtzen, von Fischern, die morgens Muscheln von dem Riff sammeln, von Möwen, die dicht über uns hin und her segeln, begeisterte uns. Und von den Wellen, die so unglaublich kraftvoll daherrollten, manchmal mit so einer Wucht sich überschlugen, dass die Gischt bestimmt 10 m in die Höhe spritzte.

    Auch die ein oder andere Begegnung hatten wir an unserem ansonst einsamen Platz. So kam ein Einheimischer vorbei, der in sehr gutem Deutsch nach Grillkohle, etwas Salz und einem Grillrost fragte, naja und nach einem Bier. Er sei hier mit Freunden und zwei kg frisch gefangenen Sardinen. Als Dankeschön bekamen wir leckeren gegrillten Fisch.

    Ein andermal klopfte es nachts um 2 Uhr. Ein junger Marokkaner, offensichtlich angetrunken oder bekifft, wollte uns irgendwas scheinbar wichtiges mitteilen, aber unsere, bzw. Andi´s Französischkenntnisse reichten dafür nicht aus. Was er wollte, wissen wir bis heute nicht.

    Und dann hatten wir noch Glück, denn ein Fischer kam vorbei und verkaufte uns für 5 Euro zwei tolle Fische. Wenig später landeten sie in unserer Tajine für´s Abendessen.
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    Traveler

    lecker 🔥😀

     
  • Day44

    Amtoudi

    November 5 in Morocco ⋅ 🌙 21 °C

    Die Weiterfahrt führte durch die Timguelchte Schlucht, bis wir schließlich auf dem Campingplatz in Amtoudi landeten.

    Nigelnagelneu alles, aber leider alles nicht so toll, wie es den ersten Anschein hatte.
    Pool - k e i n Wasser
    Duschen - k e i n Wasser
    Klo´s - k e i n Wasser
    Das stellten wir natürlich erst nach dem Einchecken fest. Mit den relativ häufigen Campingplatz-Übernachtungen möchten wir die Leute unterstützen, die unter diesen Bedingungen versuchen etwas aufzubauen. Den ganzen Sommer über wagt sich kein
    Tourist nach Marokko (teils 50 Grad im Schatten) und coronabedingt lag natürlich auch hier der Tourismus zwei Jahre lang brach.

    AMTOUDI. Der Agadir Id Aissa thront imposant auf einem Hügel etwa 100 m über dem Dorf. Die aus Bruchsteinen ohne Mörtel errichtete Speicherburg aus dem 12. Jh. ist eine der ältesten und besterhaltenen in Marokko. Bis in die 1950 Jahre wurde sie als Speicher für Getreide, Wertgegenstände, Dokumente sowie als Zufluchtsort für Mensch und Tier genutzt. Unser Führer erzählte, es gibt 80 Kammern, die alle um den Felsen herum gebaut sind. Sie sind immer noch in Privatbesitz der Familien. Neben den Wachtürmen gibt es in der Burg auch eine Zisterne, Brunnen, Bienenzellen, eine Küche und Moschee.

    Bevor wir wieder den Abstieg ins Dorf unternahmen, "mussten" wir bei dem alten Wächter noch einen sehr süßen Tee trinken. (Oh Gott, was für Wasser hat er dafür verwendet?)

    Die Speicherburg war wirklich äusserst interessant, aber der Höhepunkt des Tages sollte noch kommen. Wir hörten von einer Quelle in der man sogar baden kann. Glauben konnten wir das nicht, aber wir machten uns trotzdem auf den Weg. Ca. drei Kilometer wanderten wir im Schatten der Palmen immer entlang eines Bewässerungskanals, bis wir schließlich vor einer großen mit sauberem Wasser gefüllten Gumpen angelangt waren. HERRLICH!!!
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  • Day41

    Eine wunderschöne Bergstrecke

    November 2 in Morocco ⋅ ⛅ 16 °C

    Ein paar Tage Antlantikküste reicht vorerst, denn im Landesinneren gibt es noch viel Neues zu entdecken.

    Wir machten uns auf den Weg Richtung Tafraoute. In dem Reiseführer von Edith Kohlbach beschrieb sie eine sehr lohnenswerte Strecke zwschen Ait Baha, dem Ammelntal und Tafraoute. Über rund 80 km erstrecken sich, an die Berg- und Felshänge des Anti Atlas, in Terassen angelegte Felder und Gärten. Wie unglaublich mühsam muss es gewesen sein, dies mit einfachsten Mitteln über die Jahrhunderte zu erbauen und zu erhalten. Es scheint allerdings, dass sie kaum mehr bewirtschaftet werden. Vermutlich ist dies dem Wassermangel bzw. der Abwanderung der Bevölkerung zuzurechnen. Vielerorts hat man uns erzählt, dass es seit 4 Jahren und mehr im südlichen Marokko nicht mehr geregnet hat. Ganz deutlich auch zu erkennen an vielen abgestorbenen Mandel- und Arganienbäumen.

    Und plötzlich taucht eine Oase vor uns auf. In Tafraoute, dem Ende unserer sehr eindrucksvollen Bergstrecke verbringen wir den restlichen Tag und die Nacht bei Naima auf ihrem Stellplatz mitten im lichten Palmenhain.

    Die "Blauen Felsen" sind unser nächstes Ziel. In die karge Steinwüste kam 1984 ein belgischer Künstler mit 18 t Farbe, 30 marokkanischen Feuerwehrmännern mit ein paar Löschfahrzeugen und Schläuchen. Einige Kilometer ausserhalb Tafraoutes besprühten sie bizarr aufgehäufte oder allein stehende Granitfelsen. Überwiegend in Blautönen, aber auch in gelb, rot oder schwarz. Über den Sinn kann man natürlich streiten. "Ist das Kunst, oder kann das weg?" 🤣🤭

    Jedenfalls profitiert diese Gegend davon, es zieht Touristen magisch an.

    Weiter geht unsere Reise . Die Schlucht von Ait Mansur ist in unserem Reiseführer so fantastisch beschrieben, dass wir da unbedingt hin müssen. Und tatsächlich! Magisch ist die Durchfahrt der Schlucht mit traumhafter Oase entlang eines kleinen Baches zwischen beeindruckenden Felsblöcken. Gerade so passten unsere dicken Autos durch den "Urwald".
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  • Day39

    Sidi Wassay - Urlaubsfeeling

    October 31 in Morocco ⋅ ⛅ 23 °C

    Wiedersehen mit Sepp und Roland! Die beiden hatten einen Schlenkerer zum Jebel Toubkal, dem höchsten Berg Nordafrikas mit 4168 m Höhe, unternommen. Mit erfolgreicher Besteigung in nur 1 1/2 Tagen!

    Das süße Nichtstun geht nun in die zweite Runde. Ich denke, das ist auch bisher immer zu kurz gekommen. Ca. 50 km südlich von Agadir genießen wir fast so was wie "Urlaubsfeeling" bei angenehmer Temperatur. Immer noch 30 Grad und mehr, aber nicht mehr 36 - 40! Meeresrauschen ohne extremen Wind und auch relativ grüne Vegetation.

    Ein paar Kilometer entfernt besuchten wir den Nationalpark Souss-Massa. Zig verschiedene Vogelarten, Reptilien und Säugetier- und Schmetterlingsarten kommen hier vor. Die wenigsten konnten wir entdecken, aber einige interessante Beobachtungen machten wir trotzdem. Den nur noch hier vorkommenden Ibis (Waldrapp) konnten wir sogar fotografieren. Ausserdem Flamingos, Grau- und Silberreiher, Haubenlerche, Nilgänse, Löffler und Löffelente, sowie Kormorane und zwei Fischadler!

    Ein wunderschöner Tag.

    Den Abschluss krönte dann noch ein spontaner Besuch in dem Hotel Restaurant "La Palmereia de Massa". Ausgezeichnetes Essen! mit Salat, Tajine und Sorbet!
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  • Day37

    Sidi Ifni Legzira

    October 29 in Morocco ⋅ ☁️ 27 °C

    Ein drei Kilometer langer Sandstrand mit einem gewaltigen von Wind und Wellen geformtes Felsentor aus rotem Stein. Dort verbrachten wir den halben Tag und beobachteten das stete Treiben. Völlig in bunte Tücher verhüllte Frauen spazierten neben ihren in Badehosen gekleideten Männern den Strand entlang, ebenso europäische Touristen in knapper Badebekleidung. Quads fuhren ständig hin und her und ein Marokkaner belud sein Dromedar unentwegt mit einheimischen Urlaubern oder sonntäglichen Ausflüglern.

    Später marschierten wir wieder den Fußpfad nach oben auf das Hochplateau zu unserem einsam gelegenen Schlafplatz. Von dort oben bestaunten wir noch das Toben der Wellen.
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    Traveler

    Vielen Dank für die schöne Reisebeschreibung🙂 Am Meer ist es einfach immer schön! Genießt die Wärme und Sonne noch!!! Und kommt dann bald wieder 😉

    11/7/22Reply
    Traveler

    Liebe Susanne, vielen Dank, ja, wir genießen! Bin mit meinem Bericht wieder etwas im Rückstand . Aber es gibt immer so viel zu erleben. Sind grad wieder am Strand und bestaunen das Schauspiel und Getose der unglaublichen Wellen heute. Ich hoffe, es ist alles o.k. daheim. Euch alles Gute und es kann durchaus sein,dass wir vor Weihnachten nach Hause kommen. Liebe Grüße 🏖

    11/7/22Reply

    Super! Sind schon sehr auf Tichu-Entzug 😃 Hier ist alles OK, die Temperaturen sind nahe 0 Grad nachts, aber sonst ☀️Schöne Strand- Zeit noch und liebe Grüße, Susanne und Andreas [Susanne Stein]

    11/8/22Reply
     
  • Day36

    NP Khenifiss - Südlichster Punkt -

    October 28 in Morocco ⋅ ⛅ 22 °C

    Landschaftlich wurde es immer trister, sandiger und ebener. Immer klarer wurden wir in unserer Entscheidungsfindung. Unsere Freunde Andrea, Harald, Renata und Stefan hatten vor, mindestens bis Dakhla in Westsahara zu fahren, für uns war klar, hier und heute ist Schluss. Ab jetzt geht es wieder nordwärts.

    Als wir ankamen auf dem Parkplatz des Nationalparks, der von einem Soldaten bewacht wurde, war es unglaublich heiss, ca. 38 Grad und der Sand peitschte uns ins Gesicht. Den Abend konnten wir nur im Wohnmobil verbringen und die Nacht war unangenehm heiss bei durchgehend 31 Grad.

    Aber zumindest wurden wir gut bewacht. Dieser Militärposten hatte die Aufgabe, eventuelle Flüchtlinge aus Guinea-Bissaou am Übersetzen nach Europa, auf die Insel Fuerteventura, zu hindern.
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  • Day34

    Sehnsucht nach Meer

    October 26 in Morocco ⋅ ☀️ 26 °C

    Es war einfach zu viel Sand, zu viel Steine, zu viel beige und grau, zu viel Staub und Dreck.

    Wir haben mittlerweile eine Sehnsucht nach dem Meer entwickelt, so dass wir ordentlich aufs Gas drückten und so schnell wie möglich Tan-Tan erreichen wollten.

    Die Fahrt führte durch Tissint, einer Oase mit den kleinen Cascaden dÁtiq. Über eine Felsstufe sprudelt der Fluss in ein großes Wasserbecken, das man mitten in der Wüste wirklich nicht vermuten würde.

    Die nächsten 600 km veränderte sich die Landschaft nicht besonders und bestärkte uns immer mehr, schnell zum Meer zu kommen. In Tan-Tan Plage, das neuerdings El Ouatia heisst, gab es drei Campingplätze. Nicht, dass wir nicht frei stehen wollten, aber irgendwie gab es einfach keinen geeigneten Stellplatz. So landeten wir auf dem "Atlantique". Leider trennte uns eine Mauer vom Meer, also unternahmen wir einen Abendspaziergang am Strand entlang in die Ortschaft. Den Tag drauf verbrachten wir noch mit Relaxen, bevor es weiter Richtung Süden, Richtung Westsahara ging.
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  • Day32

    El Mhamid - Etwas Luxus darf es sein!

    October 24 in Morocco ⋅ ⛅ 24 °C

    Hotel Bab Rimal - super Pool, einladende Liegen, schattige Sitzecken, leckeres Essen - da bleiben wir!!!

    Das Riad Hotel bietet auch für Wohnmobile einen Stellplatz. Der ist zwar alles andere als schön, staubig, ohne Schatten, Baustellenflair. Aber der wirklich sehr schöne Pool entschädigt dafür. Den restlichen Tag faulenzten wir am und im Pool. 😎🍹🍉🌞🏊🏖Read more

  • Day31

    Arizona?

    October 23 in Morocco ⋅ ⛅ 22 °C

    Am nächsten Tag fuhren wir über eine harte Schwemmtonebene des Lac Irici. Nur selten enthält der See Wasser. Plötzlich tauchte die Titanic vor uns auf! Allerdings aus Lehm erbaut. Die Gelegenheit ergriffen wir, um einen Kaffee bzw. Tee in diesem Café zu trinken. Bei dem typisch marokkanischen Tee handelt es sich um gesüßten Grüntee mit frischer Minze.

    Leider machte die Strecke nicht immer so viel Spaß wie in den Dünen. Ein Großteil der Kilometer war die Piste äusserst ruppig. Querrinnen, große Steine, extrem rüttelige Oueds (Flussläufe, eigentlich immer ausgetrocknet). Die Nacht verbringen wir am Fuße der Tafelbergkulisse des El Mdaouer El Kbir. Es war total faszinierend, man konnte wirklich meinen, wir sind in Arizona!
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  • Day30

    M-hamid - Erg Chegagga

    October 22 in Morocco ⋅ ⛅ 22 °C

    Hier endet die Asphaltstraße, hier, nahe der algerischen Grenze, treffen sich alle, die einmal mit dem eigenen oder gemieteten Geländewagen die Dünen rauf und runter düsen wollen, oder es zumindest versuchen. Exkursionen mit dem Kamel werden ebenso angeboten.

    Der Erg Chegagga ist neben dem Erb Chebbi bei Erfoud das zweite große Sanddünengebiet Marokkos. Es soll Dünen bis 300 m Höhe geben, die aber mit dem Fahrzeug kaum erreichbar sind.

    Wir sind hier, weil wir die Offroadpiste nach Foum Zguid bezwingen wollen. Vor zwei Jahren, als wir schon mal eine Reise nach Marokko planten, die wegen Corona scheiterte, stand dies als Höhepunkt auf unserer "Muss-hin-Liste". Schon damals überlegten wir, allerdings mit einer anderen Truppe, diese Etappe aus dem OFFROAD Tourenbuch von Burghard Koch in unsere Route einzubauen.

    Und heute geht´s tatsächlich los. 143 km Offroad. Aber vorher muss noch Luft aus den Reifen abgelassen werden.

    Es geht über eine Sandpiste am Rand des großen Dünenfeldes entlang. Die Strecke ist meist gut erkennbar. Die Fahrt durch den weichen Sand macht unglaublich Spaß! Das Fahrzeug schwimmt regelrecht, fast wie Tiefschneefahren. Manchmal muss man ordentlich Gas geben, um nicht stecken zu bleiben. ABER, natürlich ist es trotzdem passiert. Da hilft es nichts, Spaten und Schaufel raus, buddeln, Sandbleche unter die Räder und weiter geht´s.

    Unter einer Schatten spendenden Akazie mitten in der Wüste schlugen wir unser Nachtlager auf. Ein Lagerfeuer unterstrich noch das phantastische Wüstenfeeling.
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