• Sonja Ertl
  • Andi E.
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Marokko

Heute geht es los. Ca. 3 Monate Marokko sind geplant. Mal schaun,welche Abenteuer auf uns warten Read more
  • Trip start
    September 23, 2022

    Anreise zur Fähre

    September 24, 2022 in Italy ⋅ 🌧 14 °C

    Die 1. Übernachtung hatten wir südlich von Como. Nach den letzten Besorgungen in Bregenz und Zahlung der Schwerlastabgabe in der Schweiz gings los Richtung Genua. Wie auf jeder unserer Reisen bepackten wir unser Womo mit viel österreichischen pfandfreiem Dosenbier (wir schämen uns auch dafür)Read more

  • Zwischenstopp in Barcelona

    September 25, 2022 in Spain ⋅ ☁️ 20 °C

    Die 1. Nacht in der 4er Kabine auf der Fähre war überraschend angenehm. Dadurch, dass wir mittlerweile zu acht sind, hatten wir viel Spaß am Abend. Am Hafen in Genua stießen noch zwei Wohnmobile zu uns. Und nach der Ankunft in Marokko treffen wir uns mit einem weiteren Paar. Ob wir allerdings die ganze Zeit zusammen bleiben und gemeinsam das Land erkunden, halte ich für eher unwahrscheinlich.
    Mia wern seng!
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  • Am Hafen Tanger Med

    September 26, 2022 in Morocco ⋅ ☀️ 21 °C

    Nach gefühlt stundenlanger Wartezeit, als das Schiff am Hafen anlegte, war es dann endlich soweit. Wir durften zu unseren Autos und endlich afrikanischen Boden befahren.
    Die Einreise war ein leichtes, nur den Pass und den Einfuhrzettel für das Fahrzeug vorzeigen.
    An Bord mussten wir allerdings schon einige "Grenzformalitäten" erledigen, die wir übrigens nur rein zufällig mitbekommen haben. Informationen gab es gar keine.

    Direkt im Hafengelände konnten wir Geld umtauschen und marokkanische Simkarten für s Handy kaufen. Das war schon das 1. Kleine Abenteuer. Das 2. Kleine Abenteuer war, einen Stellplatz für die Nacht zu finden. Nach ein paar missglückten Versuchen sind wir relativ enttäuscht wieder im Hafengelände am Parkplatz gelandet.

    Was als leichte Enttäuschung anfing, endete als sehr lustiger, geselliger Abend. Mit Österreichern und Pfälzern hatten wir noch eine mords Gaudi!
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  • Chefchaouen

    September 27, 2022 in Morocco ⋅ 🌙 16 °C

    Unser 1. Tag in Marokko:

    Knallblauer Himmel - angenehme Temperatur - super toller fast menschenleerer traumhafter Sandstrand - überall zuwinkende freundliche Leute - unglaublich günstiges Gemüse am Straßenrand Gemüsestand - viele Störche - mondäne, sehr gepflegte Badeorte - riesige Baustellen bei Tanger Med - Neubau der Straße - hohe Polizeipräsenz mit vielen Kontrollen (Touristen werden durchgewunken) - Straßenverkauf von Zwiebeln und Töpferwaren - gemütlicher kleiner Campingplatz in Chefchaouen - tolles Abendessen mit selbst gegrilltem Haifischsteak -

    Wow, und das alles an einem Tag 😃
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  • Medina

    September 29, 2022 in Morocco ⋅ ⛅ 15 °C

    Die Blaue Stadt macht ihrem Namen alle Ehre!
    Wunderschön, ein Hauch von "Tausend und eine Nacht" kombiniert mit Tourihotspot. Genau das richtige zum Einstieg in die Arabische Welt.

    Wir nutzten die Gelegenheit um unser erstes Tajine Gericht im "Bab Souk" zu essen.

    Unser Campingplatz "Azylan" ist klein, gemütlich und nur ein paar wenige Camper sind da.

    So, grade eben wollten wir losfahren weiter Richtung Fes. Am Campingplatz noch alles erledigt, Abwasser raus, Frischwasser rein ...

    😡😱😫😠 Reifenpanne! Bzw. noch schlimmer-> Ventile kaputt.
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  • Haschisch

    September 29, 2022 in Morocco ⋅ ⛅ 21 °C

    Wir wollten heute nur mal schnell nach Fes, doch wir kamen schon mal wegen der Reifenreparatur ne Stunde später erst weg. Dann entschieden wir uns (dummerweise) für die längere Strecke durch das Rifgebirge. Sehr kurvig, ziemlich holprige Straße, sehr langsames Vorwärtskommen, wunderschöne Landschaft. Teils bis auf ca. 1700 m Höhe.

    Momentan sind wir drei Fahrzeuge, die gemeinsam reisen und ein Wohnmobil brauchte eine neue Gasflasche. Kein Problem, in den Ortschaften, durch die wir fuhren, gab es gefühlt ALLES zu kaufen. Selbstverständlich auch Gasflaschen. Und wieder gab es eine Verzögerung wegen technischer Probleme (diesmal mit dem Druckminderer).
    Und Selbstverständlich wurden uns an jeder Ecke auch Drogen angeboten.

    Weiter gings (mit Gas, ohne Drogen😅).
    In manchen Städten tobte das Leben, Markttag! Es wuselte nur so von Menschen (fast ausschließlich Männer) und jeder, egal wie alt winkte und jubelte uns zu. Und viele deuteten an, uns Drogen zu verkaufen.

    Schließlich erreichten wir den Ort "Ketama". Ausgerechnet hier hielten wir an, denn hier gäbe es eine Übernachtungsmöglichkeit hinter dem Hotel. Sofort wurden wir wegen "was zu rauchen" angesprochen. Und dann erklärte uns ein Mann, wir seien hier ja schließlich in der "Hauptstadt des Haschisch". Wir beschlossen weiter zu fahren, bis wir aus dem Gebiet des Rif Gebirges raus sind, was uns die Polizei auch dringend empfahl.

    Die Nacht verbringen wir, hoffentlich ohne Schwierigkeiten auf einem Tankstellen Parkplatz in sicherer Gegend.
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  • Fes

    September 30, 2022 in Morocco ⋅ 🌙 17 °C

    Die Weiterfahrt nach Fes war völlig unproblematisch. Das Rifgebirge lag hinter uns und es ging ziemlich zügig voran. Zu zügig? Prompt wurden wir bei einer Radarkontrolle angehalten und mussten zahlen. Scheinbar willkürlich, denn wir fuhren ordnungsgemäß, zog uns die Polizei raus. Unsere beiden Mitfahrer hinter uns durften passieren.

    In Fes angekommen machten wir uns auf den Weg in die Medina, am Königspalast vorbei und durch den Park "Jardin Jnane Sbil". Durch schmale Gassen, vorbei an unzähligen Händlern. Schließlich gönnten wir uns eine Verschnaufpause in einem unglaublich schönen Riad (Stadthaus mit Innenhof). Es stellte sich heraus, dass dies der oder dem italienischen Botschaft(er) gehört.
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  • Fes die zweite

    October 1, 2022 in Morocco ⋅ 🌙 22 °C

    Voller Fragen und unsicher haben wir den Tag begonnen und völlig geplättet haben wir ihn beendet.

    Dazwischen lagen einige Stunden Faszination, Abtauchen in eine andere Welt und, ja, auch Ekel. Eine äusserst kompetente Frau aus Fes führte uns durch die Medina von Fes, erzählte uns über das Leben hier, zeigte uns die angeblich älteste Universität der Welt und ermöglichte uns den Zugang zu einem Hammam, einem öffentlichen Badehaus. Sie gab Einblicke in die Gerberei, Färberei und Stickerei, und das sind nur wenige der uralten Handwerke die hier betrieben werden.

    In diesen verwinkelten, schmalen, überdachten Händlergassen kauften wir unser Abendessen. Verschieden gefüllte Blätterteigtaschen.

    Und der Abend endete wie er begann. Mit studieren der Straßenkarte und des, bzw. der verschiedenen Reiseführer.
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  • See Lac de Isli

    October 3, 2022 in Morocco ⋅ ☀️ 20 °C

    Die Etappe von Fes zum heutigen Übernachtungspunkt war buchstäblich fabelhaft, zumindest ab Khenifra. Diese Stadt liegt am westlichen Rand des Mittleren Atlas Gebirges. Hier übernachteten wir auf dem Carefour Parkplatz, ansonsten hat dieser ca. 100.000 Einwohner Ort nichts zu bieten.

    Die Ortschaften, durch die wir fuhren, wurden immer karger und ärmlicher. Eins hatten sie aber alle gemeinsam, nämlich die qualmenden Holzkohlegrills mit irgendwelchen Spießen drauf und die vielen Tajine, die mit Couscous und Gemüse oder Huhn/Lamm und Gemüse bestückt, auch auf Kohle gegart wurden.
    Und mindestens eine Autowerkstatt gab es, denn an den uralten Mercedes und Golf PKWs, oder Mercedes Transportern musste bestimmt ständig was repariert oder geschweißt werden. Die Transporter dienten wohl in erster Linie der Personenbeförderung, hauptsächlich als Schulbus.

    Zwischen den Dörfern durchfuhren wir atemberaubend schöne Berglandschaften. Mal leuchtete die Erde dunkelrot, ein paar Kilometer weiter war alles, Häuser und Hügel beige/gelb, und um die nächste Kurve erstrahlte die Landschaft in weiß. Sehr viel Landwirtschaft wurde mit den einfachsten Mitteln betrieben. Bauern die mit von Maultieren gezogenen Eggen ihre Felder bearbeiteten und Leute, die mittels Handpumpe Wasser aus einem Brunnen holten. Zwischendrin plötzlich Obstplantagen, hauptsächlich Äpfel und Birnen, aber auch Melonen.

    Rund eine Stunde verbrachten wir mit dem Auffüllen unserer Wohnmobile mit Wasser. Direkt an der Straße an einer gemauerten Quelle mit zwei Hähnen befüllten wir mit Gießkanne und Kanister unsere Tanks. Einheimische Frauen kamen mit unzähligen Behältern und hatten das gleiche vor. Dazu kamen noch Männer angefahren, die mal schnell ihre Trinkflasche auffüllen wollten. Wir wechselten uns alle ab und so kamen wir ins Gespräch, mit mehr oder weniger gutem Französisch und mit Händen und Füßen.

    Nach einiger Kurbelei über einen ca. 2.290 m hohen Pass erreichten wir, traumhaft schön und einsam gelegen den See "Lac de Isli". Inmitten eines Nationalparks auf 2.270 m Höhe.
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  • Col de Ouano / Tizi n' Ouano

    October 5, 2022 in Morocco ⋅ ⛅ 9 °C

    Leider verließen wir heute unseren Traumplatz, aber wir wollen ja noch mehr sehen von diesem wundervollen Marokko.

    Es ist nicht einfach, sich für eine Route zu entscheiden. Hier im Hohen Atlas ist eine Streckenbeschreibung schöner als die andere. Bewaffnet mit einigen verschiedenen Reiseführern macht es nicht unbedingt leichter.
    Wir entschieden uns für die Tour von Imilchil nach Boumalne Dades.

    In Marokko wird unglaublich viel gebaut und somit auch immer mehr asphaltiert. Deshalb weiß man nie genau was einen erwartet. Die Wegbeschreibung liest sich manchmal sehr abenteuerlich, dann kommt man hin und ist enttäuscht 😞, weil..... zwischenzeitlich geteert! Auch so heute. Wir wollen ja schließlich offroad fahren.

    Ein Erlebnis hatten wir jedoch in einer Ortschaft. Viele Kinder liefen hinter und neben uns her und riefen uns zu und wollten etwas geschenkt haben. Einige hängten sich hinten ans Fahrzeug dran oder sogar seitlich an die Fahrertür! Sehr stressig natürlich für den Fahrer.

    Auf etwa halber Strecke kurz nach passieren des höchsten Punktes auf ca. 2.900 m Höhe schlugen wir auf einem großen ebenen Platz unser Nachtlager auf.
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  • Dades Schlucht

    October 6, 2022 in Morocco ⋅ ⛅ 20 °C

    Die Aussicht von unserem Übernachtungsplatz war einfach atemberaubend. Dass uns aber immer noch fantastischere Ausblicke begegneten, damit hatten wir wirklich nicht gerechnet.

    Auf Schotterserpentinen wand sich die Straße nach unten ins Tal bis wir schließlich wieder Asphalt unter den Rädern hatten. Als wir dachten, das Schönste hätten wir nun hinter uns, fuhren wir durch eine Felsenge und danach schlängelte sich die sehr gute Straße in etlichen Kehren durch die Dades Schlucht. Hier boomte der Tourismus. Viele Hotels, Auberges, Restaurants, Läden mit Andenken und Rosenwasser säumten den Weg, bis wir schließlich auf dem Parkplatz eines Hotels landeten. Der Chef machte sich gleich auf, Zutaten für unser Abendessen, Tajine, zu besorgen.Read more

  • Affenfelsen

    October 7, 2022 in Morocco ⋅ ⛅ 18 °C

    Gegenüber unseres Hotelparkplatzes sind sehr eigentümliche Felsformationen, die hier Affenfelsen oder Affenfinger genannt werden. Wir beschlossen, dort wandern zu gehen.

    Naja, wir verwöhnte Deutsche, die es gewohnt sind gepflegte Wanderwege mit ordentlicher Beschilderung vorzufinden, war das fast schon ein Abenteuer. Die Wegfindung stellte sich extrem schwierig heraus. Auf den rundlichen Felsen kraxelten wir herum und in der Schlucht mussten wir umkehren, da es nicht mehr weiterging. Aber trotzdem war es eine sehr schöne Wanderung!Read more

  • Rosental

    October 8, 2022 in Morocco ⋅ ☁️ 17 °C

    Gestern Abend wütete über uns ein Mega Gewitter ⛈️. Es schüttete, blitzte und donnerte was das Zeug hielt.

    Und als wir heute unterwegs Richtung "Straße der Kashbahs" waren, sahen wir teils ordentliche Mengen Sand, Steine und Schlamm das von den Hängen heruntergespült wurde. Seltsamerweise waren hauptsächlich Kinder damit beschäftigt, mit Schaufel und Besen die Straßen wieder zu reinigen.

    Nach einigen Kilometern bogen wir ab in das "Rosental". In diesem grünen Flusstal in der ansonsten kargen braunen Gebirgslandschaft werden Walnuss-, Mandel-, Obstbäume und Rosensträucher angebaut. Leider sehen wir gar keine Rosen, da die Blüte im April/Mai ist.
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  • Offroad die 2.

    October 9, 2022 in Morocco ⋅ ☁️ 20 °C

    Der 2. Teil des Rosentales begann in der Ortschaft Bou Tharar. Nachdem wir Tags zuvor falsch abgebogen waren und schließlich die Nacht in den Bergen verbrachten, fuhren wir zurück und setzten die Runde fort. Bereits in der 1. Kurve wurde es schon knapp für unseren "Dicksten", der vorfuhr. Auf ausgewaschener, steiler Schotterstraße mitten durch den Ort, begleitet von jubelnden, schreienden und bettelnden Kindern. Die nächsten ca. 2 Stunden ging es meistens sehr einsam durch tolle Landschaft. Ab und zu musste unser "Dickster" (Mercedes Allrad LKW mit nicht allzu großer Bodenfreiheit) den Weg mit Steinen unterfüttern, damit er nicht aufsetzte.

    Irgendwann erreichten wir dann unser besprochenes Tagesziel, den Campingplatz "le lac" bei Tinghir an dem wunderschönen Palmengarten. Ein schnuckelig kleiner Platz mit noch zwei Wohnmobilen und einem Zelt.
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  • Viel erlebt

    October 11, 2022 in Morocco ⋅ ⛅ 17 °C

    Wow, wir haben viel erlebt in den letzten Tagen.

    Einen wunderschönen Spaziergang durch den Palmengarten bei Tinghir. Wir begegneten Frauen, die am Fluss ihre Wäsche wuschen, Kinder, die uns neugierig beobachteten, Männer, die Datteln frisch von den Palmen ernteten und uns welche schenkten.

    Auf einem Markt kauften wir eine Tajine und probierten sie gleich am nächsten Tag aus. Sehr lecker, wobei noch etwas mehr Übung nötig ist.

    Die Todra Schlucht, unweit von Tinghir, sehr beeindruckend, aber auch sehr touristisch. Selbstverständlich nutzten das auch die hiesigen Händler, um ihre Teppiche, Shirts und Tücher an den Mann zu bringen. Viele Kletterer hingen in den senkrechten Wänden und auch Andi versuchte sich mit erfahrener Unterstützung einer unserer Mitreisender in einem Klettersteig.

    Ortschaften mit total verfallenen Lehmbauten, Frauen, die die Blätter von den Maiskolben zupften und zum trocknen auf den Dächern ausbreiteten, Reiter auf Eseln, die Ware zum Markt brachten,

    Und wieder mal als Belohnung für die Mühen (aber auch Freuden) des teils anstrengenden Weges ein wunderschöner Stellplatz am Ende des Tages. Einsam, auf einem Hügel, abseits der Straße, mit sagenhafter Rundumsicht, ..... doch plötzlich beginnt eine aberwitzige Geschichte:

    Wir waren grad am essen, da kam auf einem Mofa ein Mann, der uns mit schlechtem Französisch irgendwas erklären wollte. Kurz drauf fuhr ein Auto vor und es stiegen 5 Leute aus, zwei davon in Militärkluft. So, jetzt war klar, ein Gewitter in der Nähe sorgt für Überflutung der Straße und bis morgen früh sind sie unpassierbar. (Klingt plausibel, da wir selbst schon die dunklen Wolken und die Blitze mit Sorge beobachtet hatten, weshalb wir, wie zuerst geplant, nicht den Stellplatz im Flussbett wählten). Wir erklären, dass wir hier oben übernachten wollen. Alles klar, sie fahren ab. Es dauert nicht lange, kommt der Mofafahrer wieder, packt drei dicke Wolldecken aus, (wir schauen uns an, will er die uns verkaufen?), nimmt bei uns am Tisch Platz und isst sein Olivenbrot. Wein will er nicht, aber Orangenlimo.

    Wir sind völlig verdutzt, WAS WILL ER NUR?

    Er will uns beschützen! Sagt er. Ohne Scherz!Allerdings wissen wir nicht vor was. Nachdem er sein mitgebrachtes Olivenbrot gegessen und getrunken hat, legte er sich in seinen Wolldecken auf dem Boden neben unseren Womos zum Schlafen hin. Am nächsten Morgen fuhr er fort, kam 2 bis 3 Stunden später wieder und sagte, dass die Straßen wieder passierbar seien. ???
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  • Endlich in die Wüste

    October 12, 2022 in Morocco ⋅ 🌙 20 °C

    Morgens hatten wir viel Spaß mit den absolut harmlosen Wasserdurchfahrten des Flussbettes (Oued) Gheris nach dem gestrigen Gewitter. Mittags erreichten wir die kleine Stadt Goulmima, in der jeder seinen Besorgungen nachging. Wir spazierten in das ca. 1,5 km entfernte "Ksar", das ist die Altstadt, ein uraltes Lehmdorf aus engen, dunklen und zum Teil überdachten Gängen mit einem Hauptplatz und einer Moschee. Wie ein lebendes Museum mit Kühen und Eseln in nicht überdachten Ställen, Frauen, die an den Bewässerungskanälen ihre Wäsche wuschen und Leute, die am Brunnen vor dem Eingangstor Wasser in Kanistern mit der Schubkarre zu sich nach Hause fuhren. Nur war dies kein Museum sondern Realität! Zurück liefen wir durch den wunderschön schattigen Palmengarten, in dem die Bauern ihre Arbeit erledigten.

    Auf der Weiterfahrt erreichten wir die sogenannte "Himmelstreppe". Die aus Lehmziegeln gefertigte "Treppe" wurde 1986 von einem Münchner Künstler, Hannsjörg Voth, fertiggestellt und ist 16 m hoch.

    Hier genossen wir die Stille und die Weite der Landschaft und unser Lagerfeuer!
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  • Erg Chebbi

    October 13, 2022 in Morocco ⋅ 🌙 22 °C

    Ein weiteres Kunstwerk in der Nähe fuhren wir noch an, bzw. drum herum, bevor es eeeendlich zum Erg Chebbi ging. Von weitem konnte man schon am Horizont der blauschwarzen Steinwüste Erg Chebbi, Berge gelber Sanddünen, erkennen. Bei Merzouga liegen, neben den Dünen von Erg Chegagga, die einzig höheren Sanddünen Marokkos. Wüsteneinsamkeit findet man hier zwar nicht unbedingt, aber etwas Wüstenfeeling kann man trotzdem erleben. Das Angebot an Ausflügen mit Kamelen bzw. Dromedaren und Vermietung von Quads und sogar Smowboards ist groß.

    Wir haben uns endlich wieder mit Sepp und Roland getroffen, die gemeinsam mit uns auf der Fähre nach Marokko reisten, die allerdings eine andere Route fuhren. Bei einem sehr guten Couscous im Campingplatz Restaurant schmiedeten wir die weitere Reiseroute. Zuerst aber wollten wir hier in den faszinierenden Dünen Spaß haben.
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  • Sand, und nochmals Sand

    October 14, 2022 in Morocco ⋅ ⛅ 28 °C

    Früh morgens machten wir uns auf den Weg, die höchste Düne hier, ca. 100 m hoch, zu erklimmen. Bereits auf halbem Weg hätten wir am liebsten aufgegeben, aber die zu erhoffende Aussicht war zu verlockend. Trotz des enormen Windes kämpften wir uns durch den weichen Sand und schließlich standen wir oben. Lange hielten wir es nicht aus, der Sand piekste fürchterlich an den nackten Waden. Dafür war der Abstieg umso lustiger.

    Diese Gelegenheit mussten wir einfach nutzen, um mit den Wohnmobilen Übungsfahrten im Sand zu unternehmen. Roland allerdings war zu abenteuerlustig und so mussten alle mithelfen, den 5 Tonner wieder aus dem Sand zu buddeln.
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  • Wie klein die Welt doch ist!

    October 16, 2022 in Morocco ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute war alles geboten. Harte Steinpiste, sogenannte Wellblechpiste, Sandfahrten, Fesh Fesh (pulverartiger Sand, der gefürchtet ist wegen der Gefahr des Steckenbleibens), fantastische Landschaften, Dromedare, langweilige Öde und ein unglaubliches Treffen.

    Kurz bevor wir unseren Nachtlagerplatz erreichten, kam uns auf der Piste ein Landy entgegen und plötzlich gab's ein riesiges "Hallo". Das Paar aus dem Geländewagen waren Bekannte einer unserer Mitreisenden. Bis weit in die Nacht saßen, aßen und ratschten wir bei Kerzenlicht am Fuß einer hohen Düne.

    Am Nachmittag gesellte sich noch ein Berber zu uns, wie sich herausstellte war er der Besitzer der Auberge ums Eck.
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  • Ouarzazate

    October 19, 2022 in Morocco ⋅ 🌙 20 °C

    Inzwischen sind wir doch schon ziemlich rumgekommen, sind einige Kilometer gefahren. Einige davon auf wirklich schlechten Pisten, dass wir und die Autos ordentlich durchgeschüttelt wurden und mir stand auch schon mal der (Angst) Schweiß auf der Stirn.

    Mittlerweile sind sehr viel Strecken asphaltiert, aber wir suchen das Abenteuer und wählen extra Offroadpisten, wo wir vorher natürlich nicht so genau wissen, was uns erwartet.

    Ausser fahrend das Land zu erkunden, erleben wir viele tolle, lustige oder skurrile Sachen. Wir schauen bei der Dattelernte zu, grillen, feiern Geburtstag, entdecken gruselige Riesengrillen, machen den ganzen Abend Musik, gehen wandern und genießen einfach nur die teils umwerfende Natur und die Einsamkeit. Und oft haben wir eine Ehrfurcht vor dem unglaublich einfachen und entbehrungsarmen Leben der Menschen hier.
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  • Tamnougalte

    October 20, 2022 in Morocco ⋅ ⛅ 28 °C

    An zig Kasbahs sind wir schon vorbei gefahren. Halb bis fast ganz verfallen. Mal mitten im Ort, da wurden ganz einfach neuere Lehmbauten drum rum gebaut und mal wunderschön renoviert.

    Heute ist es soweit, wir haben beschlossen, endlich eine, mit Führung, zu besichtigen und zwar die älteste Kasbah des Draa Tals. Kaum dass wir den Parkplatz angepeilt haben, stand Ismail schon neben uns. Wir einigten uns auf den Preis und los gings.

    Ismail lebt selbst mit seinen Eltern und derzeit 35 anderen Familien hier in diesem Ksar, einem Lehmdorf. Er hatte allerhand Interessantes zu erzählen.

    Äusserst faszinierend fand ich, dass in diesem Ksar aus dem 16. Jh. verschiedene Religionen zusammen lebten. Moslems, Juden und Christen. Er führt uns durch die engen dunklen Gänge und erklärt, dass eine Kashbah mehr als nur ein Herrschaftssitz ist. Sie war Schutzburg für umliegende Dörfer, Versammlungsort für den Dorfrat und Wohnort für die Herrschaftsfamilie zugleich. Tamnougalte bedeutet übersetzt "Ort des Zusammentreffens" und sie war ebenso ein wichtiger Marktfleck auf der langen Handelskarawanenstraße von Fes nach Timbuktu. Gold, Elfenbein, Sklaven und Salz wurden vom Süden nach Marrakesch transportiert.

    Sehr interessant ist auch die Architektur aus traditionellen Baumaterialien wie Lehmmauern, Holztüren und Deckenbalken aus Palmholz und maurischen Elementen (Bogengänge, Deckenbemalungen).

    Jetzt aber wollen wir weiter zum "Sternenhimmel".... nach Zagora.
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  • Die Wüste und die Astronomie

    October 21, 2022 in Morocco ⋅ ☀️ 30 °C

    Zagora hat uns nicht weiter interessiert, ausser, die Vorräte aufzufrischen von Sprit fürs Auto (1,50 Euro/L) bis frisches Gemüse von den Händlern am Straßenrand (ca. 1 €/kg gemischt).
    Achja, und erwähnen sollte man auch mal das Brot. Dass Deutschland die größte Brotvielfalt zu bieten hat ist bekannt, umso frustrierender ist es, seit Wochen ein und das selbe Fladenbrot, (Kesra, 20 ct./St.) zu essen. Frisch gekauft schmeckt es aber gar nicht so schlecht.

    Das heutige Highlight ist aber, ganz klar, SAHARA SKY direkt an den Dünen von Tinfou. Dieses Kashbah Hotel bietet Zimmer für Touristen und eine Stellfläche für Wohnmobile. Attraktion ist jedoch das Observatorium mit verschiedenen Teleskopen auf der Dachterasse. Der Besitzer, ein Deutscher, erzählt uns, dass Astronomen und Hobbysternengucker aus der ganzen Welt zu ihm kommen, da hier natürlich kaum Lichtverschmutzung vorherrscht. Der hier lebende Belgier Patrik führte uns etwas in die Technik ein und stellte das Teleskop z. b. auf den Saturn ein. Phantastisch. Der Ring war ganz klar zu erkennen. Ausserdem zeigte er uns den Jupiter, Mars und den Andromedanebel.
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